Die Aura

Die Aura – ein charakteristisches Gefühl, eine Bewegung oder eine psychische Emotion (z. B. falsche Wahrnehmung der Realität, Angst etc.), das dem epileptischen Anfall unmittelbar vorangeht.

Unterteilen Sie folgende Arten von Auras:

  • vegetative Auras: manifestieren sich durch vegetative Störungen
  • vestibuläre Auras: äußern sich als Schwindel (bei Lokalisation des epileptischen Herdes im Schläfenlappen)
  • viszeral: manifestiert sich durch unangenehme Empfindungen in den inneren Organen
  • gustatorische Aura: äußert sich als Geschmacksempfindung, meist unangenehm (bei Lokalisation des epileptischen Herdes im Schläfenlappen)
  • visuell: manifestiert sich durch elementare Gesichtsempfindungen, Gestalten oder komplexe halluzinatorische Bilder bzw. Gegenstände (bei Lokalisation des epileptischen Herdes im okzipitalen Bereich der Großhirnrinde)
  • isoliert: handelt es sich um eine abortive Aura, hinter der kein epileptischer Anfall folgt
  • kardial: manifestiert sich durch lästige Empfindungen im Bereich des Herzens
  • motorisch: äußert sich in Form von krampfartigen Zuckungen einzelner Muskeln, Muskelgruppen oder des Lauftriebs
  • olfaktorisch: manifestiert sich durch Geruchsempfindungen, meist unangenehmen Charakters (bei Lokalisation des Pathologieherdes im Hippokampus)
  • psychisch: äußert sich in Form flüchtiger Emotionen früher widriger oder niemals widriger, vergangener mit Fragmenten vermischter Emotionen (bei Lokalisation des Pathologieherdes im Schläfenhirnlappen)
  • psychosensorisch: manifestiert sich durch Empfindungen von Veränderungen im Umfang und/oder der Form abgesonderter Bereiche sowie des gesamten Körpers, der Formabweichung und der Größe umgebender Gegenstände
  • retschedwigatelnaia (Sprachstörung): äußert sich in Form einer schlagartigen Unterbrechung der Rede aufgrund der Unmöglichkeit, den Sprechapparat zu kontrollieren
  • sensitiv: manifestiert sich durch Emotionen wie Trauer oder Glückseligkeit (bei Lokalisation des Pathologieherdes im Schläfenhirnlappen)
  • sensorisch: äußert sich in Form verschiedener Empfindungen, z. B. visuell, taktil, olfaktorisch oder auditiv
  • akustisch: manifestiert sich durch die Wahrnehmung von Tönen, Wörtern und ganzen Sätzen (bei Lokalisation des Pathologieherdes im Schläfenhirnlappen)
  • Epigastralgie: unangenehme Empfindungen im Bereich des Magens
Ob Das sollten Sie wissen:

Studien zeigen: Frauen, die wöchentlich einige Gläser Bier oder Wein konsumieren, haben ein erhöhtes Brustkrebsrisiko.


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