Mikrofollin

Mikrofollin – ein östrogenhaltiges Arzneimittel.

Darreichungsform und Inhalt

Die Darreichungsform ist eine konvexe, fast weiß gefärbte Tablette mit der Markierung zwei Punkte auf einer Seite. Das Präparat ist geruchlos. Die Packung enthält 10 Tabletten in Blisterpackungen (1 Packung im Pappkarton).

Wirkstoff: Ethinylestradiol; der Gehalt pro Tablette beträgt 50 µg.

Hilfsstoffe: Lactose-Monohydrat, kolloidales Siliciumdioxid wasserfrei, Maisstärke, Gelatine, Magnesiumstearat und Talkum.

Anwendungshinweise

  • Das klimakterische Syndrom
  • Dysmenorrhö
  • Amenorrhö
  • Oligomenorrhö
  • Menorrhagie (auch im Klimakterium)
  • Menorrhagie
  • Akne
  • Ausbleiben der Laktation
  • Prostatakarzinom

Kontraindikationen

Absolut

  • Vorliegen einer essentiellen Ikterus oder Juckreiz im Schwangerschaftsverlauf in der Anamnese
  • Leberfunktionsstörungen
  • Nachkrankheit einer Hepatitis
  • Störungen des zerebralen Kreislaufes
  • Thrombophlebitiden sowie Embolien (auch im Rahmen der Vorgeschichte)
  • Rotter-Syndrom und Syndrom des Knöchels
  • Otosklerose (insbesondere im Verlauf einer Schwangerschaft)
  • Uterusblutung unbekannter Ätiologie
  • Endometriose
  • Vorhandensein oder Verdacht auf hormonabhängige Tumore des Uterus, der Gebärmutterhalses oder der Brustdrüsen
  • Störung des Lipidstoffwechsels
  • Schwangerschaft
  • Überempfindlichkeit gegen das Präparat

Relativ: Mikrofollin ist nur mit besonderer Vorsicht und unter ständiger Kontrolle des Patientenstatus bei bestehendem Risiko für schwere Komplikationen anzuwenden.

  • Kardiovaskuläre Störungen
  • Arterielle Hypertonie
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Bronchialasthma
  • Epilepsie
  • Glaukom
  • Diabetes mellitus

Anwendung und Dosierung

Mikrofollin muss eingenommen werden.

Empfohlene Dosierungsregime:

  • Amenorrhoe und Oligomenorrhö: 20–100 µg/Tag über einen Zeitraum von 20 Tagen, gefolgt von einer intramuskulären Progesteron-Gabe von 5000 µg über 5 Tage;
  • Klimakterische Beschwerden bei Frauen bis zum Alter von 45 Jahren: 50 µg/Tag;
  • Dysmenorrhö: Bis zu 10–30 µg/Tag in drei Einzeldosen über einen Zeitraum von 20 Tagen, beginnend am vierten oder fünften Tag des Menstruationszyklus; alle zwei bis drei Monate wiederholen.
  • Unterdrückung der Milchabsonderung: In den ersten 3 Tagen nach der Geburt – 20 µg dreimal täglich; in den folgenden 3 Tagen – 10 µg dreimal täglich; in den darauf folgenden 3 Tagen – 10 µg einmal täglich.
  • Akne: Bis zu 30–60 µg pro Tag; im Verlauf der Geschlechtsreife – bis zu 10–30 µg pro Tag.
  • Brustkrebs bei Frauen und Prostatakarzinom bei Männern im höheren Alter (ab 50 Jahren): Bis zu 100 µg dreimal täglich in Kombination mit einer Strahlentherapie. Die Behandlung ist langwierig; die genaue Dauer wird individuell geklärt. Die Tagesdosis schrittweise auf ein optimal unterstützendes Niveau von 50 µg herabsetzen.

Nebenwirkungen

  • Bei Patienten beider Geschlechter: Meteorismus, Diarrhöe, Übelkeit, Anorexie, Erbrechen (hauptsächlich bei Anwendung hoher Dosen), Darm- oder Gallenkolik, Pankreatitis, Hepatitis, Obstruktion der Gallenblase, periphere Wassergeschwülste, Kopfschmerzen (einschließlich Migräne), Sehstörungen.
  • Bei Männern: Gynäkomastie, Empfindungsschwäche und Schwäche der Brustdrüsen sowie Libidoverlust.
  • Bei Frauen: Amenorrhö, Durchbruchblutung, menstruelle Schleim- und seröse Sekrete, Libidozunahme, Zunahme des Körpergewichts, Empfindlichkeit und Schwäche der Milchdrüsen sowie Tumore der Milchdrüsen.

Bei Frauen, die wegen eines Brustkrebses behandelt werden, sowie bei Männern mit Prostatakarzinom; zudem können Thrombosen und Embolien auftreten.

Wichtige Hinweise

Vor der Gabe von Mikrofollin muss der Patient eine sorgfältige medizinische Untersuchung der Brustdrüsen sowie anderer Orgale unterzogen werden. Zudem wird die Messung des arteriellen Blutdrucks gefordert. Bei der Dauerbehandlung sollte diese Überprüfung alle sechs Monate wiederholt werden; sie darf nicht seltener als einmal jährlich erfolgen.

Die Gabe von Mikrofollin ist in folgenden Fällen sofort erforderlich: Erhöhung des arteriellen Blutdrucks, langdauernde Immobilisierung (z. B. infolge eines Unfalls), Auftreten der ersten Anzeichen einer Thrombose oder Embolie, Entwicklung einer Gelbsucht, plötzlicher Sehverlust sowie das erstmalige Auftreten häufiger, migräneähnlicher Kopfschmerzen.

Bei der Behandlung von Patientinnen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenfunktionsstörungen, arterieller Hypertonie, Bronchialasthma und Epilepsie ist zu berücksichtigen, dass das Präparat eine Wasserretention sowie eine Natriumansammlung im Organismus auslösen kann.

Bei Patientinnen mit einem offenen Winkelglaukom muss während der Behandlung der Augeninnendruck kontrolliert werden.

Bei Patientinnen mit Diabetes mellitus ist eine Senkung der Glukosetoleranz möglich.

Mikrofollin kann plötzliche maternale Blutungen auslösen; daher ist bei der Notwendigkeit einer Langzeitanwendung eine zyklische Verabreichung erforderlich.

Das Alter der Patientinnen ist zu berücksichtigen, da Östradiol unter bestimmten Bedingungen eine kontrazeptive Wirkung entfaltet (es wirkt als Bestandteil vieler oraler Kontrazeptiva).

Einige endokrine Studien und funktionelle Tests zeigen sichere Ergebnisse erst 2–4 Monate nach Abschluss der Mikrofollin-Therapie.

Medikamentöse Interaktionen

Die Anwendung von Ethinylestradiol sollte in Kombination mit induktiven Metabolisierungspräparaten vorsichtig erfolgen.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen

An einem für Kinder unzugänglichen Ort lagern. Die Temperatur zwischen 15 °C und 30 °C einhalten.

Haltbarkeit: 5 Jahre

Ob Bitte beachten Sie:

In die Arbeitszeit verbraucht unser Gehirn die Energiemenge, die dem Lämpchen die Macht ins 10 Watt gleich ist. So dass die Weise des Lämpchens über dem Kopf zur Zeit des Entstehens des interessanten Gedankens nicht so von der Wahrheit fern ist.


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