Kirin

Antibiotikum Kirin Kirin – ein Antibiotikum zur Therapie von Harnwegsinfektionen und Gonorrhoe.

Darreiform und Inhaltsstoffe

Kirin wird als Pulver zur Herstellung einer Suspension zur intramuskulären Verabreichung geliefert: weiß bis fast weiß (je 2 g in Glasfläschchen, je ein Fläschchen in einem Karton zusammen mit dem Lösungsmittel in dunklen Ampullen).

Der Wirkstoff im Bestand ist Spectinomycin-Hydrochlorid-Pentahydrat – 2 g.

Lösungsmittel: mikrobiostatisches Wasser für Injektionszwecke, hergestellt aus einer 0,9 %igen Benzylalkohol-Lösung (3,2 ml).

Anwendungshinweise

Kirin wird zur Behandlung von Gonorrhö bei Frauen und Männern eingesetzt.

Kontraindikationen

Eine Kontraindikation für die Anwendung von Kirin ist eine Überempfindlichkeit gegen Komponenten des Präparats.

Die Therapie wird bei Schwangeren nur in Fällen durchgeführt, in denen der potenzielle Nutzen für die Gesundheit der Mutter das mögliche Risiko für den Fötus übersteigt; während des Stillens muss die Anwendung des Präparats unterbrochen werden.

Anwendungsmethode und Dosierung

Kirin wird intramuskulär appliziert.

Für Erwachsene wird eine Einzeldosis von 2 g des Präparates (entsprechend 5 ml Suspension) empfohlen.

Die Suspension wird tief intramuskulär in den oberen äußeren Quadranten des Gesäßes injiziert.

Eine Anpassung der Dosierung für Patienten im fortgeschrittenen Alter ist nicht erforderlich.

Aufgrund unzureichender klinischer Daten wird die Anwendung von Kirin bei Kindern nicht empfohlen. Es liegen jedoch Daten vor, wonach eine Dosis von 40 mg pro Kilogramm Körpergewicht bei Kindern ab zwei Jahren wirksam sein kann, sofern keine andere wirksame Behandlung verfügbar ist.

Für die Anwendung des Präparates bei Kindern unter zwei Jahren liegen keine Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit vor.

Zur Vorbereitung der Suspension wird eine Ampulle mit Lösungsmittel (3,2 ml steriles Wasser für Injektionszwecke) zum Inhalt des Fläschchens hinzugefügt und sofort geschüttelt. Die resultierende Suspension hat ein Volumen von 5 ml und eine Konzentration von 400 mg/ml. Das zubereitete Präparat muss unverzüglich angewendet werden, da es nicht gelagert werden darf.

Nebenwirkungen

Während der Anwendung von Kirina können folgende unerwünschte Wirkungen auftreten:

  • Verdauungssystem: cholestatische Gelbsucht, Übelkeit sowie eine Erhöhung des alkalischen Phosphatase-Spiegels;
  • Ausscheidungssystem: Senkung der Diurese ohne Beeinträchtigung der Nierenfunktion (in Einzelfällen Hämaturie); bei langwieriger Anwendung Erhöhung des Harnstoffspiegels im Blut sowie Senkung der Kreatinin-Klärfunktion;
  • Zentralnervensystem: Schlaflosigkeit, Schwindel;
  • Laborparameter: Bei langwieriger Anwendung Senkung des Hämatokrits sowie der Glutamat-Pyruvat-Transaminasen und des Hämoglobins im Serum;
  • Allergische Reaktionen: selten Anaphylaxie, Nesselsucht sowie Exantheme (fleckiges Erythem, das manchmal in eine generalisierte Urtikaria übergeht);
  • Lokale Reaktionen: Schmerzen und Induration an der Injektionsstelle.

Besondere Hinweise

Die Anwendung von Kirin bei Patientinnen mit funktionellen Nierenstörungen ist nur im Falle der Ineffektivität anderer medikamentöser Therapien zulässig.

Kirin darf 24 Stunden vor einer Dialysesitzung nicht verabreicht werden, da die Wirksamkeit des Präparats (aufgrund der Senkung der Serumkonzentration) beeinträchtigt sein kann.

Die Anwendung von Kirin kann Merkmale einer Syphilis maskieren; daher sollten Patienten innerhalb eines Zeitraums von 4 bis 6 Wochen auf das Vorhandensein dieser Erkrankung untersucht werden. Bei Verdacht auf Syphilis ist eine serologische Testung über mindestens vier Monate erforderlich.

Bei der Therapie muss das Risiko einer Resistenzentwicklung bei Neisseria gonorrhoeae berücksichtigt werden. Dies kommt in seltenen Fällen vor; dennoch ist eine Überwachung der klinischen Wirksamkeit von Kirin erforderlich, um Anzeichen für eine Resistenz frühzeitig zu erkennen.

Wechselwirkungen mit Arzneimitteln

Kirin kann die klärende Wirkung von Lithium beeinträchtigen, was zu einem Anstieg der Toxizität und der therapeutischen Wirksamkeit des Lithiums bis zum klinisch manifesten Stadium führen kann (bei gleichzeitiger Anwendung ist ein strenges Monitoring der Symptome einer Lithiumtoxizität sowie des Serumspiegels erforderlich).

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen

Lagern Sie an einem trockenen, für Kinder unzugänglichen Ort bei Temperaturen von bis zu 30 °C.

Die Haltbarkeitsdauer beträgt 5 Jahre.

Eine vorbereitete Suspension bedarf keiner besonderen Lagerungsbedingungen.

Ob Wichtige Hinweise:

Hätte die Leber ihre Funktion eingestellt, wäre der Tod innerhalb weniger Tage eingetreten.


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