Das Wesentliche > Nachschlagewerk der Diäten > Diätetik bei Magen- und Darmschleimhautgeschwüren

Diätetik bei Magen- und Darmschleimhautgeschwüren

Die Ernährung bei Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren ist von großer Bedeutung. Diät bei Geschwüren – Teil der Behandlung

Zu jedem Behandlungsschema dieser Erkrankungen gehört zwingend eine diätetische Ernährung, die nicht nur der Beschleunigung des Vernarbungsprozesses dient, sondern auch dazu beiträgt, das Krankheitsstadium in Remission zu stabilisieren. Die Diät berücksichtigt beim Magengeschwür die Art der kulinarischen Zubereitung, die Vielfalt der Nahrungsaufnahme sowie die Exklusion von Lebensmitteln, die die Schleimhaut reizen. Eine strikte Beachtung aller ärztlichen Empfehlungen bei der Ernährung ermöglicht es, die Anzahl der Rückfälle zu verringern und die Lebensqualität des Patienten zu verbessern. Da die Diät beim Geschwür sehr streng ist, ist die Unterstützung durch Angehörige sowie deren Verständnis für das Problem jedem Patienten unerlässlich.

Die Methodik zur Bestimmung der Ernährung bei Magengeschwüren

Die diätetischen Empfehlungen lassen sich in eine Ernährungsweise während der Verschärfung und im Verlauf der Remission unterteilen. Die Ernährung bei akuten Geschwüren erfordert besondere Differenzierung.

Bei Verschlimmerung des Geschwürs bedeutet die Diät eine strenge Einschränkung aller Lebensmittel, die die Magenschleimhaut reizen oder die Magensaftsekretion steigern können. Während der akuten Phase ist es ratsam, nur solche Nahrungsmittel zu verwenden, die keine festen Partikel enthalten, da diese die Schleimhaut zusätzlich verletzen könnten.

Die Ernährung bei Verschlimmerung des Geschwürs sollte abgeriebene Suppen und Milchprodukte (ausschließlich säurearme Aufstriche wie Quark oder saure Sahne) umfassen. Alle Lebensmittel sollten püriert oder im Dampfkochtopf zubereitet werden. Aus der Ration sind fettiges, scharfes, geräuchertes und mariniertes Essen auszuschließen.

Bei der Ernährung bei Darmgeschwüren ist die Beschränkung des Verbrauchs in einer Mahlzeit auf feuchte Gemüsesorten, Früchte sowie grob gemahlenes Brot vorgesehen. Diese Lebensmittel begünstigen einen schnellen Abtransport der Nahrung aus dem Magen in den Darmkanal, was zu einem zusätzlichen Reiz der Magenschleimhaut führt.

Im Verlauf der Remission kann die Ernährung bei Geschwüren erweitert werden, jedoch innerhalb vernünftiger Grenzen. Es wird eine grobere Kost zugelassen, die die erhöhte Säureproduktion und Fermentaktivität im Magen nicht fördern soll. Die Einschränkung des Konsums von scharfem, geräuchertem und gesalzenem Essen bleibt bestehen.

Besonderes Augenmerk muss beim Essen von Magengeschwür-Patienten auf den Verzicht bestimmter Lebensmittel wie Chips, kohlensäurehaltiger Getränke, Samen sowie industriell gefertigter und schnell zubereiteter Nahrungsmittel gelegt werden; Babykost stellt hierbei eine Ausnahme dar. Der Konsum von Fastfood ist für Patienten mit Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren streng verboten.

Die Häufigkeit der Mahlzeiten bei Geschwürpatienten.

Besondere Aufmerksamkeit gilt nicht nur dem Inhalt der Nahrung und ihrer Zubereitung, sondern auch der Häufigkeit der Mahlzeiten sowie der Portionsgrößen.

Bei Geschwüren des Darmkanals und des Magens ist eine häufige Bruchernährung indiziert. Dies bedeutet, dass sich die Patientin 5- bis 6-mal täglich ernähren soll, wobei gleichzeitig die Portionsgröße verkleinert werden muss. Ziel ist es, die Salzsäurebildung im Magen zu reduzieren. Bei Verschlimmerung des Geschwürs umfasst die Diät pürierte Suppen

Neben der diätetischen Ernährung bei der Behandlung des Magengeschwürs trägt die Einnahme von Heilmineralwasser zur schnelleren Regeneration der Schleimhaut und zur Senkung des pathologischen Säurespiegels bei.

Die Ernährung nach durchbrochenen Geschwüren.

Ein durchbrochenes Geschwür ist eine akute chirurgische Pathologie, die eine operative Behandlung erfordert. Bis zum Zeitpunkt der Operation wird dem Patienten ein strenger Hunger verordnet. In den ersten Tagen nach der Operation erhält der Patient die sogenannte Null-Diät.

Diese Ernährung bei durchbrochenen Geschwüren sieht einen vollständigen Ausschluss von Nahrungsmitteln vor; lediglich das seltene Spülen des Mundes ist erlaubt. Der Hunger wird vom Patienten für drei Tage eingehalten. Anschließend wird die Ernährung schrittweise durch die Einführung von ein- bis zwei Lebensmitteln alle 3–4 Tage erweitert.

Ob Dies sollten Sie wissen:

Beim Niesen kommt der gesamte Organismus kurzzeitig zur Ruhe; selbst das Herz stockt für Sekundenbruchteile.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt