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Schutz der Gesundheit während einer Auslandsreise

Der Sommer ist in vollem Gange. Viele bereiten sich auf einen Urlaub im Ausland vor. Die Reisenden erwarten sanfte Meere, Erholung an den Stränden, Besichtigungen von Sehenswürdigkeiten sowie Wanderungen durch Naturschutzgebiete mit Natur- und Kulturerbe. Leider können jedoch auch während der Erholung gesundheitliche Probleme auftreten.

Wie bereitet man sich auf eine Auslandsreise vor?

Während einer Auslandsreise kann man auf Erkrankungen stoßen, die nicht nur den lang ersehnten Urlaub beeinträchtigen, sondern auch eine Behandlung über mehrere Monate nach dem Reiseende zwingen. Eine vollständige Versicherung gegen solche Unannehmlichkeiten ist unmöglich, doch jeder kann die Wahrscheinlichkeit eines Kontakts mit ihnen minimieren.

Gesundheitsgefahren, die auf Erholungsuchende lauern

Nach Expertenmeinung nehmen verschiedene Vergiftungen den ersten Platz in der Liste der Leiden ein, die uns während Auslandsreisen erwarten. Die Versuchung, exotische Speisen zu probieren, ist groß, und viele Reisende beachten dabei kaum eine vernünftige Mäßigung. Einige Betreiber von Gastronomiebetrieben (besonders an beliebten Kurorten) halten sich nicht allzu gewissenhaft an sanitär-hygienische Normen. Als Folge entstehen zahlreiche Episoden gastrointestinaler Infektionen – von der banalen Lebensmittelvergiftung bis hin zu Dysenterie und anderen schweren Erkrankungen. Erholungssuchende kaufen an den Stränden verschiedene Getränke, Früchte und Beeren oft ein. Durch die Hitze verderben diese Naschwerke schnell; dies wird zur Ursache von Vergiftungen. Kinder bekommen Magen-Darm-Infektionen nicht selten durch das Verschlucken von Wasser während des Badens; auf Erwachsene, die gerne trinken, lauert eine ähnliche Gefahr: Eis für Cocktails wird oft aus Leitungswasser hergestellt, dessen Qualität nicht hoch sein kann.

Im Sommer wenden sich viele Sonnenanbeter an Ärzte mit Klagen über Sonnenbrand und Hitzschlag. Jeder träumt von einer prächtigen Südbräunung, doch der Versuch, diese in zwei bis drei Tagen zu erreichen, endet oft schlecht. In Gebirgsregionen gelten Traumata als häufige Verletzungen, die unerfahrene Skifahrer beim Abstieg erleiden.

Besonders gefährlich für die Gesundheit von Touristen sind Kontakte mit Vertretern exotischer Fauna. Es geht nicht um Bekanntschaften mit Riesenschlangen oder Krokodilen: Ein Biss eines Insekts oder eines Korallenriffbewohners kann im Falle einer allergischen Reaktion zu sehr traurigen Folgen führen. Verbreitet in Ländern mit tropischem Klima sind Krankheiten, die durch bestimmte Parasiten verursacht werden; sie leben unangenehm in Brackwasserbecken oder am Sand der Strände. Die Diagnostik und Behandlung dieser Leiden kann sehr kompliziert und langwierig sein.

Für reisende Personen mit Allergien stellen exotische Amphibien, Reptilien sowie – insbesondere prächtige und blühende – Pflanzen eine Gefahr dar. Auch krankhafte Reaktionen des Organismus können durch unbekannte Speisen, Getränke, Früchte, Gewürze oder pflanzliche Farbstoffe ausgelöst werden, die zur Herstellung von Textilien verwendet werden. Dies sollte man beim Kauf von Souvenirs und beim Besuch lokaler Märkte im Gedächtnis behalten.

Touristen, die einen Urlaub in Ländern Südostasiens, Afrikas oder Südamerikas verbringen, laufen Gefahr, sich an Malaria, Gelbfieber und Durchfallerkrankungen anzustecken. Auch das Risiko einer Salmonellose-Infektion ist in diesen Regionen im Vergleich zu zivilisierteren Erholungsorten sehr hoch.

Vorbereitung auf die Reise und Verhaltensregeln während des Urlaubs.

In der Regel liegt es den Reisenden selbst, die im Ausland in Gedränge geraten sind, daran schuld. Die Gründe dafür sind völlig offensichtlich: Auf dem Urlaub möchte man geschwächt werden, Probleme haben und einfach neue Eindrücke vergessen. Jedoch ist Sorglosigkeit in dieser Angelegenheit unzulässig. Um sich zu schützen und einen problemlosen Urlaub zu gewährleisten, müssen folgende vorläufige Schritte unternommen werden:

  • Erkennen Sie vorab die Krankheiten, die in der von Ihnen geplanten Reisezielregion verbreitet sind. Nutzen Sie dazu nicht nur Informationen von Reisebüros, sondern auch andere Quellen wie Reiseführer, Erfahrungen anderer Reisender oder das Internet;
  • Konsultieren Sie Ihren behandelnden Arzt hinsichtlich der Möglichkeit einer prophylaktischen Impfung. Viele schwere Erkrankungen können durch Impfungen verhindert werden. Diese Angelegenheit sollte bereits lange vor dem Urlaub besprochen werden, da die meisten Impfungen nicht sofort erfolgen und einige von ihnen eine Wartezeit von zwei bis drei Monaten bis zur Abreise ins Ausland erfordern. Übrigens verbieten manche Staaten nicht geimpften Touristen die Einreise; es ist daher ebenfalls nützlich, dies im Voraus zu prüfen. Impfungen gegen exotische Infektionen werden auf gebührenpflichtiger Grundlage angeboten, doch wenn Ihr Gesundheitszustand dies zulässt, sollten Sie sie durchführen, da eine Behandlung im Falle einer Ansteckung deutlich teurer ausfallen würde.
  • Sammeln Sie Ihre Reiseapotheke. Diese sollte Medikamente zur Behandlung chronischer Erkrankungen sowie Mittel gegen Durchfall und andere Magen-Darm-Störungen (z. B. Enzyme, Aktivkohle) enthalten. Zudem sollten Hustenmittel, Schmerzmittel (Analgetika und Spasmolytika), Antihistaminika sowie antivirale Salben mitgenommen werden, da bei vielen Menschen durch den Klimawechsel Herpes-Symptome auftreten können. Unverzichtbar sind ferner Verbandmaterialien (Binden, Pflaster), ein antiseptisches Spray, Augentropfen zur Linderung von Ermüdung, Mittel gegen Insektenstiche sowie Cremes gegen Wasserteilchen und Beinschmerzen. Bei der Auswahl der Präparate ist zu prüfen, ob sie für die Einfuhr in das Ziel Land zugelassen sind.

Verhaltensregeln beim Urlaub im Ausland

Während des Urlaubs sollten Sie Folgendes vermeiden:

  • Exotische Speisen und Getränke genießen
  • Rohes oder ungekochtes Wasser trinken
  • An unkulturierten Orten essen und bei willkürlichen Verkäufern einkaufen
  • In Gletscherseen baden
  • Barfuß am Strand spazieren gehen
  • Zum Mittagessen in der prallen Sonne bräunen und im Freien schlafen
  • Exotische Tiere und Insekten nicht anfassen
  • Lokale Pflanzen nicht berühren
  • Sich ohne Anleitung eines erfahrenen Ausbilders extremen Sportarten wie Abtauchen oder Surfen widmen

Getrennt muss man über die Reiseversicherung und den Gesundheitsschutz sprechen: Viele Touristen halten eine solche Versicherung für unnötig, was fatal ist. In beliebten Reisezielen wie Ägypten, der Türkei oder Indien treten Krankheiten und Unfälle häufig auf; die Versicherung garantiert erst die medizinische Versorgung vor Ort. Eine verantwortungsbewusste Haltung gegenüber der eigenen Gesundheit bedeutet nicht nur den Kauf einer minimalen Versicherung, sondern auch die Erweiterung des Leistungsumfangs entsprechend dem geplanten Erholungsziel (Strand-, Tourismus- oder Alpenurlaub).

Für Reisen in Schengen-Länder ist die Beantragung eines Reiseversicherungszertifikats gleichzeitig mit dem Visum erforderlich; andernfalls können Reisende an der Grenze abgewiesen werden. In den USA ist eine medizinische Versicherung zwar nicht zwingend vorgeschrieben, doch bei einer Erkrankung müssen Sie mit hohen Behandlungskosten rechnen. Diese Aspekte sollten lange vor der Reise geklärt werden, um unangenehme Überraschungen am letzten Moment zu vermeiden.

Wer ins Ausland reist, sollte verstehen, dass nur Verantwortungsbewusstsein und Vorsicht helfen, Unannehmlichkeiten zu vermeiden. So bleibt die Erholung vollständig unbelastet. Eine fundierte Vorbereitung und vernünftiges Verhalten garantieren dem Reisenden nicht nur das Fehlen von Gesundheitsproblemen, sondern auch positive Eindrücke in hohem Maße.

Ob Das sollten Sie wissen:

Im Bestreben, Kranke zu heilen, übertreiben Ärzte oft; so erlebte beispielsweise Charles Jensen zwischen 1954 und 1994 mehr als 900 Operationen zur Entfernung von Neubildungen.


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