Krätze

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Symptome der Krätze beim Erkrankten

Die menschliche Krätze ist eine infektiöse Parasiterkrankung der Haut. Sie war bereits in antiken Zeiten der Menschheit bekannt, doch lange Zeit konnten Ärzte den Parasiten nicht identifizieren und leugneten die pathogene Natur der Krankheit; das Auftreten von Hautdefekten wurde mit dem emotionalen Zustand der Patienten verknüpft. Heute ist bekannt, dass sich die Krätze bei Kindern und Erwachsenen durch den Lebenszyklus des Milbens Sarcoptes scabiei manifestiert. Sie sind im Alltag weit verbreitet, übertragen sich leicht Mensch-zu-Mensch und lösen verschiedene allergische Reaktionen aus. Trotz der Häufigkeit des Erregers erschwert eine zeitgemäße labormedizinische Diagnostik aufgrund unzureichender personeller Ausstattung und fehlender notwendiger Ausrüstung in den Institutionen die Diagnosestellung.

Der Erreger der Krätze

Krätze wird durch die Aktivität der Milben *Sarcoptes scabiei* verursacht. Diese besitzen winzige Abmessungen und sind bei gewöhnlicher Betrachtung mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. Beim Eindringen in die menschliche Haut bohren die Weibchen einen Gang und beginnen, sich tief ins Dermis zu graben, wodurch sie charakteristische Tunnelstrukturen bilden. Anschließend legt das befruchtete Weibchen im entstandenen Gang die Nachkommenschaft ab.

Die menschliche Krätze manifestiert sich typischerweise an Handflächen, Fußsohlen, Handgelenken sowie Geschlechtsorganen (bei Männern). Die Lokalisation des Erregers in diesen Bereichen ist nicht zufällig, sondern hängt von zwei Faktoren ab: der geringen Behaarung und der dünnen Epidermis. Zudem sind die Schweißdrüsen an Fußsohlen und Handflächen besonders ausgeprägt; sie scheiden Schweiß aus, der die von den Milben gegrabenen Gänge erfüllt und optimale Bedingungen für die Entwicklung der Nachkommenschaft schafft. Nach dem Schlüpfen entwickeln sich die Larven rasch zu erwachsenen Individuen, gelangen an die Hautoberfläche und wiederholen den Entwicklungszyklus. Ferner wird beobachtet, dass bei bestehender Krätze die Symptome fortschreiten: Der Patient überträgt die Infektion durch ständiges Reiben auf gesunde Hautbereiche.

Das Auftreten der Milbe führt zu unterschiedlichsten Komplikationen. Dies liegt daran, dass die Produkte ihres Lebenszyklus mit dem menschlichen Organismus von vornherein unvereinbar sind und allergische Reaktionen auslösen sowie zur Entstehung zahlreicher Entzündungsherde beitragen. Besonders intensiv wird die Krätze in den abendlichen und nächtlichen Stunden empfunden, wenn die Parasiten am aktivsten sind.

Übertragungswege

Eine Hauptquelle von Krätzmilben sind Menschen sowie Haushaltsgegenstände, mit denen sie in Kontakt kommen. Das Übertragen auf gesunde Personen erfolgt leicht beim Händedruck oder bei direktem Hautkontakt im öffentlichen Verkehr. Häufig treten familiäre Ausbrüche der Erkrankung auf, da Familienmitglieder oft gemeinsame Handtücher und andere Hygieneartikel verwenden. Zudem erklärt sich die Krätze zu 100 % praktisch immer durch sexuelle Kontakte mit einem infizierten Partner.

Krätze-Symptome

Die Inkubationszeit bis zum Auftreten der Symptome reicht von wenigen Stunden bis zu 1,5 bis 2 Wochen. Zu den Hauptsymptomen zählen:

  • Juckreiz – tritt etwa einen Monat nach der Infektion auf und stellt eine Reaktion des Organismus auf die Larven und Nymphen der Krätzmilbe dar. Die unangenehmen Empfindungen verstärken sich abends und in der Nacht.
  • Kratzspuren – diese sehen aus wie kleine, weißliche Streifen mit einer Länge bis zu 1 cm (meistens als Ductus bezeichnet). Sie befinden sich häufig am Bauch, an den Gesäßbacken, an den Füßen, in der Achselgegend sowie auf den Handflächen und in den Armbeugen.
  • Entwicklung von Hautveränderungen wie Krusten, trockenen Schuppen und Pusteln.

Krätze im Kindesalter

Bei Kindern verläuft die Krätze häufig schwerwiegender als bei Erwachsenen. Die Diagnose umfasst die Behandlung des Kindes durch Entfernung der Parasiten von allen Bereichen der Hautoberfläche, einschließlich der behaarten Kopfhaut; zudem können entzündliche Prozesse auch die Nägel betreffen, die sich durch Kratzspuren abdecken und dabei stark verdicken oder lockern. Durch die Tätigkeit der Krätzmilben können weitere Infektionen hinzukommen, was Diagnostik und Behandlung erheblich erschwert.

Zur Diagnostik der Krätze: Das Weibchen der Krätzmilbe kann nur mikroskopisch erkannt werden; für labormedizinische Untersuchungen werden Hautabstriche sowie Hautkratzer des betroffenen Bereichs verwendet.

Behandlung der Krätze

Tabletten zur Behandlung der Krätze beim Menschen

Das Therapieschema wird auf Basis der Ergebnisse einer labormedizinischen Diagnostik festgelegt. Für eine erfolgreiche Therapie ist die Beachtung der folgenden Bedingungen unerlässlich:

  • Bei Diagnosestellung und Behandlungsplanung müssen alle Mitglieder des infizierten Herdes (Familienmitglieder, Kontaktpersonen) einbezogen werden.
  • Während der Behandlung sollten Patienten sowie ihre Bettwäsche nicht gewaschen werden, um eine Reinfektion zu vermeiden.
  • Kleidung sowie andere von der Patientin berührte Gegenstände müssen desinfiziert werden.
  • Das Mittel gegen Krätze muss auf den gesamten Körper aufgetragen werden, nicht lediglich auf die betroffenen Stellen.

Die moderne Medizin bietet eine breite Palette an Medikamenten. Die menschliche Krätze wird erfolgreich mit Salben, Lösungen und Suspensionen behandelt. Auch Volksheilmittel können wirksam sein, jedoch ist ihre Erfolgsquote oft geringer als bei der konventionellen Therapie. Zu den am weitesten verbreiteten Präparaten gehören Benzylbenzoat, Spregal sowie schwefelhaltige Salben. Zur Vermeidung allergischer Reaktionen und Entzündungen werden Antihistaminika (z. B. Suprastin, Claritin) eingesetzt.

Es ist möglich, dass die Symptome der Krätze auch nach Abschluss des Therapieschemas bestehen bleiben. In diesem Fall müssen alle Prozeduren unter Verwendung stärkerer und wirksamer Mittel wiederholt werden.

Die Behandlung von Krätze mit Volksheilmitteln;

Bitte konsultieren Sie vor der Anwendung beliebiger Hausmittel einen Experten, der Ihnen Details zu den Besonderheiten dieser Methoden sowie zu möglichen Nebenwirkungen erläutert. Wir stellen hier die effektivsten Rezepte zusammen.

  • Mischen Sie einen Esslöffel Terpentin mit zwei Esslöffeln Butter. Die entstehende Mischung wird vor dem Einschlafen auf die Haut aufgetragen.
  • Ein Teelöffel Schnurkraut wird mit vier Löffeln Vaseline gemischt; das Mittel ist für die äußere Anwendung bestimmt und wird auf den gesamten Körper, nicht nur auf die betroffenen Bereiche, aufgetragen.
  • Birkenpech wird als gleichmäßiger Film auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und nach 3 bis 4 Stunden mit warmem Wasser abgewaschen.
Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Die Leber ist eines der wichtigsten Organe des Körpers; ihr durchschnittliches Gewicht beträgt 1,5 kg.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt