Herzblock

Der Herzblock – ein Zustand, der durch eine Störung der Leitfähigkeit elektrischer Impulse gekennzeichnet ist, die vom physiologischen Sinusknoten generiert werden; diese Störung führt dazu, dass das Herz das Blut nicht mehr effektiv pumpen kann. Beim unvollständigen (ersten Grad) oder partiellen (zweiten Grad) Herzblock verzögern sich die Impulse zwischen Vorhöfen und Kammern; beim zweiten Grad gelangen einige Impulse gar nicht in die Kammern. Beim vollständigen (dritten Grad) Herzblock fehlt jeglicher Durchgang der Impulse aus den Vorhöfen in die Kammern, was zur Bildung eines eigenen, langsamen Rhythmus führt (20–40 Schläge pro Minute). Der Herzblock kann angeboren sein oder sich im Verlauf verschiedener Herzerkrankungen wie Myokarditis, Herzinfarkt, Klappeninfektion oder Kardiomyopathie entwickeln. Häufig tritt er bei älteren Menschen als Folge degenerativer Veränderungen des Leitungssystems auf. Oft bleibt das Symptom zunächst asymptomatisch; bei starker Verlangsamung von Herzfrequenz und Puls kann jedoch ein Adams-Stokes-Syndrom oder eine Herzmuskelschwäche auftreten. Die Behandlung erfolgt häufig durch die Implantation eines künstlichen Herzschrittmachers.

Ob Wissen Sie, dass...

Viele Substanzen wurden ursprünglich als Medikamente eingeführt: So wurde Heroin zunächst als Mittel gegen Husten bei Kindern vermarktet und Kokain von Ärzten als Anästhetikum sowie zur Steigerung der Wachheit empfohlen.


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