Labasnik

Labasnik-Blatt Labasnik – ein in der Volksmedizin häufig genutztes Kraut.

Pharmakologischer Effekt

Labasnik (Tawolga) – eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Rosengewächse mit weißen, kleinen Blüten in großen Blütenständen.

Labasnik wächst auf Sümpfen, Flussufern und Wiesen; die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis August.

In der Medizin werden Blüten, Wurzeln und Blätter der Pflanze verwendet. Zu den bekannten Eigenschaften des Labasniks gehören: entzündungshemmend, schmerzstillend, beruhigend, harntreibend, krampflösend, zusammenziehend, gefäßverengend und blutstillend.

Die Blätter enthalten Gerbstoffe, Flavonoide, Ascorbinsäure, Carotin und Anthocyane. Sie werden während der Blütezeit gesammelt und getrocknet.

In den Blüten des Labasniks sind Flavonoide (Schematismus), Avicularin, Kverzetin sowie das Glykosid Spirein enthalten.

Ausgabeschema

Der getrocknete und flache pflanzliche Rohstoff.

Anwendungshinweise für Labasnik

Labasnik wird bei folgenden Erkrankungen eingesetzt: Psoriasis, Herzbeutelergüsse (Hydrops), Darm- und Magenpolypen, Herpes, Unfruchtbarkeit, Leberentzündung, Magenleiden, Nierenkrankheiten, Harnblasenerkrankungen, Darmatonie, Angina pectoris, respiratorische Erkrankungen, Influenza, Bronchialasthma, onkologische Erkrankungen, Lungenentzündung und Bronchitis.

Aufgrund seiner natürlichen Eigenschaften eignet sich Labasnik zur Behandlung neurologischer Erkrankungen, Arthritiden, Arthrosen, Rheuma, Neuritis des Gesichtsnervs, Ischiasneuralgie, Epilepsie sowie Neuralgien der Zwischenrippennerven.

Bei trophischen Geschwüren bewirkt die Anwendung von Labasnik eine Reduktion von Hitze und Entzündungen.

Kontraindikationen

Die Anwendung von Labasnik ist aufgrund seiner adstringierenden Wirkung bei chronischer Verstopfung kontraindiziert.

Die Anwendung sollte bei hypotonen Patienten (Blutdrucksenkung), Personen mit gestörter Blutgerinnung sowie bei Thrombozytopathie vorsichtig erfolgen, da Blutungen provoziert werden können.

Tee- und Aufgüsse aus Labasnik dürfen nicht eingenommen werden bei nachgewiesener Hypersensibilität, während der Schwangerschaft, bei Magengeschwüren, Gastritisen sowie bei Kindern bis zum 12. Lebensjahr.

Gebrauchsanweisung für die Anwendung von Labasnik

Labasnik Bei Hypertonie und Diabetes mellitus wird ein Aufguss aus dem Gras Labasnik wie folgt zubereitet: Einen Löffel der Blätter mit zwei Gläsern kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten im Wasserbad ziehen lassen, abseihen und auf nüchternen Magen dreimal täglich während des Monats einnehmen.

Zur Prophylaxe akuter respiratorischer Erkrankungen wird ein Aufguss aus den Blüten von Labasnik wie folgt zubereitet: Die Hälfte eines halben Liters (also 250 ml) wird mit kaltem abgekochtem Wasser übergossen, verschlossen und 12 Stunden ziehen gelassen.

Der Aufguss aus Labasnik wird während einer Epidemie dreimal täglich in einer Dosis von 1–2 ml eingenommen. Zur Behandlung von akuten respiratorischen Virusinfektionen (ORVI), Erkältungen, Angina pectoris und Influenza wird ein Löffel des Tees aus diesem Aufguss 3–4-mal pro Tag konsumiert.

Zur Behandlung der Unfruchtbarkeit im Zusammenhang mit Adhäsionen sowie zur Entzündung der Eileiter wird eine Gebührenmischung aus den Blüten von Labasnik, Klee und Lindenblüten zubereitet. Aus dieser Mischung wird Tee aufgegossen und 3–4-mal täglich (ein Löffel pro Glas kochendem Wasser) getrunken.

Das Gras Labasnik wird bei Magen- und Darmpolypen sowie Leberentzündungen eingesetzt. Zwei Esslöffel des Grases werden mit einem Liter kochendem Wasser übergossen, zwei Stunden ziehen gelassen und nach 0,5 Stunden zwischen den Mahlzeiten eingenommen.

Zur Behandlung von Magenerkrankungen, Tachykardie, Abnahme der Herzwassergeschwülste sowie bei Nieren- und Blasenleiden werden zwei Esslöffel Tee-Zwetschken mit 0,5 Liter kochendem Wasser übergossen. Das Aufguss wird ca. eine Stunde ziehen gelassen und anschließend in drei Tassen pro Tag zwischen den Mahlzeiten eingenommen.

Die Wurzeln des Labasniks werden in der komplexen Behandlung onkologischer Erkrankungen sowie bei Gelenkerkrankungen eingesetzt: Vier Esslöffel der zerkleinerten Wurzeln werden mit einem Liter Wasser übergossen und eine Stunde im Wasserbad gekocht. Der Sud wird nach sieben Minuten abgeseiht, auf 50 ml portioniert und viermal täglich eingenommen. Das Präparat wird im Kühlschrank aufbewahrt und kann zudem zur Wundspülung sowie bei der Behandlung von Dysenterie und Verwirrungen (SCHKT) verwendet werden.

Die Tinktur aus Labasnik-Gras wird zur Behandlung von Verbrennungen, trophischen Geschwüren und eitrigen Wunden hergestellt: 200 Gramm Gras werden mit einem Liter 20%igem Spiritus übergossen und 10 Tage ziehen gelassen. Aus dieser Tinktur eignen sich feuchte Kühlverbände bei Arthritis, Rheuma, Neuralgien sowie Arthrose und Trigeminus- oder Trojnik-Nervenlähmungen (zugleich kann der Tee aus Zwetschken getrunken werden).

Nebenwirkungen

Die Anwendung von Labasnik kann allergische Reaktionen auslösen.

Ob Bitte beachten Sie:

Die seltenste Erkrankung ist das Lachkrampf-Syndrom (Lachkrämpfe). Nur Angehörige des Stammes der Fore in Neuguinea sind davon betroffen. Der Patient stirbt vor Lachen. Es wird angenommen, dass die Ursache für das Entstehen dieser Krankheit eine Hirnblutung oder -zerstörung ist.


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