Anwendungshinweise
Mirapeks – Wirkstoff zur symptomatischen Behandlung schwerer zentralnervöser Erkrankungen.
Der Inhalt: 1 Tablette
Absolute Kontraindikationen
Relative Kontraindikationen
Tabletten unabhängig von der Nahrungsaufnahme einnehmen; sie mit Wasser schlucken.
Die Tagesdosis ist gleichmäßig auf drei Einnahmen zu verteilen.
Zu Beginn der Therapie wird eine Tagesdosis von 0,375 mg empfohlen; diese wird alle 5 bis 7 Tage schrittweise bis zum Erreichen des maximalen therapeutischen Effekts erhöht.
Das folgende Schema der Dosissteigerung ist einzuhalten:
Bei Empfehlung einer weiteren Erhöhung der Tagesdosis sollte diese wöchentlich bis zum maximal zulässigen Wert von 4,5 mg gesteigert werden.
Für die unterstützende Therapie wird die individuelle Tagesdosis im Bereich von 0,375–4,5 mg angepasst. Unabhängig vom Krankheitsstadium wurde bei einer Tagesdosis von 1,5 mg eine Wirksamkeit beobachtet; in Einzelfällen kann jedoch auch eine zusätzliche therapeutische Wirkung erzielt werden, wenn die Dosis reduziert wird.
Die Behandlung sollte schrittweise über mehrere Tage mit Pramipexol abgesetzt werden.
Bei Patienten, die das Präparat im Rahmen einer komplexen Therapie mit Levodopa einnehmen, ist es während des unterstützenden Kurses sowie bei der Erhöhung der Pramipexol-Dosis erforderlich, die Levodopa-Dosis zu verringern, um eine übermäßige dopaminerge Stimulation zu vermeiden.
Die Anfangstherapie bei Patienten mit Niereninsuffizienz (Kreatinin-Konzentration ≥ 50 ml/min) erfordert keine Dosisanpassung. Bei einer Kreatinin-Konzentration von 20 bis 50 ml/min wird die Behandlung mit 0,25 mg pro Tag begonnen, aufgeteilt in zwei Dosen à 0,125 mg. Bei einer Kreatinin-Konzentration ≤ 20 ml/min erfolgt der Beginn der Therapie mit 0,125 mg einmal täglich.
Verschlechtert sich die Nierenfunktion im Verlauf der unterstützenden Therapie, muss die Pramipexol-Dosis proportional zur Abnahme des Kreatinin-Wertes angepasst werden (beispielsweise bei einer Reduktion auf 30 % auch die Dosis um 30 % gesenkt).
Bei einer Kreatinin-Konzentration (KK) von 20 bis 50 ml/min kann die Tagesdosis in zwei Einzeldosen aufgeteilt werden; bei einer KK ≤ 20 ml/min erfolgt sie als einmalige Einnahme.
Eine Dosisanpassung ist bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz nicht erforderlich.
Als häufigste Nebenwirkungen der Mirapex-Therapie in frühen Erkrankungsstadien werden Verstopfung und Schläfrigkeit beobachtet. In späteren Stadien, wenn Pramipexol in Kombination mit Levodopa eingesetzt wird, treten Halluzinationen und Dyskinesien häufiger auf. Diese unerwünschten Effekte nehmen bei Fortsetzung der Behandlung ab; Übelkeit, Verstopfung und Dyskinesie neigen zum Verschwinden.
Weitere Nebenwirkungen nach Systemen und Organen:
Es wurden Episoden einer pathologischen Glückssucht im Hintergrund der Pramipeksol-Aufnahme beschrieben, insbesondere bei hohen Dosen. Diese Episoden gingen nach Absetzen des Präparates zurück.
Die Entwicklung arterieller Hypotonie wurde unter Anwendung von Mirapexin nicht häufiger beobachtet als unter Placebo. Das Auftreten arterieller Hypotonie trat bei ausgewählten Patienten zu Beginn der Therapie auf, insbesondere im Falle einer zu schnellen Dosissteigerung.
Zu den bekanntesten Nebenwirkungen dopaminagonistischer und Levodopa-Therapien gehören Verwirrtheit und Halluzinationen. Beobachtungen zeigen, dass die Kombination von Levodopa mit Mirapeks in späteren Krankheitsstadien häufiger zu Halluzinationen führt als eine Monotherapie mit Pramipeksol in frühen Stadien.
Patienten und Angehörige müssen darüber informiert werden, dass dopaminerge Therapien anomales Verhalten mit Symptomen wie Zwangshandlungen hervorrufen können: Hyperphagie (Neigung zum Überessen), pathologisches Einkaufen (aufdringlicher Wunsch) sowie pathologische Neigung zu Glücksspielen. Bei Auftreten solcher Effekte ist eine Dosisreduktion oder eine schrittweise Therapieunterbrechung erforderlich.
Die Verordnung dopaminagonistischer Medikamente mit Pramipeksol bei psychiatrischen Störungen sollte nur nach einer umfassenden Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen; die gleichzeitige Anwendung von Antipsychotika mit Pramipeksol ist zu vermeiden.
Innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach Beginn der Einnahme oder sofort nach Feststellung des Präparates (im Falle von Sehstörungen) sollte eine Untersuchung beim Augenarzt erfolgen.
Bei schwerer kardiovaskulärer Pathologie ist Vorsicht geboten: Die Einnahme von Mirapex (Pramipeksol) kann Orthostasehypotonie auslösen. Eine Kontrolle des arteriellen Blutdrucks, insbesondere zu Beginn der Therapie, wird empfohlen.
Das Risiko eines Sedierungseffekts muss berücksichtigt werden; dieser kann jederzeit im Verlauf der Behandlung auftreten. Es liegen glaubwürdige Belege vor, wonach Patienten bei alltäglichen Tätigkeiten einschlafen und dadurch Unfälle erleiden.
Epidemiologische Studien zeigen, dass das Risiko für die Entwicklung eines malignen Melanoms bei Parkinson-Patienten um das Zwei- bis Sechsfache erhöht ist. Unklar bleibt derzeit, ob diese erhöhte Wahrscheinlichkeit auf die Grunderkrankung oder auf die Einnahme der zur Behandlung eingesetzten Medikamente zurückzuführen ist; Patienten und Angehörige müssen über dieses Risiko aufgeklärt werden.
Bei Parkinsonismus kann im Falle einer abrupten Therapiepause ein Symptomkomplex auftreten, der Merkmale eines malignen neuroleptischen Syndroms aufweist.
Die Behandlung des Ruhelosigkeits-Syndroms mit dopaminergen Mitteln kann die Symptome verstärken, was sich durch ein früheres Auftreten (abends oder nachmittags), eine Zunahme der Beschwerden und eine Ausbreitung auf weitere Gliedmaßen manifestiert; jedoch zeigten spezielle Studien keinen wesentlichen Unterschied zwischen Pramipexol-Patienten und der Placebo-Gruppe.
Der behandelnde Arzt ist verpflichtet, Patienten über das Risiko von Halluzinationen (vorzugsweise visuell) sowie über die Gefahr von Sedierungseffekten wie Schläfrigkeit und Einschlafen während alltäglicher Tätigkeiten aufzuklären; in diesem Zusammenhang sollte vom Führen eines Kraftfahrzeugs abgeraten werden. Bei erhöhter Schläfrigkeit ist es ratsam, Tätigkeiten mit gesteigerter Konzentration und psychomotorischer Geschwindigkeit (z. B. beim Fahren oder Essen) zu vermeiden und den Arzt aufzusuchen.
Pramipexol bindet sich nur geringfügig (< 20 %) an Plasmaproteine; eine klinisch relevante Wechselwirkung mit anderen Substanzen, die die Ausscheidung über die Biotransformation oder die Proteinbindung beeinflussen, ist unwahrscheinlich.
Arzneimittelwechselwirkungen: Die Interaktion von Pramipexol mit Hemmstoffen der aktiven tubulären Sekretion (z. B. Zidovudin) oder mit Substanzen, die über diesen Weg ausgeschieden werden, kann sich in einer verminderten Klärleistung eines oder mehrerer Präparate äußern; bei gleichzeitiger Anwendung von Mirapeks und solchen Mitteln (wie Amantadin) ist es ratsam, dopaminerge Überstimulationssymptome wie Dyskinesien oder Halluzinationen zu prüfen und ggf. die Dosis anzupassen.
Levodopa und Selegilin haben keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Pramipexol, und umgekehrt beeinflusst Pramipexol weder die Absorption noch die Ausscheidung von Levodopa.
Die Wechselwirkung zwischen Anticholinergika und Amantadin wurde nicht untersucht. Da jedoch ähnliche Eliminationsmechanismen vorliegen, ist eine Interaktion möglich; aufgrund des unterschiedlichen Metabolismus der Anticholinergika mit Pramipexol ist eine klinisch relevante Beeinflussung jedoch unwahrscheinlich.
Bei einer Erhöhung der Pramipexol-Dosis sollte die Levodopa-Dosis entsprechend reduziert werden. Dabei müssen antiparkinsonische Medikamente in unveränderter Dosierung fortgeführt werden.
Aufgrund möglicher kumulativer Effekte ist bei gleichzeitiger Einnahme von Ethanol, anderen Psychopharmaka sowie Substanzen, die den Plasmaspiegel von Pramipexol erhöhen (z. B. Zimtidin), besondere Vorsicht geboten.
Das gleichzeitige Einnehmen von Pramipexol mit Antipsychotika sollte vermieden werden, da ein potenzieller antagonistischer Effekt vorliegen kann.
Das Arzneimittel sollte an einem für Kinder unzugänglichen, trockenen und dunklen Ort bei einer Temperatur von bis zu 30 °C gelagert werden.
Haltbarkeit: 3 Jahre.
Präparatname: Mirapeks
Preis:
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Mirapeks PD Tabletten 0,375 mg Nr. 10, Hersteller: Boehringer Ingelheim
147 Rubel
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Mirapeks PD Tabletten mit verlängerter Freisetzung, 0,375 mg, 10 Stück
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