Dibothriocephalose

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Diphyllobose Die Dibothriocephalose ist eine Infektion des Organismus durch den Darmwurm Difillobotrium. Sie wird von einer Schistosomiose begleitet, die mit einer megaloblastären Anämie einhergeht.

Der wichtigste Wert hat der Breitbandwurm, ein Vertreter der Gattung *Dibothriocephalus*, da er die Dibothriocephalose hervorruft. Der Parasit erreicht eine Länge von 2–10 m und besteht aus dem Kopf (Scheitel) sowie einem langen Gliederkörper.

Ursachen des Auftretens

Mehrere Personen sind anfällig für eine Dibothriocephalose, wenn sie in Regionen mit gemäßigtem bis kaltem Klima (vorzugsweise in der Nordhalbkugel) und einem entwickelten Fischfang auf Frischwasserseen leben. Die Endwirte des Parasiten sind fleischfressende Tiere sowie Menschen. Als Zwischenwirte fungieren Zyklopen-Ratschen und Süßwasserfische (wie Lachs, Barsch, Hecht, Kaulbarsch, Quappe und andere).

Der Erreger der Dibothriocephalose parasitiert im geschlechtsreifen Stadium in den Dünndärmen von Menschen oder Tieren. Über die Fäkalien werden Eier des Wurms in die Umwelt ausgeschieden. Die Eier gelangen ins Wasser, wo nach 2–5 Wochen Larven entstehen, die von Süßwasser-Ratschen verschluckt werden. Die weitere Entwicklung der Larven zur Prozerkoid-Form erfolgt in den Muskeln, dem Bindegewebe und der Leber der Fische, die sich von Ratschen ernähren. Von hier aus geht der Wurm in die nächste Entwicklungsform über, die für den Menschen gefährlich ist.

Die Infektion mit der Dibothriocephalose erfolgt durch den Verzehr von feuchtem, schlecht verarbeitetem oder unzureichend gesalzenem infiziertem Fisch sowie dessen Kaviar.

Eine Ansteckung ist auch über das Messer, die Geschirr- und Schneidbretter möglich, mit denen der verseuchte Fisch zerlegt wurde.

Symptome der Dibothriocephalose

Die Inkubationszeit der Dibothriocephalose beträgt 30 bis 50 Tage. In dieser Zeit entwickeln sich die Würmer zu laichreifen Formen, fixieren sich im Darm und beginnen mit ihrer Funktionstätigkeit.

Die Dibothriocephalose entwickelt sich schleichend. Es treten Übelkeit, epigastrische Schmerzen und Erbrechen auf; der Appetit verschlechtert sich, und der Stuhl wird gestört.

Hauptsymptome der Dibothriocephalose im späteren Stadium: Erschöpfung, Schwindel, Schwäche, Schmerzen sowie Paresthesien. Später kommt es zur Zungenspalte (später glatte Zunge). Ferner werden Tachykardie, Drehwürgelgeräusch und systolische Spitzenherzgeräusch sowie Hypotonie beobachtet.

Durch labormedizinische Blutuntersuchungen des vermutlich infizierten Patienten lassen sich folgende unspezifischen Symptome der Dibothriocephalose erkennen: Hämoglobinverminderung, Erythrozytenabnahme, erhöhter Farbindex, gesteigerte direkte Bilirubinwerte, Neutropenie, Leukozytose und eine beschleunigte Blutgerinnungsgeschwindigkeit.

Bei schwerem Verlauf der Dibothriocephalose tritt ein funikuläres Myelogramm auf, das sich in einer Beeinträchtigung der tiefen Sensibilität, ausgeprägten Paresthesien und Beinlähmung manifestiert.

Bei einem langdauernden Verlauf der Dibothriocephalose kann sich ein Ileus entwickeln.

Diagnostik der Erkrankung

Für die Diagnostik der Dibothriocephalose ist entscheidend, ob der Patient in den letzten zwei Monaten Fisch verzehrt hat.

Es sind Fälle bekannt, bei denen reife Parasiten mit dem Stuhl ausgeschieden wurden. Dies ist ein charakteristisches Symptom der Dibothriocephalose: Im Gegensatz zum Schweinebandwurm werden nur Fragmente des Parasitenkörpers ausgeschieden.

Auch die Unterscheidung der Dibothriocephalose von der Addison-Birmer-Anämie ist wichtig: Dazu wird der Mageninhalt auf das Vorhandensein des Castle-Faktors untersucht, welcher bei dieser Anämie fehlt.

Die Diagnose einer Dibothriocephalose kann endgültig gestellt werden, nachdem in der Fäkalprobe Eier von Difillobotrium nachgewiesen wurden.

Therapie der Dibothriocephalose

Die Behandlung der Dibothriocephalose sollte unmittelbar nach der Diagnosestellung eingeleitet werden.

Bei bestehender Anämie erhält der Patient vor Beginn der Entwurmung eine Vitamin- und Eisensubstitution; der Antiperniziosafaktor wird wöchentlich 2–3-mal verabreicht.

Zur Behandlung der Diphyllobose wird Praziquantel eingesetzt Für die Behandlung der Dibothriocephalose werden Praskwantel (Synonyme: Asinoks, Biltrizid) eingesetzt. Die Effektivität dieser Therapie beträgt 95 %. Bei Vorliegen von Kontraindikationen für das jeweilige Präparat – wie Stillzeit, Zystizerkose der Augen, Leberinsuffizienz oder Schwangerschaft – ist die Anwendung des Kürbiskerns als Alternative zu erwägen.

Ausgetrocknete oder frische Kürbiskerne werden zerrieben, mit Wasser und Honig versetzt und auf nüchternen Magen in einer Menge von 300 g innerhalb einer Stunde eingenommen.

Nach der Behandlung der Dibothriocephalose wird der Patient mindestens drei Monate lang beobachtet; dabei ist eine Kontrolle des Stuhlgangs und des Blutbildes zwingend erforderlich, auch wenn alle Würmer ausgeschieden sind.

In Ausnahmefällen, bei denen eine Dibothriocephalose durch einen Darmverschluss (Ileus) kompliziert wird, ist eine operative Behandlung indiziert.

Vorbeugung der Erkrankung.

Um Dibothriocephalose in Risikogebieten zu verhindern, sind aufklärerische Maßnahmen sowie sanitäre Kontrollen von Abwasserabflüssen, Küsten- und Strandzuständen sowie die Überwachung der Fischproduktion (insbesondere bei Wildfängen) und des Lebensmittelmarkts notwendig.

Nach Feststellung der Diagnose beim Patienten ist eine Familienuntersuchung sowie gegebenenfalls eine Behandlung erforderlich.

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