Natriumnitrit

Pharmakologischer Wirkmechanismus

Natriumnitrit Durch die Reaktion zwischen Natriumsalzen und Nitrit-Ionen im wässrigen Milieu entsteht Natriumnitrit.

In der Medizin wird das Salz gefäßerweiternd eingesetzt und dient als Gegengift bei Cyanidvergiftungen; zudem fungiert es in der Lebensmittelindustrie als Konservierungsmittel.

Das Mittel verringert den Blutfluss zum rechten Herzvorhof, erweitert periphere Venen und reduziert den peripheren Gefäßwiderstand. Zudem ermöglicht die Anwendung von Natriumnitrit eine Verringerung des Sauerstoffbedarfs des Herzmuskels sowie eine Verbesserung der Koronarblutung.

Der therapeutische Effekt ähnelt dem von Amylnitrit, ist jedoch länger anhaltend.

Verabreichungsform

Das Präparat wird als 0,5- bis 2-prozentige Lösung appliziert.

Anwendungshinweise für Natriumnitrit

Natriumnitrit wird therapeutisch bei Angina pectoris, zerebralen Krämpfen sowie bei Vergiftungen mit Cyanid-Salzen eingesetzt.

Kontraindikationen

Die Lösung wird oral eingenommen oder intravenös verabreicht Die Anwendung ist kontraindiziert bei Kollaps, Schockzustand, arterieller Hypotension (bei einem Blutdruck von 100/60 mmHg), akutem Myokardinfarkt, toxischer Lungenödem, Hirnblutung sowie intrakranieller Hypertension und Glaukom.

Gebrauchsanweisung für Natriumnitrit

Natriumnitrit wird zur Behandlung von Angina pectoris eingesetzt. Zur Linderung von Krämpfen in den Hirngefäßen nach dem Essen: 2–3-mal täglich je 100–200 ml einer 0,5 %igen Lösung. Die zulässigen Dosierungen für Erwachsene betragen einmalig 300 mg und eintägig 1 g.

Bei einer Cyanidvergiftung wird intravenös eine 1–2 %ige Lösung appliziert (Dosis: 10–20 ml).

Nebenwirkungen

Bei unkontrollierter oraler Anwendung kann Natriumnitrit schädlich sein: Es entstehen Verwirrungen in Form von Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen und Übelkeit. Die Wirkung des Mittels auf das Gefäßsystem kann von Kopfschmerzen, Hautrötung, Schwindel, Blutdrucksenkung und Pulsbeschleunigung begleitet werden.

Schäden durch Natriumnitrit zeigen sich auch bei Anwendung in erhöhten Dosierungen: Es können Kollaps, Ohnmacht, Herzklopfen, Sehstörungen, vermehrtes Schwitzen, Darmkoliken, Melena, Bradykardie, Dyspnoe, AV-Block, Lähmungen und Krämpfe entstehen. Um die Symptome einer Überdosierung zu lindern, muss der Magen ausgewaschen werden. Beginnt eine Methämoglobinämie (eine Form der Hypoxie), so ist es notwendig, das Erbrechen zu provozieren und intravenös 1 %ige Lösung von Methylenblau – 1–2 mg/kg des Körpergewichts – einzuleiten; eine ärztliche Hilfe ist obligatorisch.

Die tödliche Dosis für den Menschen liegt zwischen 2 und 6 Gramm der Substanz.

Ob Wichtig zu wissen:

Laut Statistiken steigt das Risiko für Rückentraumata am Montag um 25 % und das Risiko für einen Herzinfarkt um 33 %. Seien Sie bitte vorsichtig.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt