Der Kern > Gesundheitsartikel > Die zehn weltweit häufigsten Phobien

Die zehn weltweit häufigsten Phobien

Die Phobie ist die aufdringliche Angst vor einem bestimmten Inhalt, die wider Willen des Menschen in der konkreten Situation gezeigt wird. Obwohl die Begriffe Phobie und Angst ähnlich sind, stellt die Phobie eine Abweichung dar: Während die Angst eine physische Abwehrfunktion der Psyche erfüllt, ist die Phobie ihre Störung. Der Mensch kann unbewusste, grundlose Ängste, die von neurotischen Symptomen wie Zittern oder Schüttelfrost begleitet werden, vor alltäglichen Erscheinungen – beispielsweise vor der Fahrt in der U-Bahn oder einem einfachen Hund – nicht ertragen. Psychotherapeuten haben bisher über 500 verschiedene Phobien identifiziert; doch im modernen Leben treffen sich nur etwa ein Dutzend davon besonders häufig. Wir betrachten hier die Top-Zehn.

Nyktophobie (die Angst vor Dunkelheit)

Die populärste Angst der Gegenwart, die weder alters- noch geschlechtsabhängig ist: Etwa zehn Prozent der Kinder erleben diese Angst; nach dem 18. Lebensjahr gestehen nur etwa zehn von hundert Menschen die Angst vor der Nacht ein. Die Nyktophobie manifestiert sich nicht als panischer Zustand vor Dunkelheit allein, sondern durch schreckliche Bilder, die die Einbildungskraft des Kranken auf diesem Hintergrund projiziert hat. Wenn die Angst vor Dunkelheit im Kindesalter nicht überwunden wird, kann sie unkontrollierbar zu einem Auslösemechanismus für kardiovaskuläre Pathologien und Funktionsstörungen des Zentralnervensystems werden.

Nyktophobie (Bewusstseinsstörung)

Akrophobie (die Angst vor Höhen)

Die Angst vor Höhen ist die zweithäufigste Phobie und betrifft etwa sieben Prozent der gesamten Weltbevölkerung. Sie zeigt sich als unbewusste Besorgnis in Situationen, die Neurosen auslösen: Flugreisen, Fahrten mit Seilbahnen oder Blicken aus Fenster des Hochhauses. Patientinnen können während Panikattacken weder ihre Gedanken noch ihre Empfindungen kontrollieren; einige kämpfen mit dem aufdringlichen Wunsch, nach unten zu springen, obwohl im alltäglichen Leben bei diesen Menschen keine Neigung zu suizidalen Taten besteht.

Akrophobie (Höhenangst)

Aerophobie (die Angst vor Flugzeugflügen)

Die Angst vor Flugzeugflügen erschwert das Leben jedem zehnten Fluggast. Diese Verwirrung manifestiert sich als Besorgnis, die auf die Angst vor einem möglichen Massenunfall konzentriert ist, und kann durch andere Phobien – wie Akrophobie oder Thanatophobie (die Todesangst) – provoziert sein. Die ersten Symptome der Aerophobie – Anstrengung, Erbrechungsverlangen und Kopfschmerzen – beginnen bereits vor dem Flug und erreichen ihren Höhepunkt beim Aufschwung, begleitet von Panikattacken und dem unbewussten Wunsch, den Transport zu verlassen.

Aerophobie (Angst vor Flugzeugflügen)

Klaustrophobie (die Angst vor geschlossenen Räumen)

Das klassische Beispiel für Klaustrophobie ist die Angst vor Fahrten im Aufzug. Leidende dieser Phobie erleben in geschlossenen Räumen ein breites Spektrum negativer Emotionen – von einer unbedeutenden Pulsbeschleunigung bis hin zu Ohnmachtszuständen. Laut Statistik leiden 5–7 % der Bevölkerung weltweit an der schweren Form der Klaustrophobie, die von Panikattacken begleitet wird; dabei können Symptome wie Verwirrung auch durch das Tragen enger Kleidung oder einer zu engen Krawatte provoziert werden.

Klaustrophobie (Angst vor geschlossenen Räumen)

Aquaphobie (die Angst vor Wasser)

Nach Ansicht von Psychotherapeuten sind traumatische psychologische Erlebnisse mit Wasser in der Vergangenheit die häufigste Ursache für Aquaphobie. Diese unbewusste Angst gegenüber einem Aspekt des alltäglichen Lebens erschwert das Leben jedem zweiten Menschen, insbesondere nach einem Unfall auf dem Wasser. Schwere Symptome einer physiologischen Wasserscheu, wie krampfartige Zuckungen und Schluckbeschwerden, können bei Patientinnen mit Tetanus oder Tollwut beobachtet werden.

Aquaphobie (Wasserangst)

Ofidiophobie (die Angst vor Schlangen)

Fast jeder ängstliche Mensch ist ofidiophob; jedoch liegt die Angst vor Schlangen bei kranken Menschen, die an einer ausgeprägten Ofidiophobie leiden, in einem breiteren Umfang vor. Die pathologische Angst vor Schlangen wird von aufdringlichen Gedanken über das Eindringen eines Reptils ins Heim oder einen giftigen Biss begleitet und kann in einigen Fällen durch eine Thanatophobie verstärkt werden, was zu einer schweren psychischen Verwirrung führt.

Ophidiophobie (Schlangenangst)

Hämatophobie (die Angst vor Blut)

Das beschleunigte Herzklopfen, das Zittern, die Blässe der Person sowie Hypotonie und Ohnmachten sind Merkmale, durch welche eine physische Abneigung beim Anblick von Blut in eine pathologische Angst übergeht, die den Betroffenen psychologische Hilfe benötigt. Als Hauptursache für Hämatophobie gilt oft eine erbliche Veranlagung; jedoch ist das Auftreten der Krankheit infolge unqualifizierter ärztlicher Eingriffe und Kindheitstraumata ebenfalls häufig und macht mehr als 40 % aller Fälle aus.

Hämatophobie (Blutsehsangst)

Thanatophobie (die Angst vor dem Tod)

Die Thanatophobie ist eine komplexe psychische Verwirrung, die eng mit der Lebensphilosophie des Kranken verwoben ist. Der Zustand einer unkontrollierbaren Angst vor dem physiologischen Tod und seinen Aspekten kann durch ein psychologisches Trauma ausgelöst werden, das mit dem Verlust naher Angehöriger oder religiösen Überzeugungen verbunden ist. Zudem dient die Thanatophobie oft als Folge eines misslungenen Bewältigungsversuchs der Krise im mittleren Lebensalter, was häufig eine Korrektur der Erkrankung erschwert.

Thanatophobie (Todesangst)

Autofobie (die Angst vor Einsamkeit)

Häufige Ursachen für Autofobie sind nicht die Positionen in der modernen Gesellschaft, sondern psychoverletzende Situationen, die mit dem Verlust naher Menschen verbunden sind, sowie Erziehungsfehler, die im Kindesalter zugelassen wurden. Die Phobie nimmt unter den Bewohnern von Metropolen zu, die sich in einer Atmosphäre ständiger Beschäftigung aufhalten und beginnen, Einsamkeit, Langeweile, Unbehagen und das beängstigende Gefühl der eigenen Unnötigkeit zu erleben. Bei schweren Fällen werden die Symptome der Phobie durch panische Attacken und sogar Suizidversuche erschwert.

Autophobie (Angst vor Einsamkeit)

Glossophobie (die Angst vor öffentlichen Reden)

Die Aufregung vor einer öffentlichen Rede betrifft nach Ansicht von Psychologen mehr als 95 % der Menschen; es handelt sich um einen physischen Zustand der menschlichen Psyche, gegenwärtig jedoch leiden darunter nicht mehr als 3 %. Als Besonderheit dieser Phobie gilt die unbewusste Angst vor jeder Aktion in der Öffentlichkeit, begleitet von Zittern und Veränderungen des arteriellen Blutdrucks, selbst wenn das Sprechen vor einem gut bekannten Hörsaal fällt. Zu den häufigen Ursachen zählen eine niedrige Selbsteinschätzung, negative Kindheits-Erfahrungen sowie ein introvertiertes Persönlichkeitsprofil.

Glossophobie (Angst vor öffentlichen Auftritten)

Ob Wissen Sie:

Beim regelmäßigen Besuch eines Solariums steigt die Wahrscheinlichkeit, an Hautkrebs zu erkranken, auf 60 %.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt