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Das menschliche Barometer: Leben mit Wetterempfindlichkeit?

Der Mensch sowie alle anderen Lebewesen auf unserem Planeten nehmen Wetterveränderungen wahr. Es ist normal, dass Wetterempfindlichkeit bei gesunden Menschen keine besonderen Beschwerden verursacht. Eine Wetterempfindlichkeit handelt sich um einen pathologischen Zustand, der sich durch die Verschärfung langdauernder Leiden bei Änderungen der Lufttemperatur, Luftdruckabfällen, Windverstärkung sowie magnetischen Stürmen und anderen 'Überraschungen' auszeichnet, auf die die Natur freigebig ist.

Wie beeinflusst das Wetter Menschen mit Wetterempfindlichkeit?

Personen mit Wetterempfindlichkeit sollten wissen, wie sie den Zustand in solchen Momenten korrigieren können, um eine ernste Verschlimmerung der Gesundheit zu vermeiden.

Der Einfluss der Wetterlaunen auf das Befinden

Wetterempfindlichkeit wird bei Menschen beobachtet, die an Erkrankungen des kardiovaskulären und nervösen Systems leiden, Störungen des arteriellen Blutdrucks, Krankheiten der Atmungsorgane sowie pathologischen Veränderungen des Bewegungsapparates oder allergischen Reaktionen haben. In der Regel ist die Verschlimmerung des Zustands solcher Patienten mit den folgenden Faktoren verbunden:

  • Der Anstieg des Luftdrucks in der kalten Jahreszeit – begleitet von einer Verringerung der Luftfeuchtigkeit und einer Zunahme schädlicher Beimischungen. Am stärksten leiden Hypertoniker, Asthmatiker und Allergiker. Bei Patientinnen nimmt die Anzahl der Leukozyten im Blut ab, was zu einer Senkung der Immunität führt; es entstehen Symptome wie Krämpfe der Gefäße (Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Sehstörungen, Herzschmerz).
  • Der Abfall des Luftdrucks bei hoher Feuchtigkeit und Windverstärkung – reagieren Patienten mit Erkrankungen der Atmungsorgane sowie Hypotoniker krankhaft. Die häufigsten Symptome sind eine allgemeine Senkung des Tonus, Schwäche, Atemnot, Migräne, Erhöhung der Blutviskosität und des Thromboserisikos, Taubheit der Gliedmaßen sowie Gelenkschmerzen.
  • Hitze bei erhöhter Luftfeuchtigkeit führt zu Atembeschwerden und einer Verschlechterung des Kreislaufs. Der Salzgehalt im Blut sinkt, während der Organismus das Salz später verstärkt ausscheidet; dies wirkt sich negativ auf den Muskeltonus und die Herzarbeit aus. Solches Wetter belasten vor allem Asthmatiker, ältere Menschen sowie Patienten mit Schilddrüsenfehlfunktionen oder Fettstoffwechselstörungen.
  • Magnetische Stürme beeinflussen den Zustand von Menschen mit neurologischen Erkrankungen sowie bei Ischämie und Angina pectoris stark; bei verstärkter solarer Aktivität nehmen die Herzinfarkte zu, zudem steigt an solchen Tagen die Zahl der Frühgeburten.

Die Wetterempfindlichkeit betrifft etwa ein Drittel der Männer und fast die Hälfte der Frauen. Bei manchen Personen kommt es trotz fehlender schwerwiegender Pathologien zu starken Reaktionen auf Wetterlaunen; dies wird als „psychologische Wetterempfindlichkeit" bezeichnet und tritt bei 20 % der Patienten mit Beschwerden vor allem im späten Herbst auf. Dieser Zustand stellt keine Krankheit dar, erfordert jedoch eine Anpassung des Lebensstils.

Verringerung des durch die Wetterempfindlichkeit verursachten Schadens.

Eine vollständige Beseitigung der Wetterabhängigkeit ist unmöglich, da das Wetter nicht in unserer Kontrolle liegt; stattdessen sollte man lernen, mit der Wetterempfindlichkeit zu leben und deren unangenehme Folgen je nach Möglichkeiten zu minimieren. Es gibt Verhaltensregeln, die für alle Patienten gelten, deren Zustand bei Wetterwechseln zeitweise verschlechtert wird: Bei ungünstigem Wetter ist Folgendes notwendig:

  • Die Einnahme gewohnheitsmäßiger Medikamente nicht vergessen und Hilfsmittel (insbesondere Knie) griffbereit halten, wie vom Arzt empfohlen.
  • Auf Spaziergänge in der frischen Luft nicht verzichten.
  • Vermeiden Sie übermäßiges Essen; nehmen Sie fettige, scharfe sowie gasbildende Nahrungsmittel und alkoholische Getränke von Ihrer Ration ab und bevorzugen stattdessen leichte Gemüse- und Fischgerichte, Brei sowie frisches Obst.
  • Achten Sie streng auf den Schlaf-Wach-Rhythmus; bei Bedarf können pflanzliche Beruhigungsmittel eingesetzt werden.

Wetterempfindlichkeit: Wie man die negativen Auswirkungen reduziert

Für Wetterempfindliche ist es entscheidend, das emotionale Gleichgewicht zu bewahren. Das Befinden verschlechtert sich häufig durch Wetterlaunen, da der Mensch Angst und Erwartungshaltung entwickelt. Ein vernünftiger Umgang mit dem Problem in Kombination mit Kenntnis der Wettervorhersage ermöglicht die Vorbereitung auf wahrscheinliche Komplikationen und erleichtert das ruhige, schmerzfreie Erleben misslungener Tage.

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