Wie nimmt man Phyto-Bäder an?

Das Baden in Suden aus Heilfarben und Pflanzen (Phyto-Bädern) war bereits seit der Zeit Kleopatras verbreitet und bezog sich auf alles, was Schönheit und Gesundheit betraf. Heute ist das Phyto-Bad ein einfaches und verfügbares Mittel, das nicht nur die nervöse Anstrengung auflöst, sondern auch zur Heilung vieler Krankheiten beiträgt. Besonders ergebnisreich sind Gräserbäder bei der Behandlung von Erkältungen, Osteochondrose, Radikulitis, Hautkrankheiten sowie Erkrankungen des Bewegungsapparates.

In diesem Artikel erläutern wir, wie man Phyto-Bäder richtig zur Gesundheit anwendet.

Nutzen von Kräuterbädern für die Gesundheit

Der Nutzen von Gräserbädern

Das Gräserbad ergänzt die medikamentösen Heilverfahren. Sein gesundheitlicher Effekt beruht auf der Wirkung des heißen Wassers auf die Haut sowie auf den biologisch aktiven Substanzen, die in den medizinischen Kräutern enthalten sind. Durch die Phytonzide werden Vitamine, Flavonoide und Terpene perkutan ins Blut aufgenommen; dies geschieht oft intensiver als bei der Aufnahme über den Gastrointestinaltrakt.

Zudem stellt das Gräserbad ein zuverlässiges Mittel zur Wiederherstellung des Nervensystems dar, welches häufig unter Überlastungen leidet. Das heiße Wasser wirkt entspannend, reduziert Muskelkrämpfe und ermöglicht so die Ersetzung der nervösen Anstrengung durch Ruhe; zudem kehren Traum und Gemütsverfassung in den Normalzustand zurück.

Vor dem Gräserbad ist es ratsam, die Haut mit Hilfe eines Besens und geruchloser Seife von Schmutz sowie verhornten Partikeln zu reinigen.

Das Phyto-Bad fördert die intensive Ausscheidung von Toxinen und Schlacken, was für Interessenten besonders nützlich ist, um überschüssiges Gewicht abzubauen. Zu den Pflanzen, die zur Gewichtsreduktion beitragen, gehören Kamille, Pfefferminze, Duschitsa, Salbei, Heckenrose, Ringelblume, Linde, Schnellkraut usw., entweder einzeln oder als Gebühren. Zum Beispiel können für die Zubereitung eines Suds zur Gewichtsreduktion Blätter von Minze, Salbei, Duschitsa und Ringelblume (in der Gesamtmenge 200 g) verwendet werden, oder eine Mischung aus Thymian (150 g) und Schnellkraut (1 Tasse). Um ein nachhaltiges Ergebnis zu erzielen, sollte ein Kurs aus 10 bis 15 Sitzungen durchgeführt werden; dies ist in Kombination mit einer richtigen Ernährung und körperlicher Aktivität unerlässlich.

Die Spezies der Phytobäder bei Krankheiten

Je nach Art der Pflanze unterscheiden sich Bäder hinsichtlich ihrer heilenden, gesundheitsfördernden, beruhigenden und kosmetischen Wirkung; sie besitzen jedoch meist einen komplexen Charakter mit vielfältiger Wirkung auf den Organismus. Wir betrachten hier Rezepte für Phytobäder, die zur Behandlung häufiger Krankheiten eingesetzt werden:

  • Bei Radikulitis, Rheuma und Arthritis: 400 g Fichtenzweige in 5 l kochendem Wasser einweichen, vier Stunden ziehen lassen und anschließend abseihen;
  • Für die Behandlung von Varikose, Furunkulose und Verbrennungen: 500 g Ringelblumen in 5 Liter Wasser einlegen, zehn Minuten köcheln lassen, abseihen und das Filtrat ins Bad gießen;
  • Bei Eitergeschwüren, Ekzemen und Neurosen: 100 g Kamillenblüten in 1 Liter Wasser fünf Minuten kochen, zwei Stunden ziehen lassen und anschließend die Abkochung ins Bad geben;
  • Bei Herzerkrankungen und Schlaflosigkeit: 200 g Baldrian in 1 Liter kochendem Wasser einweichen, zwölf Stunden bei warmer Temperatur ziehen lassen, abseihen und das Filtrat ins Bad geben;
  • Bei Erkrankungen der Gallenblase und Leber: Zwei Drittel eines 1-Liter-Kochtopfes mit Haferstroh füllen und eine Stunde bei schwacher Hitze köcheln lassen. Anschließend 50 g Gräser (Cholmowaja Soljanka) in den Sud geben, ca. eine Stunde ziehen lassen und die Abkochung ins Bad gießen;
  • Zur Linderung von Kopfschmerzen und zur Regeneration: 200 g Minze oder Lavendel in 1 Liter heißem Wasser einlegen, fünf bis sieben Minuten ziehen lassen, abseihen und das Filtrat ins Bad geben;

Das Baden ist in ruhiger Gemütsverfassung empfehlenswert, um alle Sorgen und Belastungen aus dem Kopf zu lösen. Es wird empfohlen, nach der Prozedur nicht sofort mit häuslichen Tätigkeiten zu beginnen, sondern sich etwa eine halbe Stunde zur Erholung hinzusetzen und den entspannten Zustand zu genießen, den das warme Wasser und die duftenden Kräuter bieten.

Arten von Phyto-Bädern bei Erkrankungen

Wie sollte man Phytobäder korrekt durchführen?

Das Kräuterbad ist ein unkompliziertes Verfahren, das sich aufgrund seiner Einfachheit leicht im häuslichen Rahmen durchführen lässt. Dennoch erfordert das Phyto-Bad zur Gewährleistung maximaler Effektivität und gesundheitlicher Vorteile die Beachtung bestimmter Regeln.

  • Vor dem Bad ist es ratsam, die Haut von Schmutz und abgestorbenen Hautschuppen mit einem Waschlappen und geruchsfreier Seife zu reinigen – so werden die nützlichen Substanzen besser aufgenommen. Nach dem Bad ist ein Abwaschen mit Wasser nicht notwendig.
  • Das Baden sollte zwei Stunden nach dem Essen erfolgen, um die Verdauung nicht zu beeinträchtigen. Die Blase und der Darm sollten dabei entleert sein;
  • Die Wassertemperatur des Heilbads darf 39 °C nicht überschreiten. Die Dauer des Bades sollte maximal 20 Minuten betragen.
  • Ein Therapiekurs aus Kräuterbädern umfasst in der Regel 10 bis 12 Sitzungen über einen Zeitraum von 1 bis 2 Wochen.

Ungeachtet des wohltuenden Effekts darf das Bad nicht täglich durchgeführt werden, um eine Überlastung des Organismus zu vermeiden. Es ist ratsamer, die Behandlungstage mit Erholungstagen (mit einer maximalen Pause von 5 bis 6 Tagen) abwechselnd zu gestalten und dies an das subjektive Befinden anzupassen.

Patientinnen mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, akuten Entzündungsprozessen, Diabetes mellitus, Lungentuberkulose sowie Allergien sollten alternative Behandlungsmethoden wählen, da die Aufnahme von Überwärmungsbädern in diesen Zuständen kontraindiziert ist.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Bei 5 % der Patientinnen kann das Antidepressivum Klomipramin einen Orgasmus auslösen.


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