Oksamp

Oksamp-Kapseln Oksamp – das kombinierte Antibiotikum (Halbsynthesepenicillin).

Darreichungsform und Zusammensetzung

Oksamp wird als Kapselpräparat abgegeben (Verpackungseinheiten à 10 Stück, Pappkartons mit 1 oder 2 Packungen; Einheitsblister à 20 Stück, jeweils in einem Pappkarton).

Wirkstoffgehalt pro Kapsel

  • Ampicillin: 125 mg (als Trihydrat)
  • Oxazolidon: 125 mg (als Natriumsalz)

Hilfsstoffe: Kartoffelstärke, Saccharose

Zutaten der Gelatine-Kapseln: Propylenglykol, Gelatine, Titandioxid, Methyl parahydroxybenzoat, Essigsäure

Anwendungshinweise

Oksamp wird zur Behandlung infektiös-entzündlicher Erkrankungen eingesetzt, bei denen die Empfindlichkeit der Mikroorganismen gegenüber den Wirkstoffen vorliegt.

  • Infektionen des weichen Gewebes und der Haut, einschließlich Impetigo, sowie rezidivierende Dermatosen.
  • Cholezystitis und Cholangitis
  • Mandelentzündung, Sinusitis sowie Mittelohrentzündung
  • Harnröhrenentzündung, Harnblasenentzündung, Nierenbeckenentzündung sowie Gonorrhöe; Zervizitis
  • Bronchitis und Lungenentzündung

Kontraindikationen

  • Lymphödeme
  • Einfachherpes
  • Das Alter bis zum dritten Lebensjahr
  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe des Präparats.

Schwangeren Frauen Oksamp nur nach Abwägung von Nutzen und Risiko für Mutter und Kind verschreiben. Während der Stillzeit ist bei Bedarf an einer medikamentösen Behandlung eine intermittierende Anwendung der Muttermilchernährung empfehlenswert.

Anwendungsform und Dosierung.

Einnahme von Oksamp.

Empfohlenes Dosierungsschema (die angegebenen Dosierungen repräsentieren die Summe der Dosen beider Wirkstoffe im festgelegten Verhältnis von 1:1):

  • Erwachsene und Kinder ab dem 14. Lebensjahr: Einzeldosis – 0,5 bis 1 g, Tagesdosis – 2 bis 4 g.
  • Kinder zwischen dem 7. und 14. Lebensjahr: Tagesdosis – 0,05 g pro kg Körpergewicht (in 4 bis 6 Einzeldosen verabreicht);
  • Kinder zwischen dem 3. und 7. Lebensjahr: Tagesdosis – 0,1 g pro kg Körpergewicht (in 4 bis 6 Einzeldosen verabreicht).

Die Therapiedauer kann je nach Schweregrad zwischen 5 und 7 sowie bis zu 14 Tagen betragen.

Nebenwirkungen

  • Hämatopoetisches System: Neutropenie, Felty-Syndrom, Anämie;
  • Verdauungssystem: Geschmacksveränderungen, Dysbiose, Erbrechen, Diarrhö; selten – Pseudomembranöse Enterokolitis;
  • Allergische Reaktionen: Hauthyperämie, Urtikaria, Rhinitis, Angioödem, Konjunktivitis, Arthralgie, Fieber, Eosinophilie; selten – anaphylaktischer Schock;
  • Sonstige: Superinfektion.

Besondere Hinweise

Patientinnen mit Niereninsuffizienz können unter der Therapie mit hohen Dosen von Oksamp toxische Effekte im Zentralnervensystem entwickeln.

Während eines langwierigen Therapiekurses sind Kontrollen des funktionellen Zustands von Blut, Nieren und Leber erforderlich.

Bei Verdacht auf eine Superinfektion (verbunden mit der Größe der gegen sie unempfindlichen Mikroflora) ist eine Anpassung der antibakteriellen Behandlung notwendig.

Im Falle einer Penicillin-Hypersensibilität können Kreuzreaktionen mit Cephalosporin-Antibiotika auftreten.

Tritt während der Anwendungszeit des Präparates ein anaphylaktischer Schock auf, müssen sofortige Maßnahmen zur Wiederbelebung des Patienten ergriffen werden, einschließlich der Gabe von Adrenalin sowie Antihistaminika und Glukokortikoiden; bei Bedarf ist eine Beatmung durchzuführen.

Medikamentöse Interaktionen

Bei der gleichzeitigen Einnahme von Oksamp mit bestimmten Arzneimitteln können folgende Wechselwirkungen auftreten:

  • Glukosamin, Antazida, Abführmittel sowie andere Arzneimittel verzögern und verringern die Absorption von Oksamp.
  • Bakterizide Antibiotika (Rifampicin, Cephalosporine, Aminoglykoside, Vancomycin): Verstärkung der Wirkungen.
  • Mikrobiostatische Antibiotika (Tetracycline, Chloramphenicol, Makrolide, Linkosamide, Sulfonamide): antagonistische Wirkung.
  • Indirekte Antikoagulantien: Erhöhung ihrer Wirksamkeit sowie Unterdrückung der Darmmikroflora, Verringerung der Synthese des Gerinnungsfaktors und des Prothrombinindex.
  • Ascorbinsäure: Erhöhung der Absorption von Oksamp.
  • Perorale Kontrazeptiva (Ethinylestradiol) sowie andere Medikamente, bei deren Metabolismus Paraaminobenzoesäure gebildet wird: Verringerung ihrer Wirksamkeit.
  • Allopurinol: Erhöht das Risiko eines Exanthems.
  • Kanalblockierende Substanzen (Diuretika, Phenylbutazon), nichtsteroidale Antirheumatika sowie andere Präparate, die die kanalikuläre Sekretion hemmen: Sie erhöhen die Oksamp-Konzentration im Plasma und steigern damit das Risiko für toxische Wirkungen.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen

Im Originalkarton lichtgeschützt an einem trockenen, für Kinder unzugänglichen Ort bei einer Temperatur von bis zu 20 °C aufbewahren.

Haltbarkeit: 24 Monate.

Ob Bitte beachten Sie:

Im menschlichen Darm leben und sterben Millionen von Bakterien; man kann sie nur dann sehen, wenn sie in einer gewöhnlichen Kaffeetasse zusammengefasst wären.


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