Das Lungenherz

Allgemeine Angaben zur Erkrankung

Lungenherz

Das Lungenherz ist eine Pathologie, die seit mehr als 200 Jahren die starre Aufmerksamkeit der Forscher auf sich zieht. Das Interesse der Experten an dieser Erkrankung ist zwar oft zufällig begründet, führt jedoch häufig zu einer frühen Invalidität und dient als Hauptursache für Todesfälle. Bei der Diagnose des Lungenherzens hängen Behandlung und Prognose davon ab, inwieweit die Ärzte rechtzeitig die Ursache der Krankheit ermitteln konnten. Dieser Prozess ist sehr kompliziert und arbeitsintensiv, da das Lungenherz in den frühen Entwicklungsstadien potenziell reversibel ist, sich jedoch tatsächlich oft nicht zeigt. Andererseits schreitet die akute Form der Erkrankung schnell fort bis zum chronischen Lungenherz; die Behandlung des entstehenden Krankheitsbildes stellt eine komplizierte und oft aussichtslose Aufgabe dar. Aus diesem Grund arbeiten Tausende von Experten an neuen diagnostischen Methoden sowie an der Entwicklung moderner Präparate, um das Leben der Patienten zu erleichtern und eine Arbeitsunfähigkeit der Bevölkerung zu vermeiden.

Was bedeutet eigentlich „Lungenherz"? Unter diesem Begriff wird der gesamte Komplex der Herzstörungen verstanden, die im Zusammenhang mit einer Hämodynamik-Veränderung sowie nach vorausgegangenen Erkrankungen des Bronchialapparats entstehen. Dabei ist festzustellen, dass das Lungenherz in frühen Stadien keine besondere Gefahr darstellt. Im Gegensatz dazu führt das chronische Lungenherz zu einer Beeinträchtigung der Blutkreislauffunktion und morphologischen Veränderungen der rechten Herzkammer. Als Folge davon werden die Patienten invalidisiert und können plötzlich an einem Herzstillstand sterben.

Das Lungenherz – Symptome und Einordnung der Erkrankung

Basierend auf den Entwicklungsmerkmalen unterscheiden Experten akute, subakute und chronische Formen der Krankheit. Das akute Lungenherz entwickelt sich im Verlauf von einigen Stunden oder Tagen, die subakute Form über Wochen oder Monate, während das chronische Lungenherz auf dem Hintergrund eines langjährigen pathologischen Prozesses entsteht. Im Fall der chronischen Form durchläuft die Erkrankung drei Stadien:

  • Stadium I – Die Symptome des Lungenherzens zeigen sich zunächst nur bei instrumentellen Untersuchungen und werden durch eine pulmonale Hypertonie mit unbedeutenden Pathologien der rechten Herzkammer charakterisiert;
  • Stadium II – Eine Beeinträchtigung des Blutkreislaufs liegt nicht vor; die Erkrankung manifestiert sich vielmehr durch Merkmale einer Hypertrophie der rechten Herzkammer und einer stabilen pulmonalen Hypertonie;
  • Die dritte Etappe – alle Merkmale einer stabilen Insuffizienz der rechten Herzkammer treten auf, d.h. die Erscheinungsformen eines dekompensierten Lungenherzens.

Nun werden wir darüber sprechen, welche Symptome für jede Erkrankungsform charakteristisch sind. Das akute Lungenherz zeigt sich durch:

  • Schmerzen hinter dem Brustbein;
  • Heftige, beschleunigte Atmung;
  • Ein Absinken des arteriellen Blutdrucks (in einigen Fällen kann dies zum Kollaps führen);
  • Eine zunehmende Tachykardie;
  • Eine Erhöhung des Venendrucks;
  • Eine Hepatomegalie;
  • Ein Anschwellen der Halsvenen.

Das chronische Lungenherz wird andererseits nach den Symptomen einer Überfunktion sowie nach der Hypertrophie der rechten Herzkammer unterschieden. Zur Diagnose werden verwendet: das EKG, die Röntgenuntersuchung des Brustkorbs und weitere instrumentelle Methoden. Beim Übergang in das dritte Stadium weist das chronische Lungenherz deutlich ausgeprägte klinische Symptome auf: Tachykardie, Anschwellen der Halsvenen, Vergrößerung der Leberumfänge sowie ein Pulsieren der rechten Herzkammer, das bei der Palpation festgestellt wird.

Das Lungenherz – die Behandlung der Erkrankung

Diagnose des Lungenherzens

Die Haupttherapiemaßnahmen richten sich auf die Beseitigung der Grunderkrankung und der Symptome der Ateminsuffizienz. Patienten werden Bronchodilatatoren verschrieben, um das Abhusten von Sekreten zu erleichtern. Bei Dekompensation des Lungenherzens erfolgt die Behandlung unter Einsatz von Glukokortikoiden (meistens wird Prednisolon verwendet).

Die arterielle Lungenhypertonie wird mit Nifedipin und Nitratpräparaten (Nitrosorbid und Nitroglyzerin) behandelt. Dabei überwachen Ärzte kontinuierlich den Sauerstoffgehalt im Blut, um eine Verschlechterung der Hypoxämie zu vermeiden. Zur Verlangsamung des Fortschreitens der Pathologie werden Mittel mit vasodilatatorischer Wirkung sowie Glykoside eingesetzt. Letztere sollten jedoch mit größter Vorsicht angewendet werden, da der Herzmuskel auf ihre Wirkung sehr empfindlich reagiert. Bei häufiger Anwendung von Diuretika wird die Präferenz den kaliumsparenden Präparaten (Aldacton, Triampur) gegeben.

Die Prophylaxe des Lungenherzens besteht in der rechtzeitigen Erkennung der Grunderkrankung, die zur Entstehung pathologischer Prozesse führte. Die Liste der Erkrankungen, bei denen sich ein akutes oder chronisches Lungenherz entwickelt und die Ärzte seit langem kennen, ist bekannt; sie berücksichtigen stets das Risiko für ähnliche Komplikationen. Insbesondere Patienten mit chronischen Bronchialerkrankungen unterliegen einer obligatorischen ambulanten Betreuung, deren Ziel die Verhinderung von Verschlimmerungen und die Therapie der Ateminsuffizienz ist.

Ob Sie sollten wissen:

Wissenschaftler der Oxford University haben eine Reihe von Studien durchgeführt, aus denen hervorgeht, dass Vegetarismus das menschliche Gehirn schädigen kann, da er zu einer Verringerung seiner Masse führt. Daher empfehlen Experten, Fisch und Fleisch nicht vollständig von der Ernährung auszuschließen.


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