Die Lepra (Leprose) ist eine Infektionskrankheit, die Hautdecken und das periphere Nervensystem des Menschen betrifft. Die Lepra gilt als eine der ältesten Erkrankungen; Erwähnungen finden sich bereits im Alten Testament. In jenen Zeiten galten die Betroffenen als "Unreine". Von ihnen wichen die gesunden Menschen ab, sie zogen sich zurück und verzichteten auf das normale Leben. Das Morbiditätsmaximum für die Lepra liegt bei 12–14 Wochen nach der Infektion, wenn die Krankheit tatsächlich in allen europäischen Ländern ausbrach.
Für den Kampf gegen die Lepra nutzten im Mittelalter zahlreiche Leprosorien – Institutionen zur Aufspürung und Behandlung der Erkrankten. Ursprünglich befanden sich die Patienten auf dem Territorium von Klöstern, wo ihnen Heime und Bereiche für die Selbstversorgung abgetrennt wurden. Tatsächlich hatten diese unglücklichen Menschen in diesen eigentümlichen Reservaten keine Möglichkeit, mit der übrigen Welt umzugehen. Die damalige Isolierung der Patienten war vollkommen gerechtfertigt und hat Früchte getragen. Bereits im 16. Jahrhundert ist die Lepra aus Europa verschwunden. Einzelfälle der Erkrankung wurden in verschiedenen Zeiten auf dem Territorium der mediterranen Küste und Skandinaviens registriert, doch es kam nie zu großen Epidemien.
Heute wissen wir über die Lepra tatsächlich alles. Trotz der verbreiteten Meinung, dass die Infektion bei einfacher Berührung nicht übertragen wird und bei weitem nicht immer zum Tod führt, ist bekannt, dass die Krankheit nur 5–7 % der Menschen bedroht; die übrigen Bewohner der Erde verfügen über eine standhafte immunologische Abwehr gegen den Erreger. Hinsichtlich der Art der Übertragung: Meistens ist für die Ansteckung ein langdauernder direkter Hautkontakt notwendig. Zudem existiert die Theorie, dass die Lepra, deren Symptome erst nach 10 Jahren nach der Infektion auftreten können, in den Organismus beim Einatmen von Bakterien eindringt, die aus dem Mund oder den Höhlen der Nase des kranken Menschen abgeschieden werden. Möglicherweise erklärt gerade diese Annahme teilweise die Tatsache, dass es heute weltweit neben 11 Millionen registrierten Leprakranken viele gibt, denen keine Hautkontakte mit infizierten Menschen bekannt sind.
Die Lepra wird durch paläschkowidne Mikroorganismen hervorgerufen – sie wurden 1874 vom Gelehrten G. Hansen entdeckt. Diese Erreger weisen Eigenschaften auf, die denen des Tuberkelbazillus ähneln, verfügen jedoch nicht über die Fähigkeit zur Vermehrung in Nährböden und zeigen sich erst im Laufe vieler Jahre. Es ist hinreichend bekannt, dass die Inkubationszeit der Erkrankung häufig 15–20 Jahre beträgt; dies ist eine Folge spezifischer Charakteristika der Lepra. Die Mikroorganismen sind an und für sich nicht fähig, Gewebenekrosen hervorzurufen. Ihre pathogene Tätigkeit wird daher durch exogene Faktoren aktiviert, beispielsweise durch eine erneute bakterielle Infektion, eine falsche Ernährung, verschmutztes Wasser oder ungünstige Lebensumstände. Mycobacterium leprae Sie wurden 1874 vom gelehrten G. Hansen entdeckt. Diese Mikroorganismen besitzen Eigenschaften, die denen des Tuberkelbazillus nahekommen, verfügen jedoch nicht über die Fähigkeit zur Vermehrung in Nährböden und zeigen sich im Laufe vieler Jahre. Es ist hinreichend bekannt, dass die Inkubationsperiode der Erkrankung häufig 15–20 Jahre beträgt, was durch Charakteristika der Lepra bedingt ist. An und für sich ist sie nicht fähig, Nekrosen des Gewebes hervorzurufen. Dies bedeutet, dass die Tätigkeit der Mikroorganismen von irgendwelchen exogenen Faktoren aktiviert werden muss, zum Beispiel durch eine erneute bakterielle Infektion, eine falsche Ernährung, verschmutztes Wasser oder schlechte Lebensumstände.
Eine lange Inkubationszeit statt einer kurzen latenten Phase führt häufig dazu, dass die Lepra-Behandlung bei der Diagnose zu spät beginnt. Dies liegt daran, dass Ärzte Schwierigkeiten haben, die Erkrankung in einem frühen Stadium objektiv zu erkennen.
Zur Zeit sind den Experten zwei Formen der Lepra bekannt:
Zusätzlich werden Übergangsformen der Lepra unterschieden, die Merkmale beider Haupttypen aufweisen.
Die tuberkulöse Lepraform zeigt folgende charakteristische Symptome:
Je nach Verlauf der Lepra schreiten die Symptome der Erkrankung fort; mit der Zeit treten bei Patientinnen Gliedmaßendefekte, Hornhautgeschwüre sowie weitere Infektionen des Gesichtsnervs auf, die zur Blindheit führen können.
Die tuberkulöse Lepra manifestiert sich durch umfangreiche Hautläsionen in Form von Plaques, Papeln, Flecken und Knoten. Diese Bildungen entstehen typischerweise an den Ohren, Ellbogen, Handgelenken und Gesäßbacken. Häufig wird die Erkrankung von einem Verlust der Augenbrauen begleitet. Für das späte Stadium sind Entstellungen des Gesichts, das Wuchern der Ohren, Nasenblutungen sowie schwere Atemnot charakteristisch. Zudem leiden Patientinnen unter Laryngitis, Heiserkeit und Keratitis. Die Infiltration der Erreger in das Hodengewebe führt bei Männern zu Unfruchtbarkeit.
In einigen Jahrhunderten wurde gegen die Lepra das Chaulmoogra-Öl angewendet; die moderne Medizin verfügt jedoch über ergebnisreichere Mittel, darunter Sulfonamide. Diese wirken nicht spezifisch heilend, können aber die Infektionsentwicklung hemmen und eine allgemein kräftigende Wirkung auf den Organismus entfalten.
Bei leichten Formen der Erkrankung erfolgt die Heilung innerhalb von 2–3 Jahren. Ein schwerer Verlauf verlängert diese Frist auf bis zu 7–8 Jahre. Bekannt ist, dass Bakterienstämme des Schlepflins kürzlich als resistent gegen Dapsong identifiziert wurden (das Hauptpräparat der modernen Medizin); daher werden in den letzten Jahren Sulfonamide in Kombination mit anderen Medikamenten eingesetzt. So wird bei der tuberkulösen Form der Infektion Klofazimin breit verwendet.
Die Forschung bleibt dabei nicht stehen; es werden weiterhin nach wirksameren Methoden zur Bekämpfung der Lepra gesucht, um die Behandlungszeiten zu verkürzen und das Leid schwerer Patientinnen zu verringern.
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