Mefenaminsäure

Mefenaminsäure Mefenaminsäure ist ein Wirkstoff mit analgetischer, krampflösender und entzündungshemmender Wirkung.

Darreichungsform und Packungsinhalt

Mefenaminsäure wird als Tablette in Blisterpackungen zu je 10 Tabletten (in einer oder zwei Blister im Karton) abgegeben.

Inhalt der Tablette:

  • Wirkstoff: Mefenaminsäure – 0,5 g;
  • Hilfsstoffe: Octadecansäure, Kartoffelstärke, Natriumcarboxymethylcellulose, Natriumcroscarmellosa, Magnesiumstearat.

Anwendungshinweise

  • Symptomatische Behandlung des Schmerzes
  • Therapie der Grippe und akuter respiratorischer Virusinfektionen (in Kombination mit anderen Arzneimitteln)
  • Fieberhafte Zustände (als Fiebersenkungsmittel)
  • Entzündliche Störungen des Knochen- und Gelenkapparates: Rheuma, rheumatoide Arthritis, Spondylarthrose
  • Schmerzen, Entzündungen und Ödeme, die sich in posttraumatischen und postoperativen Phasen entwickeln
  • Blutverlust bei Menorrhagien, bedingt durch ovulatorische dysfunktionelle Blutungen ohne pathologische Veränderungen der Organstrukturen
  • Funktionelle Dysmenorrhö

Kontraindikationen

  • Störungen der Funktion von Niere und Leber
  • Entzündliche Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
  • Magengeschwüre und Zwölffingerdarmgeschwüre
  • Bluterkrankungen
  • Alter bis zum fünften Lebensjahr
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe

Anwendung und Dosierung

Einnahme von Mefenaminsäure nach den Mahlzeiten

Die Einzeldosis ist altersabhängig

  • Erwachsene und Kinder ab dem 12. Lebensjahr: 0,25–0,5 g (die maximale Tagesdosis beträgt 3 g; bei Besserung die Dosis auf bis zu 1 g reduzieren)
  • Kinder zwischen dem 5. und 12. Lebensjahr: 0,25 g

Die Einnahmefrequenz beträgt 3-4 Mal täglich.

Der Arzt bestimmt die Behandlungsdauer individuell (durchschnittlich 20–60 Tage). Bei der symptomatischen Therapie des Schmerzsyndroms wird das Präparat in der Regel nur bis zu 7 Tage eingesetzt.

Nebenwirkungen

Häufig treten während der Anwendung von Mefenaminsäure gastrointestinale Beschwerden auf, wie Dyspepsie, Magen-Darm-Unwohlsein, epigastrische Schmerzen und Durchfall; zudem kann eine Erhöhung der Pankreasenzyme beobachtet werden. Die Einnahme des Präparats kann zur Entstehung eines Magengeschwürs sowie zu Magen-Darm-Blutungen führen.

Nebenwirkungen

  • Zusätzlich können im Rahmen der Therapie folgende kardiovaskuläre Effekte auftreten: Erhöhung des arteriellen Blutdrucks sowie Rhythmusstörungen; selten kommt es zu einer stagnierenden Herzmangelhaftigkeit (Herzinsuffizienz).
  • Zentralnervensystem: Sehr selten treten Reizbarkeit und Störungen des Traumes auf.
  • Urogenitales System: Nichtspezifische Nierenentzündung, funktionelle Nierenerkrankungen sowie Dysurie, Albuminurie und Hämaturie.
  • Atemwegssystem: Bronchospasmus und Dyspnoe.
  • Hämatologische Effekte: Eosinophilie, Agranulozytose, Thrombozytopenie oder Purpura sowie hämolytische Anämie.
  • Allergische Reaktionen: Urtikaria und Exantheme.

Besondere Hinweise

Mefenaminsäure ist bei Patientinnen mit Aspirin-Allergie sowie anderen nichtsteroidalen Antiphlogistika, bei schwerer Herzinsuffizienz, Geschwüren, Darmperforation und schwerer Leberzirrhose kontraindiziert. Zudem sollte das Präparat nach herzchirurgischen Eingriffen nicht angewendet werden.

Das Präparat sollte bei älteren Patienten sowie bei Epilepsie, Dehydratation, Allergien, Asthma, Diabetes mellitus, Kreislaufstörungen, dem Risiko eines Schlaganfalls, Angina pectoris, Gerinnungsstörungen, Porphyrie und bei Funktionsminderungen von Leber oder Nieren vorsichtig angewendet werden. Für diese Patientengruppe kann eine Dosisreduktion oder eine Änderung des Therapieschemas erforderlich sein.

Um die Reizung der Magenschleimhaut zu reduzieren, ist es empfehlenswert, das Präparat während der Mahlzeiten einzunehmen. Eine Dosisreduktion ist bei Bedarf ebenfalls möglich. Im Falle von Hautausschlägen oder Durchfall sollte die Einnahme des Präparats unterbrochen werden.

Bei einer langfristigen Behandlung sollten Blutwerte sowie die Funktion von Nieren und Leber regelmäßig kontrolliert werden.

Während der Anwendung von Mefenaminsäure wird davon abgeraten, gleichzeitig Kraftfahrzeuge zu führen oder Aufgaben auszuführen, die hohe Konzentration und schnelle psychomotorische Reaktionen erfordern.

Arzneimittelwechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Anwendung von Mefenaminsäure mit bestimmten Arzneimitteln können unerwünschte Wirkungen entstehen:

  • Opioidanalgetika, Dikumarin, Elektrolyte sowie Beta-1-Sympathomimetika und Phenothiazinderivate führen zu einer Verstärkung der Wirkung von Mefenaminsäure.
  • Antikoagulanzien sowie Vitamin-K-Antagonisten verstärken ihre Wirkung.
  • Methotrexat verstärkt seine negativen Wirkungen.
  • Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAR) wie Warfarin erhöhen das Risiko für gastrointestinale Komplikationen.
  • Antazida können die Bioverfügbarkeit von Mefenaminsäure erhöhen und deren Nebenwirkungen verstärken.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen.

An einem für Kinder unzugänglichen Ort bei einer Temperatur von bis zu 25 °C lagern.

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