Propanorm

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Ab 334 Rubel

Propanorm® (Tabletten mit Filmüberzug) Propanorm – ein antiarrhythmisch wirksames Präparat.

Darreichungsform und Zusammensetzung

Galenische Darreichungsformen:

  • Tabletten mit Filmüberzug: fast weiß oder weiß gefärbt, rund-doppelt konvex (10 Stück pro Blister, 5 Blister pro Pappkarton);
  • Lösung zur intravenösen Anwendung (w/w): farblose klare Flüssigkeit (10 ml in Glasampullen ohne Farbton mit Bruchpunkt, 5 Ampullen pro Umrissfolie, 2 Packungen pro Karton).

Eine Tablette enthält:

  • Die wirksame Substanz: Propafenon-Hydrochlorid – 150 mg oder 300 mg (entspricht einem Gehalt an Propafenon von 135,7 mg bzw. 271,05 mg).
  • Hilfsstoffe: Natriumgipromellosa 5, Maisstärke, granuliertes Mikrokristallin, Magnesiumstearat, Natriumcroscarmellosa, Makrogol 6000, Natriumlaurylsulfat sowie eine Emulsion aus Dimethicon und Siliciumdioxid.

1 ml der Lösung enthält:

  • Wirkstoff: Propafenon-Hydrochlorid – 3,5 Milligramm;
  • Hilfsstoffe: Dextrose-Monohydrat (Glucose) sowie Wasser für Injektionszwecke.

Anwendungshinweise

Überzogene Tabletten
Die Anwendung von Propanorm dient der Prophylaxe und Therapie der Arrhythmie.

  • Paroxysmale Rhythmusstörungen (Wolff-Parkinson-White-Syndrom, supraventrikuläre Extrasystolen sowie Vorhofflattern und -flimmern);
  • Vorhofextrasystolie und supraventrikuläre Extrasystolie
  • Vorhof-Kammer-Reentry (Mechanismus der wiederholten Rückleitung des Impulses) bei Tachykardie.

Zusätzlich werden die Tabletten zur Prophylaxe der monomorphen Kammertachykardie verschrieben.

Die Lösung für w/w zur intravenösen Gabe.
Das Präparat wird zur Unterdrückung der Anfälle des Vorhofflimmerns, des Vorhofflatterns, der supraventrikulären Tachykardien, des Syndroms von Wolff-Parkinson-White sowie der Kammertachykardien (bei Abwesenheit von Störungen der systolischen Funktion der linken Kammer) eingesetzt.

Kontraindikationen.

  • Ausgeprägte arterielle Hypotonie und ausgeprägte Bradykardie
  • Schwere Elektrolytstörungen (einschließlich Kaliumstoffwechsel)
  • Schwere, langdauernde obstruktive Lungenerkrankungen (COPD)
  • Gleichzeitige Anwendung von Ritonavir
  • Schwund des Sinusknotensyndroms
  • Vorhof-Kammerblock Grad II–III
  • Ausgesprochene Veränderungen des Herzmuskels organischen Ursprungs: refraktäre, langdauernde Herzinsuffizienz mit einer Ejektionsfraktion der linken Kammer von 35 %, sowie Herzblock (weniger arhythmisch, wenn der Block nicht aufnehmend ist)
  • Die Stillzeit
  • Alter bis zum 18. Lebensjahr
  • Überempfindlichkeit gegen die Wirk- oder Hilfsstoffe des Arzneimittels

Zusätzlich ist die Einnahme von Tabletten kontraindiziert bei:

  • intraventrikulärem Leitungsblock;
  • Distaler Block oder Stielblock des His-Bündels ohne Elektroherzschrittmacher
  • Myasthenia gravis
  • Unkontrollierbare, langdauernde Herzinsuffizienz
  • Schwere Form einer langdauernden Herzinsuffizienz im Stadium der Dekompensation

Weitere Kontraindikationen für die intravenöse Gabe der Lösung

  • Akutes Koronarsyndrom
  • Brugada-Syndrom
  • Myasthenia gravis
  • Überleitungsschwäche der Erregung zwischen Vorhöfen und Kammern, insbesondere Sinuskammerblock oder Sinus-Knotenblock bei Patientinnen ohne Herzschrittmacher
  • Verlängerung des QT-Intervalls
  • Gleichzeitige Anwendung trizyklischer Antidepressiva, Zisaprids, Phenothiazine, Bepridils sowie oraler Makrolide (alle Wirkstoffe können das QT-Intervall verlängern):

Propanorm sollte bei Patienten mit leichtem bis mittelschwerem Sinuskammerblock, bei bestimmten künstlichen Herzschrittmachern und im fortgeschrittenen Alter vorsichtig angewendet werden.

Zusätzlich:

  • Tabletten bei Patienten mit Nieren- und/oder Leberfunktionsstörungen sowie bei Myasthenia gravis:
  • Indikationen: Bronchialasthma, organische Herzinfektionen, arterielle Hypotonie sowie renale oder hepatische Insuffizienz, Hyper- und Hypokaliämie.

Die Anwendung von Tabletten und Lösung ist während der Schwangerschaft ausschließlich nach vitalen Indikationen (insbesondere im ersten Trimester) zulässig, sofern das erwartete Nutzen-Risiko-Profil für die Mutter gegenüber dem potenziellen Risiko für den Fötus positiv bewertet wird.

Anwendungsart und Dosierung

Tabletten in der Hülle
Die Tabletten werden nach dem Essen vollständig eingenommen und mit ausreichend Wasser geschluckt.

Der Arzt bestimmt das Dosierungsregime und passt es individuell an, unter Berücksichtigung klinischer Befunde.

Die übliche Tagesdosis beträgt 450 Milligramm (150 Milligramm dreimal täglich im Abstand von jeweils 8 Stunden). Zur Erreichung des gewünschten therapeutischen Effekts kann die Anfangsdosis über 3 bis 4 Tage auf bis zu 600 Milligramm pro Tag (in zwei Aufnahmen) oder bis zur maximalen Tagesdosis von 900 Milligramm (in drei Aufnahmen) erhöht werden.

Die akute Dosis bei Unterbrechung eines Vorhofflimmer-Anfalls beträgt 600 Milligramm einmalig.

Steigt unter Propanorm-Therapie die Häufigkeit und Schwere der Arrhythmie, ist es ratsam, die Dosis zu reduzieren oder das Präparat vorübergehend abzusetzen.

Bei Patientinnen mit einem Körpergewicht unter 70 kg sowie bei älteren Patienten (über 70 Jahre) ist eine reduzierte Dosierung indiziert; der Therapiebeginn sollte stationär erfolgen und durch die Kontrolle des arteriellen Blutdrucks sowie der Elektrokardiographie begleitet werden.

Für Patientinnen mit einer beeinträchtigten Leberfunktion wird ein Dosierungsregime von 1/5 bis 1/3 der üblichen Dosis empfohlen; bei eingeschränkter Nierenfunktion (basierend auf der Kreatinin-Klärfunktion) erfolgt die Anfangsdosis in zwei Schritten jeweils um 10 % Reduktion.

Die Lösung für die intravenöse Anwendung (w/w).
Die Lösung ist für die parenterale Applikation (Infusion oder Tropfinfusion) bestimmt.

Für Infusionslösungen darf nur eine Glukosekonzentration von 5 % verwendet werden.

Langzeitinfusionen sind erforderlich und sollten 3 bis 5 Minuten nach der intravenösen Gabe des Präparats erfolgen.

Das Dosierungsregime wird vom Arzt individuell auf Basis der elektrokardiographischen Befunde und des klinischen Zustands des Patienten festgelegt.

Empfohlene Dosierung:

  • Parenterale Applikation (Infusion): Langsame Verabreichung – das Präparat wird über 10 Minuten infundiert, berechnet auf 1,5 bis 2 mg pro kg Körpergewicht; zur Erzielung des klinischen Effekts kann die Dosis nach 90 bis 120 Minuten erneut verabreicht werden.
  • Kurzzeitinfusion: Über einen Zeitraum von 60 bis 180 Minuten mit einer Rate von 0,5 bis 1 mg pro Minute; berechnet auf 0,5 bis 2 mg pro kg Körpergewicht. Zur Erzielung des klinischen Effekts kann das Verfahren nach 60 bis 120 Minuten wiederholt werden.
  • Langzeitinfusionen: Bis zu 560 mg pro Tag, was 160 ml Propanorm-Lösung entspricht.

Die Tagesdosis darf 560 mg nicht überschreiten.

Für die Behandlung schwerer Arrhythmien werden Kurzzeit- und Langzeitinfusionen empfohlen.

Das Präparat muss unter sorgfältiger Überwachung des Patientenstatus appliziert werden. Die Infusion ist sofort abzusetzen, wenn sich die Herzfrequenz signifikant erhöht (Tachykardie), das QRS-Intervall um mehr als 25 % erweitert oder das QT-Intervall um mehr als 20 % verlängert wird.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion und/oder Leberfunktion kann selbst die Anwendung üblicher therapeutischer Dosen von Propafenonhydrochlorid zu einer Kumulation im Organismus führen. Für diese Patientengruppe wird eine titrierte Dosierung des Präparats unter sorgfältiger Überwachung des EKGs sowie der Wirkstoffkonzentrationen im Blutplasma empfohlen.

Nach dem Anreichern des Präparats in einer 5 %igen Glukoselösung bleibt die physikalische und chemische Stabilität bei einer Temperatur von 25 °C über einen Zeitraum von 72 Stunden erhalten. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die Lösung jedoch unmittelbar vor der Anwendung zubereitet werden. Falls erforderlich, darf die fertige Infusionslösung innerhalb der nächsten 24 Stunden verwendet werden, sofern die Lagerungstemperatur nicht mehr als 8 °C beträgt.

Nebenwirkungen

Tabletten mit Filmüberzug

  • Kardiovaskuläres System: Kammertachyarrhythmien, atrioventrikuläre (AV)-Dissoziation, Bradykardie, Exazerbation der Herzinsuffizienz (bei reduzierter Funktion der linken Herzkammer), Angina pectoris, Sinusknotenblock, Leitungsstörungen des AV-Knots sowie supraventrikuläre Tachyarrhythmien; bei hohen Dosen im Hintergrund orthostatische Hypotension.
  • Nervensystem: Schwindel, Kopfschmerzen; selten – Diplopie, Krampfanfälle und Sehstörungen.
  • Verdauungssystem: Mundtrockenheit, Geschmacksveränderungen (bitterer Geschmack), Appetitverlust, Übelkeit, epigastrische Schwere, Verstopfung oder Durchfall; selten – funktionelle Leberstörung, Cholestase sowie cholestatische Gelbsucht.
  • Nervensystem: Schwindel, Kopfschmerzen; selten – Diplopie, Krampfanfälle und Sehstörungen.
  • Allergische Reaktionen: Hautjucken, Exanthem, Erythem, Hautausschlag sowie ein wollustähnliches Syndrom und Urtikaria.
  • Laborkennwerte: Auftreten von Antinukleärantikörpern, Agranulozytose, Felty-Syndrom, verlängerte Blutungszeit sowie Thrombozytopenie.
  • Sonstige: Bronchospasmus, Schwäche sowie hämorrhagische Hautausschläge.

Einleitung zur Dosierung w/w;

  • Kardiovaskuläres System: Sehr häufig – Palpitationen und Leitungsstörungen; Häufig – Bradykardie; bei vermindeter linksventrikulärer Funktion – Verschlechterung der Herzinsuffizienz; SA-Block, AV-Block, Kammertachyarrhythmien sowie Leitungsstörungen des Sinusknotens und supraventrikuläre Tachyarrhythmien; bei hoher Dosierung – signifikanter Blutdruckabfall (inklusive orthostatischer Hypotension); selten – Proarythmie (Pulsbeschleunigung/Tachykardie, Kammerflimmern); die Häufigkeit einer Exazerbation der chronischen Herzinsuffizienz ist unbekannt.
  • Nervensystem: Sehr häufig – Schwindel; Häufig – Ohnmacht; selten – Bewusstseinsstörungen, Angst, Kopfschmerzen, Paresthesien, Ataxie; selten – Sehstörungen, Diplopie; die Häufigkeit extrapyramidaler Symptome und von Krampfanfällen ist unbekannt;
  • Verdauungssystem: Häufig – Mundtrockenheit, Dyspepsie, Geschmacksstörungen; selten – Cholestase, Lebererkrankungen, Hepatitis, Ikterus; die Häufigkeit des Brechdrangs ist unbekannt;
  • Milchdrüsen und Geschlechtsorgane: selten – Impotenz; die Häufigkeit einer vorübergehenden Spermieminderung ist unbekannt;
  • Bindegewebe und Knochen-Muskelsystem: selten – Erythema nodosum;
  • Laboruntersuchungen zeigen selten eine Thrombozytopenie sowie eine Erhöhung der Leberenzymaktivität (Alkalische Phosphatase, Alaninaminotransferase, Aspartaminotransferase); selten treten Agranulozytose oder das Feltysyndrom auf; die Häufigkeit einer Granulozytopenie ist unbekannt.
  • Allergische Reaktionen sind selten: Hautausschlag, Juckreiz, Rötung der Haut und Urtikaria.
  • Zusätzliche Nebenwirkungen umfassen Bronchospasmus, Schwäche und Gelenkschmerzen.

Besondere Hinweise.

Der gesamte Therapieverlauf sollte durch regelmäßige EKG-Untersuchungen sowie die Kontrolle der Leberenzymaktivität (Transaminasen) und des Elektrolytgleichgewichts begleitet werden; dabei ist insbesondere die Kaliumkonzentration im Blut zu überwachen.

Bei Vorliegen von Störungen ist das Elektrolytgleichgewicht vor Beginn der Anwendung des Präparates zu korrigieren.

Aufgrund des erhöhten Risikos für arrhythmogene Wirkungen sollte die Behandlung unter stationären Bedingungen eingeleitet werden.

Die Anwendung von Propanorm zur Therapie von Kammertachykardien erzielt eine überlegene Wirksamkeit im Vergleich zu Antiarrhythmika der Klassen IA und IB.

Die Bioverfügbarkeit des Präparats liegt bei Patienten mit hepatischer Insuffizienz üblicherweise um etwa 70 % höher; daher ist eine Dosisreduktion erforderlich, wobei die Laborwerte regelmäßig zu kontrollieren sind.

Bei Patientinnen mit einem künstlichen Herzschrittmacher ist besondere Vorsicht bei der Bestimmung von Dosierung und Wirkungsgrad des Präparats geboten.

Bei der Langzeitanwendung von Antikoagulanzien und hypoglykämischen Mitteln ist eine regelmäßige Kontrolle der Laborparameter erforderlich.

Im Rahmen der Anwendung des Präparats kann es zu EKG-Veränderungen kommen, die einem Brugada-Syndrom ähneln; daher sollte die Gabe des Medikaments durch eine elektrokardiologische Überwachung begleitet werden.

Bei Auftreten eines AV-Blocks III. Grades, eines SA-Blocks oder häufiger Extrasystolen im Hintergrund der Einnahme ist das Präparat sofort abzusetzen.

Aufgrund des proarrhythmischen Potenzials sollte das Präparat ausschließlich nach ärztlicher Verordnung und unter medizinischer Überwachung angewendet werden.

Propanorm beeinflusst die Konzentrationsfähigkeit und die psychomotorische Reaktionsgeschwindigkeit; daher sollte während der Therapie auf das Führen von Kraftfahrzeugen verzichtet werden.

Arzneimittelwechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Propanorm:

  • Die Kombination mit Lidocin ist kontraindiziert, da Lidocin den kardiodepressiven Effekt des Präparats verstärkt.
  • Propranolol, indirekte Antikoagulanzien und Metoprolol erhöhen die Plasmaspiegel;
  • Digoxin erhöht das Risiko für eine Glykosid-Intoxikation.
  • Warfarin verstärkt den Effekt vor dem Hintergrund einer Blockierung des Metabolismus;
  • Lokale Anästhetika erhöhen das Risiko einer Infektion des Zentralnervensystems;
  • Bei gleichzeitiger Anwendung mit Propanorm können trizyklische Antidepressiva und Beta-Adrenoblocker die antiarrhythmischen Effekte des Präparats verstärken.
  • Amiodaron erhöht das Risiko für eine Tachykardie vom Typ 'Pirouette'.
  • Chinidin und Zimetidin erhöhen die Propafenon-Konzentration im Blutplasma um 20 %.
  • Rifampicin beschleunigt den Metabolismus und verringert dadurch die therapeutische Wirkung des Präparats; eine Dosiskorrektur ist erforderlich.

Bei einer begleitenden Therapie mit Mitteln, die die Blutbildung hemmen, steigt das Risiko für eine Myelosuppression.

Die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen von Propanorm wird bei Kombination mit Präparaten erhöht, die verfügbare negative inotrope Effekte oder AV- und SA-Knoten unterdrücken.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen.

Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Bewahren Sie das Präparat vor Licht und Feuchtigkeit bei einer Temperatur von 15–25 °C auf.

Die Haltbarkeitsdauer beträgt für die Tabletten 3 Jahre und für die Lösung 4 Jahre.

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Propanorm Tabletten p./p.l./über 150 mg N° 50, Pro. Med. CS Praha

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