7. Schwangerschaftswoche

In der 7. Schwangerschaftswoche hat sich das Fötusalter bereits auf 5 Wochen entwickelt, da in der Geburtshilfe die Frist vom ersten Tag der letzten Menstruation berechnet wird. Das Gewicht des Embryos in der 7. Schwangerschaftswoche beträgt etwa 1 Gramm

Veränderungen des Embryos

In der 7. Schwangerschaftswoche beträgt die Kopflänge (Biparietaler Durchmesser) bei Messung von Scheitel bis zum Occiput bereits 11–14 mm; das Gewicht liegt zwischen einem und der Hälfte der Körperlänge, wobei sich der Kopf des Embryos bildet. Aufgrund Besonderheiten der Blutversorgung entwickeln sich die Gliedmaßen schneller als die Stümpfe: Die Extremitäten sind im Ellbogen gebeugt, die Handfläche ist gebildet, und auf den Händen sowie Beinen sind die Finger deutlich erkennbar; alle Systeme und Organe des Embryos entwickeln sich rasch.

Wichtigste Veränderungen des Herz-Kreislaufsystems: Das Herz wurde in Vorhöfe und Kammern unterteilt, um wie bei allen Säugetieren zu pumpen; gleichzeitig entwickeln sich die großen Blutgefäße – Aorta, Lungenvenen und Hohlvene.

In der 7. Schwangerschaftswoche besitzt das zukünftige Kind bereits alle Hauptbereiche des Gehirns (es ist in zwei Halbkugeln unterteilt) sowie Organe des Hör- und Sehapparats; auf dem Kopf des Embryos sind die Ohrmuscheln beidseitig sichtbar, und die Augen werden durch sich bildende Lidfalten bedeckt.

In der 7. Schwangerschaftswoche ist am Embryo ein Schwanz sichtbar, der bis zur 10. Woche erhalten bleibt.

Die Blutbildung erfolgt derzeit in der Leber des Fötus; dort entstehen auch Gallengänge. Gleichzeitig entwickeln sich Luftröhre, Speiseröhre und Darmkanal. In der Bauchspeicheldrüse wird das erste Insulin – ein Hormon, das den Kohlenhydrathaushalt reguliert – produziert.

Die Plazenta wächst zunehmend und übernimmt die Rolle bei der Lebenserhaltung des Fötus: Sie versorgt ihn mit Sauerstoff und Nährstoffen sowie dem Abtransport von Stoffwechselprodukten. Die Nabelschnur bildet sich aus; das matozno-plazentare Blut wird praktisch vollständig festgestellt.

In der 7. Schwangerschaftswoche ist das Geschlecht des Fötus mittels Ultraschall noch nicht erkennbar. In dieser Phase entwickeln sich jedoch die inneren Geschlechtsorgane: bei männlichen Embryonen differenzieren sich die Hoden, bei weiblichen die Eierstöcke. Äußerlich zeigt sich lediglich ein kleiner Tuberkel zwischen den Beinen, der später zu den äußeren Geschlechtsorganen heranwächst.

Ab der 7. Schwangerschaftswoche beginnt der Fötus mit Bewegungen; diese werden von der Mutter jedoch aufgrund des geringen Umfangs des Embryos noch nicht wahrgenommen.

Die Veränderungen im Organismus der Frau in der 7. Schwangerschaftswoche

Der Fokus liegt auf der Geschwindigkeit des Wachstums des Fötus und den weiblichen Geschlechtsorganen. Die Gebärmutter vergrößert sich bereits zweimal, obwohl die Bauchdecke bis zur 7. Schwangerschaftswoche ihre Form noch nicht verändert hat. In dieser Phase vergleichen Frauen die Größe der Gebärmutter oft mit einer großen Zitrone. Wenn die Gebärmutter bereits vergrößert ist, übt sie Druck auf die umgebenden Organe aus; bei einigen Frauen zeigt sich dies durch eine beschleunigte Harnfreisetzung.

In der 7. Schwangerschaftswoche zeigt die Frau oft einen gesteigerten Appetit, da der Organismus versucht, Nährstoffe für das Wachstum des Fötus bereitzustellen. Obwohl eine strenge Kalorienbeschränkung nicht notwendig ist, sollte das Gewicht kontrolliert werden, um die von Geburtshelfern empfohlenen Grenzwerte nicht zu überschreiten.

Das Blutvolumen in den Gefäßen nimmt bereits um etwa 10 % zu. Die Größe des Fötus in der 7. Schwangerschaftswoche liegt zwischen 11 und 14 Millimetern

Die Schmerzen können in der 7. Schwangerschaftswoche auftreten, da die Gebärmutterbänder durch das wachsende Fötusgewicht gespannt werden. Solange sie lokalisiert sind und nicht mit inneren Blutungen einhergehen, sind diese Beschwerden harmlos. Um unangenehme Empfindungen zu lindern, wird empfohlen, längere Zeit in einer vertikalen Position (stehend) zu vermeiden.

In der 7. Schwangerschaftswoche können ziehende oder krampfartige Schmerzen im Unterbauch auftreten, ähnlich wie bei der Menstruation. Dies sind die ersten Symptome einer Fehlgeburt; in diesem Fall ist es ratsam, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen. Blutungen in dieser Phase werden häufig von Leibschmerzen begleitet. Die Blutung kann zunächst langsam mit einigen Tropfen scharlachroten Blutes beginnen und sich dann schnell zu einer reichlichen Blutung steigern. Je schneller die Schwangere medizinische Hilfe sucht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, die Schwangerschaft erfolgreich zu beenden. Normale Sekrete in der 7. Schwangerschaftswoche – so genannte 'Bleichen' – können unter dem Einfluss hormoneller Verschiebungen verstärkt auftreten.

Unangenehme Empfindungen können sich in der Brust als Schwellungen manifestieren.

Ultraschalluntersuchung in der 7. Schwangerschaftswoche

Die Ultraschalluntersuchung in der 7. Schwangerschaftswoche zeigt die Lage des Embryos, die Anzahl der Früchte sowie das Herzklopfen und die Bewegungen des Embryos an.

Der Arzt empfiehlt bei der Erstvorstellung zur Schwangerschaftsfürsorge die Überweisung zu Spezialisten (Internist, Augenarzt, Zahnarzt), die Durchführung eines EKGs, die Bestimmung von Blutgruppe und Rhesusfaktor sowie die Analyse von Blut und Urin; einige Untersuchungen müssen während der Schwangerschaft wiederholt werden.

Ob Das sollten Sie wissen:

Patientinnen unter Antidepressiva-Therapie leiden häufig erneut an Depressionen; wer jedoch die Niedergeschlagenheit allein bewältigt, hat gute Chancen, diesen Zustand dauerhaft zu überwinden.


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