Infesol 40

Infesol 40 Infesol 40 – Arzneimittel zur parenteralen Ernährung als Elektrolyt- und Aminösäurelösung.

Darreichungsform und Inhalt

Medikamentöse Form – Infusionslösung: farblos oder mit gelblicher Schattierung des transparenten Liquors, spezifischer Geruch (in durchsichtigen Glasflaschen à 100, 250 oder 500 ml; in der Pappschachtel 10 Flaschen).

Zusammensetzung der Lösung (pro 1000 ml):

  • Glycin: 7 g;
  • L-Glutaminsäure: 5 g
  • L-Arginin: 4,55 g
  • L-Alanin: 4 g
  • L-Phenylalanin: 3,15 g
  • L-Leucin: 2,75 g
  • L-Lysin-Hydrochlorid: 2,5 g (davon L-Lysin 2 g)
  • L-Isoleucin: 2,1 g
  • L-Asparaginsäure: 2 g
  • L-Valin: 2,25 g
  • L-Methionin: 1,75 g
  • L-Threonin: 1,6 g
  • L-Histidin: 1,35 g
  • L-Tryptophan: 0,5 g
  • Xylit: 50 g
  • Natriumacetat-Trihydrat: 3,4 g (davon Natriumacetat: 2,05 g)
  • Kaliumchlorid: 1,86 g
  • Natriumhydroxid: 0,6 g
  • Magnesiumchlorid-Hexahydrat: 0,51 g (davon Magnesiumchlorid: 0,24 g)

Gesamtstickstoffgehalt: 6,3 g/l; Aminosäurengesamtgehalt: 40 g/l.

Theoretische Osmolarität: 801,8 mosmol/l; energetischer Wert der Lösung: 1551 kJ/l.

Hilfsstoffe: Wasser für Injektionszwecke, Natriummetabisulfit.

Anwendungshinweise

  • Parenterale Ernährung
  • Prophylaxe und Therapie eines Eiweißdefizits, das im Zusammenhang mit übermäßigen Verlusten oder einem erhöhten Bedarf sowie infolge gestörter Stoffwechselprozesse verschiedener Genese entstanden ist.
  • Substitution von Flüssigkeitsverlusten bei chirurgischen Eingriffen, Verbrennungen und Blutungen

Kontraindikationen

  • Dezkompenzierte Herzinsuffizienz
  • Schwere Leberinfektionen
  • Schwere Stadien der Niereninsuffizienz (bei einem Kreatininwert von 30 µmol/l)
  • Die Fölling-Krankheit sowie andere Stoffwechselstörungen im Aminosäurehaushalt
  • Schwere Formen des Schädel-Hirn-Traumas
  • Metabolische Azidose
  • Methanolvergiftung
  • Schock
  • Akutes Lungenödem
  • Bronchialasthma
  • Hyperkaliämie
  • Hypoxie
  • Elektrolytstörungen
  • Überhydratation
  • Patienten im Alter von bis zu 2 Jahren
  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Infesol 40 ist während der Schwangerschaft und Stillzeit nur unter ärztlicher Aufsicht anzuwenden; die Notwendigkeit der Anwendung wird vom behandelnden Arzt festgelegt.

Anwendungsart und Dosierung

Das Präparat ist für die intravenöse langsame Tröpfcheninfusion bei ständiger Überwachung des Patienten vorgesehen.

Die Dosierung wird vom Arzt unter Berücksichtigung der klinischen Befunde, des Patientenzustands und des Bedarfs an Aminosäuren sowie Elektrolyten festgelegt. Das empfohlene Tagesdosisschema:

  • Erwachsene: 0,6 g bis 1,0 g Aminosäuren oder maximal 25 ml Lösung pro Kilogramm Körpergewicht täglich; bei katabolen Zuständen: 1,3 g bis 2,0 g Aminosäuren oder maximal 50 ml Lösung pro Kilogramm Körpergewicht täglich.
  • Kinder im Alter von 2 bis 18 Jahren: 1,0 g bis 2,0 g Aminosäuren oder maximal 50 ml Lösung pro Kilogramm Körpergewicht täglich.

Bei erhöhtem Kalorien- und Flüssigkeitsbedarf kann die Gabe durch Zugabe von Glukose, Elektrolytlösungen sowie anderen Mitteln ergänzt werden.

Beim Übergang auf eine orale Teilernährung wird die Dosis der Applikation des Präparats proportional zur Anzahl der aufgenommenen Kalorien und Flüssigkeit reduziert.

Bei hoher Infusionsgeschwindigkeit kann es zu einer Nephrose oder zum Verlust von Aminosäuren sowie Störungen ihres Gleichgewichts kommen.

Die Dosierung für Patientinnen mit Nieren- und Leberinsuffizienz wird individuell angepasst.

Die Anwendungsdauer wird vom Arzt in der Regel bis zum vollständigen Übergang auf eine orale oder enterale Ernährung festgelegt.

Nebenwirkungen

Die Verträglichkeit von Infesol 40 ist bei Patientinnen gut.

Zu den seltenen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen sowie Fieber und Schüttelfrost. In Einzelfällen können allergische Reaktionen auftreten.

Aufgrund der raschen Applikation des Präparats ist das Risiko einer Venenreizung erhöht.

Besondere Hinweise

Während der Anwendung von Infesol 40 ist ein regelmäßiges Monitoring der Laborparameter (Nierenfunktion, Elektrolyte im Blutserum, Glukose, Gesamteiweiß, Wasserhaushalt und Säure-Basen-Status) erforderlich. Das Präparat sollte bei Patientinnen mit erhöhter Serum-Osmolarität vorsichtig angewendet werden.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz ist Vorsicht bei der Gabe hoher Dosen geboten. Natriummetabisulfit kann, sehr selten auch bei Asthmatikerinnen, hypersensible Reaktionen auslösen, die von akuten Asthmaanfällen, Erbrechen, Atemnot, Durchfall, Bewusstseinsstörungen und Schock begleitet sein können. Der Verlauf dieser Reaktionen ist individuell unterschiedlich; in Einzelfällen kann jedoch eine Lebensgefahr bestehen.

Die Wechselwirkung zwischen Natriummetabisulfit und Tryptophan kann die Aktivität der Leberenzyme sowie den Bilirubin-Spiegel beeinflussen.

Der Inhalt des Fläschchens muss unmittelbar nach dem Öffnen verwendet werden.

Die Anwendung von Infesol 40 beeinträchtigt nicht die Fahrtauglichkeit oder die Bedienung von Maschinen.

Zu Arzneimittelwechselwirkungen

Bei der Kombination des Präparats mit Thiaminlösung (Vitamin B1) kommt es zur Zersetzung von Thiamin.

Lösungen mit Aminosäuren dürfen nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden, da das Risiko einer Inkompatibilität und mikrobieller Kontamination hoch ist.

Lagerungsdauer und Lagerungsbedingungen.

An einem lichtgeschützten Ort bei einer Temperatur von bis zu 25 °C lagern; vor dem Einfrieren schützen und vor Kindern sichern.

Die Haltbarkeitsdauer beträgt zwei Jahre.

Ob Darauf können Sie sich verlassen:

Jeder Mensch besitzt nicht nur einen einzigartigen Fingerabdruck, sondern auch einen individuellen Zungenabdruck.


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