Das Phänomen der Verbesserung des Zustands von Patientinnen ist seit langem bekannt, wenn sie Präparate einnehmen, die keine Wirkstoffe enthalten; dieser sogenannte Placebo-Effekt wurde Ende des 18. Jahrhunderts vom amerikanischen Arzt Perkins beobachtet, der Menschen mit „wundertätigen" Stäbchen behandelte, die aus Stahllegierung und Messing gefertigt waren. Es genügte, diesen Gegenstand für einige Minuten auf den Wundpunkt zu drücken, damit es dem Patienten um vieles leichter wurde. Verdächtigt wegen Kurpfuscherei, versuchten Perkins' Kollegen, „das Wunder" mit Hilfe von Stäbchen aus Holz, Knochen und anderen Materialien zu wiederholen. Zu ihrem Erstaunen war der Effekt ähnlich: Der allgemeine Zustand der Patientinnen verbesserte sich, das Schmerzsyndrom verschwand. Die Ärzte folgerten daraus, dass die Ursache des therapeutischen Effekts nicht in den Stäbchen, sondern in der Psychologie der Patienten lag, die eine Erleichterung ihrer Leiden erwarteten und den Ärzten vertrauten. Seit dieser Zeit wurde der Placebo-Effekt mehrfach untersucht. Der Mechanismus seiner Wirkung ist bis heute noch nicht vollständig aufgeklärt, doch haben Gelehrte viele interessante Informationen über diese Erscheinung gesammelt.
Zu Beginn wurde angenommen, der Placebo-Effekt sei rein psychologisch bedingt: Durch die Hoffnung auf eine Besserung beginnen Patientinnen, unangenehme Symptome des Leidens leichter zu verdrängen. Forschungen an Freiwilligen haben jedoch gezeigt, dass dies nicht ganz zutrifft. Zwar ist es unmöglich, einen entzündlichen Prozess oder ein Knochenbruch ausschließlich durch Placebos zu beheben; doch kann ein Placebo-Präparat die Schmerzlinderung bei objektiven Ursachen (beispielsweise durch die gleichzeitige Gabe wirksamer Substanzen) vollständig bewirken. Studien ergaben, dass die Einnahme eines solchen "Medikaments" durch eine Person, die davon überzeugt ist, es sei schmerzstillend, die Ausschüttung von Endorphinen im Gehirn anregt und damit die Schmerzwahrnehmung herabsetzt.
Viele Menschen sind der Ansicht, dass Injektionen aufgrund des Rituals und der direkten Wirkung oft ergebnisreicher seien als die Einnahme von Tabletten mit ähnlicher Zusammensetzung (was jedoch keineswegs immer zutrifft). Diese Überzeugung zeigt sich bei der Anwendung von Placebos besonders deutlich: Es ist bewiesen, dass Patientinnen, die ein leeres Präparat in Form einer Spritze erhalten, eine Erleichterung oft schneller spüren als Frauen, die Placebo-Tabletten oder Kapseln einnehmen.
Bei der Erforschung des Placebo-Effekts haben Wissenschaftler vermutet, dass auch ein gegenteiliger Effekt möglich ist: Bei Patienten, die wirksame Medikamente erhalten, aber davon überzeugt sind, es handele sich um ein Placebo, kommt es nicht zur Abschwächung der Symptome. Dies wurde vollständig bestätigt. Die psychologische Einstellung und das Vertrauensverhältnis des Patienten zum Arzt spielen somit eine Hauptrolle bei der Wirkung des Placebos.
Es ist bekannt, dass die Mehrheit den breit beworbenen Medikamenten vertraut, während sie Analoga von weniger bekannten Herstellern gegenüber misstrauen. Bei Placebos verhält es sich ähnlich: Patienten spüren eine schnellere Linderung, wenn ihnen leere Tabletten in Packungen mit Markierungen berühmter Marken ausgegeben werden.
Auf diese Weise wird das Phänomen des Placebo-Effekts auch für Fälle demonstriert, in denen ein Patient überzeugt ist, dass er ein sehr teures Präparat einnimmt, im Unterschied zum Nachbarn, der das billige Mittel desselben Bestands erhält.
Überraschenderweise verfügen nicht nur Placebo-Medikamente, sondern auch chirurgische Eingriffe über einen Heileffekt, wenn die Intervention lediglich simuliert wird. Finnische Ärzte führten solche Studien an Patientinnen durch, die eine Wiederherstellung des Knorpelgewebes benötigten: Der Hälfte der Teilnehmerinnen wurden lediglich Schnitte in oberflächlichen Hautschichten unter lokaler Betäubung vorgenommen, ohne dass das geschädigte Knorpelgewebe berührt wurde – dennoch erfolgte die Heilung fast mit derselben Intensität wie bei tatsächlich operierten Patientinnen. Ein ähnliches Experiment wurde an Probanden durchgeführt, die eine Rekonstruktion der Wirbelsäule forderten; auch hier wurde das Phänomen in gleicher Weise beobachtet.
Überraschenderweise zeigte sich, dass der Placebo-Effekt auch dann wirkt, wenn der Patient weiß, dass keine tatsächliche Behandlung stattfindet. Im Verlauf eines folgenden Experiments wurden zwei Gruppen von Patienten ausgewählt, die an Reizdarmsyndrom leiden: In einer Gruppe wurden keine Medikamente verabreicht, während den Teilnehmern der anderen Gruppe leere Tabletten ausgegeben wurden, auf deren Packungen das Wort „Placebo" stand. Den Probanden wurde erklärt, dass sie die psychologische Wirkung einer unschädlichen Substanz prüfen sollen, die keine Heileigenschaften besitzt – ungeachtet dessen verringerten sich bei den Patienten der zweiten Gruppe die unangenehmen Symptome, und sie fühlten sich tatsächlich besser.
Die Erforschung des Placebo-Effekts ist noch nicht abgeschlossen. Zwar kann man von reinem Forscherinteresse ausgehen, doch dies ist nicht der alleinige Beweggrund: Sobald das Geheimnis dieses Phänomens gelüftet wird, stehen für Ärzte mächtige Mittel zur Beeinflussung des Selbstheilungspotenzials des Organismus bereit, die dazu beitragen können, viele bestehende Behandlungsmethoden ergebnisreicher und sicherer zu machen.
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