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Zehn Anzeichen einer Nierenfunktionsstörung

Die Bedeutung der Nieren für den Organismus ist enorm: Diese Organe reinigen das Blut nicht nur von Abbauprodukten und überschüssigem Wasser, sondern sind auch für die Produktion bestimmter Hormone verantwortlich, die zur Aufrechterhaltung des normalen Knochenzustands notwendig sind, sowie für die Bildung roter Blutzellen (Erythrozyten). Bei Nierenschäden werden das Elektrolyt-, Wasser-Salz- und Säure-Basen-Gleichgewicht gestört; im Organismus sammeln sich giftige Substanzen an. Die renale Insuffizienz kann einen akuten oder chronischen Verlauf nehmen. Im Fall des chronischen Verlaufs ist die Krankheit besonders gefährlich, da ihre Anfangssymptome leicht mit den Merkmalen anderer Erkrankungen verwechselt werden können. Nach Statistiken vermuten neun von zehn Patienten in frühen Stadien der Erkrankung nicht auf das Vorhandensein ihres Leidens. Um Unannehmlichkeiten zu vermeiden, ist es wichtig zu wissen, wie sich die erste Phase einer Nierenfunktionsstörung im Zustand des Menschen widerspiegelt.

1. Müdigkeit

Die Ansammlung giftiger Abbauprodukte im Blut wirkt vor allem negativ auf das Zentralnervensystem. Patientinnen beklagen ständige Erschöpfung, Schwäche, Gedächtnisstörungen und Konzentrationsstörungen.

Schwäche und Kraftlosigkeit – ein Zeichen der Nierenfunktionsstörung

2. Schlafstörungen

Nierenpathologien führen zu nächtlicher Schlaflosigkeit in Kombination mit Tagesschläfrigkeit. Zudem leiden Patientinnen häufiger unter Schlafstörungen, beispielsweise an Schlafapnoe.

Schlafstörungen – möglicher Symptom einer Nierenerkrankung

3. Verschlechterung des Hautzustands

Die Elastizität der Haut hängt eng mit dem Aufrechterhalten eines optimalen Wasser-Salz-Gleichgewichts zusammen. Bei Niereninsuffizienz häuft sich im Organismus überschüssiges Wasser an, während die Konzentration von Spurenelementen und Nährstoffen abnimmt. Die Haut reagiert auf diese Veränderungen sofort: Sie wird blass und trocken. Die Patientinnen leiden unter ständigem Juckreiz.

Verschlechterung des Hautzustands – eines der Symptome der Niereninsuffizienz

3. Veränderung des Charakteristikums der Harnentleerung

Je nach Ursache und Stadium der Erkrankung können verschiedene Symptome beobachtet werden: beschleunigtes Wasserlassen, falscher Harndrang sowie eine Erhöhung oder Verminderung der Urinmenge. In manchen Fällen kommt es zu unwillkürlichem oder krankhaftem Wasserlassen; die Patientinnen beklagen dumpfe Schmerzen im Bereich des Rückens.

Veränderung des Harnverhaltens als Symptom der Nierenerkrankung

Das Vorhandensein von Blut im Urin

Bei gesunden Menschen geht nur eine geringe Menge an Eiweiß über den Urin; bei einer Nierenfunktionsstörung wird hingegen ein großer Anteil von Albumin (dem Hauptprotein des Hühnereies) ausgeschieden. Während der Harnentleerung bilden sich dabei Bläschen und ein relativ beständiger Schaum.

Eine Ursache für Blut im Urin ist die Störung der Nierenfilterfunktion

Wassergeschwülste an den Unterschenkeln sowie am oberen Fußbereich

Bei einer Nierenfunktionsstörung werden nicht nur Wasser, sondern auch bestimmte Spurenelemente (z. B. Natrium) unzureichend ausgeschieden. Diese Störung des Wasser-Mineralstoffwechsels führt zu einer Flüssigkeitsansammlung in den unteren Extremitäten, die sich als Beinödeme manifestiert.

Schaumbildung im Urin – Zeichen der Niereninsuffizienz

Muskelkrämpfe

Viele Patienten, die an einer Nierenfunktionsstörung leiden, beklagen Wadenkrämpfe. Diese Erscheinungsform ist auf ein Ungleichgewicht von Natrium und Kalium im Organismus zurückzuführen; häufig ist die Nierenfunktionsstörung der Auslöser dieser Situation.

Schwellungen der Beine – mögliches Folge einer Nierenfunktionsstörung

8. Muskelspasmen

Viele Patienten, die an einer Nierenfunktionsstörung leiden, beklagen Wadenkrämpfe. Diese Erscheinungsform ist auf ein Ungleichgewicht von Natrium und Kalium im Organismus zurückzuführen; häufig ist die Nierenfunktionsstörung der Auslöser dieser Situation.

Muskelkrämpfe – häufiges Phänomen bei Menschen mit Niereninsuffizienz

Anhaltende Augenödem

In diesem Fall ist die Veränderung des Äußeren nicht nur auf Flüssigkeitsretention, sondern auch auf den Prozess der Eiweißausscheidung aus dem Organismus zurückzuführen.

Dauerhafte Augenlidödeme – Folge der Flüssigkeitsretention im Körper

10. Appetitsteigerung

Die Senkung des Interesses an Essen ist auf eine allgemeine Intoxikation zurückzuführen, die durch die Ansammlung von Abbauprodukten der Nahrung hervorgerufen wird. Parallel dazu können Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Dyspepsie auftreten. Das Fortschreiten der Erkrankung manifestiert sich in Anämiesymptomen sowie einer Störung des Gefäßtonus.

Bei schwerer renaler Insuffizienz verschlechtert sich das Befinden des Patienten so schnell, dass er unverzüglich ärztliche Hilfe benötigt. Bei einem langdauernden Verlauf kann die Zerstörung der Nierenstruktur (Parenchym) zunächst fast symptomlos verlaufen. Um eine Erkrankung zu verhindern, muss man auf die Signale achten, die der Organismus sendet. Bereits bei Auftreten einiger der beschriebenen Symptome sollte sich umgehend ein Arzt konsultieren und die empfohlenen Untersuchungen durchführen lassen.

Appetitverlust – möglicher Symptom einer Nierenerkrankung

Ob Sie, dass wissen:

Laut den Forschungen haben Frauen, die etwas Gläser Bier oder Wein in der Woche austrinken, ein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.


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