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Hämorrhagische Diathese

Hämorrhagische Diathese

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Zu den hämorrhagischen Diathesen zählen Erkrankungsgruppen, die durch eine erhöhte Neigung des Organismus zu Blutungen und Blutergüssen gekennzeichnet sind.

Hämorrhagische Diathesen weisen unterschiedliche Ursachen und Entstehungsmechanismen auf.

Sorten der hämorrhagischen Diathese

Die hämorrhagische Diathese kann als eigenständige Erkrankung entstehen oder im Rahmen anderer Erkrankungen auftreten; in diesem Fall spricht man von einer sekundären hämorrhagischen Diathese.

Weiterhin werden unterschieden:

- Die angeborene oder erbliche hämorrhagische Diathese. Bei Kindern manifestieren sich die erblichen hämorrhagischen Diathesen und begleiten den Menschen lebenslang. Typisch für solche Erkrankungen sind Teleangiektasien, verschiedene Hämophilien, die Glanzmann-Thrombasthenie sowie Thrombozytopathien.

Die erworbene hämorrhagische Diathese bei Kindern und Erwachsenen ist eine Erscheinungsform von Erkrankungen, die mit der Gerinnbarkeit des Blutes und dem Zustand der Gefäßwand zusammenhängen. Dazu gehören hämorrhagischer Purpur, erbliche Thrombozytopathie, hämorrhagische Vaskulitis, Infektionen der Blutgefäße bei Lebererkrankungen sowie Vergiftungen durch Medikamente oder Infektionen.

Typen der hämorrhagischen Diathese

Je nach Ursache und Entwicklungsmechanismus werden folgende Typen (Gruppen) der Diathese unterschieden:

Die Diathesen, die auf eine Störung der Thrombozytenhämostase zurückzuführen sind. Zu dieser Gruppe zählen Thrombozytopathien sowie Thrombozytopenie. Auch bei Störungen der Immunität, Nierenerkrankungen und Lebererkrankungen können sie entstehen, ebenso wie unter dem Einfluss einer Chemotherapie oder hoher Strahlendosen.

Die Diathesen, die infolge einer Störung der Blutgerinnung entstehen. Zu dieser Gruppe gehören Erkrankungen wie Hämophilie sowie fibrinolytischer Purpur. Diese Diathesen können zudem durch die Einnahme von Antikoagulanzien oder Fibrinolytika verursacht werden.

Zu den Typen der hämorrhagischen Diathese gehören Störungen der Gefäßwandintegrität. Dazu zählen Vitaminmangelkrankheiten, hämorrhagische Vaskulitis und hämorrhagische Teleangiektasien sowie weitere Erkrankungen.

Eine zweite Gruppe umfasst Diathesen, die auf eine gestörte Thrombozytenhämostase oder eine Beeinträchtigung der Blutgerinnung zurückzuführen sind. Zu dieser Gruppe zählen unter anderem die Willebrand-Krankheit und das thrombohämorrhagische Syndrom. Solche hämorrhagischen Diathesen können im Rahmen einer hämorrhagischen Anämie, bei Hämoblastosen sowie anderen Erkrankungen auftreten.

Typen der hämorrhagischen Diathese

Man unterscheidet fünf Formen der Blutungsneigung.

Der hämatologische Typ der Blutungsneigung wird bei Hämophilie üblicherweise beobachtet; dabei treten große Hämatome, Gelenkblutungen sowie Operationsblutungen auf.

Der kapilläre Typ der Blutungsneigung ist für den Thrombozytenmangel sowie erbliche und disaggregative Thrombopathien charakteristisch. Bei diesem Typ werden kleine Blutergüsse in Form von Petechien oder Ekchymosen sowie Blutungen aus Nase, Zahnfleisch, subkutanen Geweben und Magenblutungen beobachtet.

Der gemischte Typ zeichnet sich durch das Vorhandensein von Hämatomen sowie kleinen fleckigen Hautausschlägen aus. Er tritt auf, wenn große Mengen an Antikoagulanzien verabreicht werden oder bei thrombo-hämorrhagischen Syndromen.

Der purpuraartige Typ wird durch kleine, symmetrische Hautausschläge an den unteren Extremitäten charakterisiert. Dieser Blutungsneigungstyp manifestiert sich bei hämorrhagischen Vaskulitiden.

Der mikroangiomatöse Typ der Blutungsneigung wird durch wiederholte Blutungen charakterisiert und entsteht bei erblichen Entwicklungsstörungen kleiner Gefäße.

Die Symptome der hämorrhagischen Diathese

Ein Hauptsymptom der Erkrankung ist das Vorhandensein verschiedener Hautausschläge; deren Charakter und Lokalisation hängen von der Art der Erkrankung ab. Mögliche Manifestationen sind Blutungen, Blutergüsse sowie umfangreiche Hämatome. Bei schwerer Krankheitsform können die Effloreszenzen in Geschwüre übergehen. Es können Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen mit Blutbeimischung auftreten.

Die Diagnostik der hämorrhagischen Diathese

Die Diagnostik der Erkrankung besteht in der Klärung der Ursache der Blutungen. Dazu werden allgemeine Blut- und Urintests sowie die Biochemie, das Gerinnungsprofil (Analyse zur Bestimmung der Gerinnbarkeit), die Analyse des Mikroelementgehalts im Blutserum durchgeführt. Ferner werden die allgemeine Gerinnungszeit und die Prothrombin-Konzentration bestimmt; es werden Prothrombin- und Thrombintests durchgeführt. Für die Diagnostik kommen Immuntests sowie weitere vom Arzt angeordnete Analysen zum Einsatz.

Die Behandlung der hämorrhagischen Diathese

Bei Vitamin-C-Mangel, der zur hämorrhagischen Diathese geführt hat, wird Ascorbinsäure verschrieben. Die Therapie hängt vom Tier und vom zugrundeliegenden Mechanismus der Blutungsneigung ab.

Bei Erkrankungen wie Vaskulitis und thrombozytopenischer Purpura werden Kortikosteroide eingesetzt. Bei Vitaminmangelkrankheiten wird Ascorbinsäure (Vitamin C) entsprechend dem Schema verabreicht. Bei starken und häufigen Blutungen des Patienten ist eine chirurgische Intervention mit Splenektomie indiziert. Bei Hämophilie werden Bluttransfusionen oder Plasma appliziert. Die Entwicklung einer Anämie erfordert die Gabe von Eisenpräparaten sowie eine Beachtung der Ernährung.

Ob Dazu gehören folgende Punkte:

Das weit verbreitete Medikament Viagra wurde ursprünglich zur Behandlung von Bluthochdruck entwickelt.


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