Badana

Badianum officinale Badan – die Graspflanze aus der Familie der Knöterichgewächse. Medizinisch wird Badan noch als Badan mit dicken Blättern, mongolischer Tee oder Knöterich mit dicken Blättern bezeichnet.

Chemische Zusammensetzung

Die Pflanze enthält Glykoside, Gerbstoffe, Zucker, Ascorbinsäure, Phytonzide sowie Eisen und Kupfer.

Nutzeigenschaften

In der Therapie werden Wurzel und Blätter eingesetzt. Folgende therapeutische Wirkungen lassen sich feststellen:

  • entzündungshemmend
  • antiseptisch
  • krampflösend
  • heilend

Die Wurzeln werden Anfang des Sommers vorbereitet: Ausgraben, Waschen in kaltem Wasser, Trocknen und Auflegen auf Leinen oder Papier (große Wurzeln können im Bereich zerschnitten werden). Aus einem Kilogramm frischer Wurzeln ergeben sich 250 g trockenen medizinischen Rohstoffs. Eine richtig ausgetrocknete Wurzel bricht gut, biegt nicht; der Bruch zeigt eine hellgelbe oder hellrosa Farbe. Die getrockneten Wurzeln können bis zu vier Jahre gelagert werden.

Die Blätter von Badana werden seltener medizinisch verwendet als die Wurzel, doch ihr adstringierendes und antimikrobielles Wirkungspotenzial ist bekannt. Geeignet sind ausschließlich alte Blätter, die unter dem Schnee überwintert haben. Sie werden im Frühling oder Herbst gesammelt, gewaschen und bei 60 °C in Papier- oder Kartonsäcken getrocknet. Die Lagerung der ausgetrockneten Blätter erfolgt wie bei den Wurzeln bis zu vier Jahre.

Anwendungshinweise

Die Anwendung von Badana wird bei Bluthochdruck, Portioerosion, Durchfall, inneren und anderen Blutungen, Fibromyom, Struma, Tuberkulose, Rheumatismus der Gelenke, Lungenentzündung, Schilddrüsenkrebs (SCHKT), Erbrechen, Übelkeit sowie öliger Seborrhö empfohlen.

Die äußerliche Anwendung des Badana-Auszugs beschleunigt die Resorption von Blutergüssen, fördert die Heilung von Wunden und Verletzungen sowie die Vernarbung von Geschwüren.

Kontraindikationen

Badana darf nicht bei Neigung zur Thrombosebildung, anhaltender Verstopfung oder erhöhter Gerinnbarkeit des Blutes angewendet werden.

Die Langzeitanwendung von Badana kann zu Verstopfung führen.

Da der Sud aus den Wurzeln der Pflanze den Blutdruck senkt, muss der Blutdruck kontrolliert werden; in Einzelfällen können zusätzlich Gräsude verabreicht werden, die den Blutdruck erhöhen.

Bei schwerer Tachykardie darf Badana nicht angewendet werden, da Zubereitungen auf dieser Basis das Herzklopfen beschleunigen können.

Hausmittel aus Badana

Zur Zubereitung des Suds: Einen Teelöffel des trockenen Rohmaterials mit 200 ml kochendem Wasser übergießen, abdecken und bei schwacher Hitze 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend das Filtrat durchsieben und auf 200 ml verdünntes gekochtes Wasser auffüllen. Drei Mal täglich einen Teelöffel einnehmen. Bei Dysenterie ist es ratsam, das Mittel in Kombination mit Antibiotika und Sulfonamiden zu verwenden.

Zur Mundspülung bei chronischen Entzündungen den Sud ähnlich herstellen, jedoch zwei Esslöffel der Wurzel verwenden, um eine gesättigtere Lösung zu erhalten.

Für die Haarwäsche wird das Badana-Medikament im Verhältnis 1:10 verdünnt; die Kopfwäsche erfolgt zweimal wöchentlich. Für die Behandlung der öligen Seborrhöe sind mindestens zehn Prozeduren erforderlich.

Bei einer Kolpitis mit Erosionen werden Bäder und Spülungen mit dem Sud angewendet; sitzende Bäder sind bei Hämorrhoiden wirksam.

Die therapeutischen Eigenschaften des Badana bleiben im flüssigen Extrakt der Pflanze erhalten, welcher stärker konzentriert ist. Man nimmt drei Esslöffel Wurzel, übergießt sie mit 200 ml kochendem Wasser und kocht bis die Menge auf die Hälfte reduziert ist; danach wird der heiße Extrakt durchgesiebt. Die Tropfen werden dreimal täglich über zwei bis drei Wochen eingenommen (bis zu 20–30 Tropfen).

Aus getrockneten Badana-Blättern wird ein Tee zubereitet. Dieser wirkt belebend, senkt den Blutdruck und erhöht die Herzfrequenz. Zudem hilft er bei Lungentuberkulose, Nierenpathologien, Sklerodermie sowie Rheuma und wirkt stressreduzierend.

Ob Das sollten Sie wissen:

Die Zahnheilkunde ist ein relativ junges Fachgebiet; noch im 19. Jahrhundert gehörten das Entfernen kranzer Zähne zu den Aufgaben des gewöhnlichen Friseurs.


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