Reminil

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Ab 767 Rubel

Reminil, Tabletten mit filmüberzogenem Kern Reminil – das Präparat mit anticholinesteratischer Wirkung, das zur Verbesserung der kognitiven Funktion bei Alzheimer beiträgt.

Darreichungsformen und Verfügbarkeit

Darreichungsformen von Reminil:

  • Tabletten mit Filmhülle: bikonvex, rund; auf einer Seite Prägung «JANSSEN»; bei 4 mg weiß oder hellweiß, Prägung auf der anderen Seite «G4»; bei 8 mg rosa, Prägung auf der anderen Seite «G8»; bei 12 mg orangebraun, Prägung auf der anderen Seite «G12» (à 10 Tabletten in Blister, nach 1, 2 oder 4 Blister im Karton)
  • Kapseln mit verlängerter Freisetzung: fest, aus Schellack; Inhalt besteht aus fast weißen oder weißen Granulaten; bei 8 mg Umfang Nr. 4, weiße Prägung mit Symbol «G8»; bei 16 mg Umfang Nr. 2, hellrosa Prägung mit Symbol «G16»; bei 24 mg Umfang Nr. 1, rosabraune Prägung mit Symbol «G24» (à 300 Kapseln in Polyethylensäure-Fläschchen, nach 1 Fläschchen im Karton; à 7 Kapseln in Blister, nach 1 oder 4 Blister (bei 8 mg), oder nach 4, 8 oder 12 Blister (bei 16 mg), oder nach 2, 4, 8 oder 12 Blister (bei 24 mg) im Karton).

Verfügbarkeit: Eine Tablette mit Filmhülle.

  • Wirkstoff: Galantamin – in den Dosierungen 4 mg, 8 mg oder 12 mg (entsprechend 5,127 mg Galanthinhydrobromid bei 4 mg, 10,254 mg bei 8 mg und 15,38 mg bei 12 mg).
  • Hilfsstoffe: mikrokristalline Cellulose, Laktosemonohydrat (Prämix im Verhältnis 25 % zu 75 %), Magnesiumstearat, Crospovidon sowie wasserfreies kolloidales Siliciumdioxid.
  • Hülle: Hypromellose 2910 (Viskosität 5 mPa·s), Propylenglykol, Titandioxid (E171) und Rutschmittel. Zusätzlich enthalten sind bei der 4-mg-Dosierung Eisenoxid gelb (E172); bei der 8-mg-Dosierung Eisenoxid rot (E172); sowie bei der 12-mg-Dosierung Eisenoxid rot (E172) und das orange-gelbe Farbstoff S (E110).

Zusammensetzung einer Kapsel mit verlängerter Freisetzung:

  • Wirkstoff: Galantamin – 8, 16 oder 24 Milligramme (in Form des Hydrobromids).
  • Hilfsstoffe: Ethylcellulose (20 mPa·s), Makrogol 400, zuckerhaltige Bestandteile (Maisstärke, Saccharose), Hypromellose 2910 (5 mPa·s) sowie Diethylphthalat;
  • Hülle: Gelatine und Titandioxid; zusätzlich bei der 8-mg-Formulierung rotes Eisenoxid; bei der 16-mg-Formulierung rotes Eisenoxid; bei der 24-mg-Formulierung rotes sowie gelbes Eisenoxid.

Anwendungshinweise

Reminil wird zur Behandlung der Demenz im Stadium leichter bis mäßiger Schwäche sowie bei Zuständen verschrieben, die mit langdauernden Störungen des zerebralen Blutkreislaufs einhergehen.

Kontraindikationen

Absolute Kontraindikationen:

  • Schwere Nierenfunktionsstörungen (bei einer Kreatinin-Klärfunktion von weniger als 9 ml/min)
  • Schwere Leberfunktionsstörungen (für Kapseln) oder ausgeprägte Leberfunktionsstörungen (> 9 Punkte nach der Child-Pugh-Skala) (für Tabletten)
  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe des Präparats

Relative Kontraindikationen (Reminil in Form von Kapseln ist bei Vorliegen der folgenden Erkrankungen oder Zustände mit Vorsicht anzuwenden)

  • Bronchialasthma, langdauernde obstruktive Lungenerkrankung;
  • Allgemeine Anästhesie;
  • Postoperative Phase nach chirurgischen Eingriffen am Gastrointestinaltrakt und der Harnblase
  • Instabile Angina pectoris, Bradykardie, Syndrom des Sinusknotens, AV-Block
  • Obstruktionen des Gastrointestinaltrakts, Magen- und Zwölffingerdarmulkus
  • Die kombinierte Anwendung mit Präparaten, die eine Verzögerung der Herzfrequenz bewirken (Beta-Blocker, Digoxin)
  • Obstruktion der ableitenden Harnwege
  • Epilepsie

Bei Schwangerschaft ist Reminil nur nach Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses für Mutter und Kind zu verschreiben; bei Stillzeit wird eine intermittierende Einnahme empfohlen.

Die Sicherheit von Reminil bei Kindern wurde nicht untersucht (das Sicherheitsprofil dieser Altersgruppe ist daher nicht empfehlenswert).

Anwendung und Dosierung

Tabletten.
Einnahme von Reminil

Einnahme: zweimal täglich, bevorzugt gleichzeitig mit der morgendlichen und abendlichen Nahrungsaufnahme.

Die Tagesdosis beträgt zunächst (über 4 Wochen) 8 mg, anschließend (über 4 Wochen) 16 mg. Je nach klinischer Gesamtsituation, insbesondere unter Berücksichtigung der Verträglichkeit und des erreichten Effekts, ist eine Erhöhung bis zu 24 mg möglich.

Bei einer Kreatinin-Klärfunktion von über 9 ml/min wird die Reminil-Dosis nicht angepasst.

Die Anfangsdosis bei mittelschweren Leberfunktionsstörungen beträgt 4 mg einmal täglich (zum Frühstück). Nach einer Woche kann die Dosierung auf bis zu 8 mg einmal täglich erhöht werden.

Bei gleichzeitiger Einnahme mit starken CYP3A4- oder CYP2D6-Hemmstoffen ist eine Dosisreduktion des Präparats erforderlich.

Die Kapseln
Reminil wird in einer Einzeldosis von 1 Tablette täglich eingenommen, bevorzugt zum Frühstück zusammen mit der Mahlzeit.

Die Anfangstagesdosis beträgt 8 mg.

Beim Wechsel von den Reminil-Kapseln zu den Tabletten ist die letzte eingenommene Kapsel am folgenden Morgen fortzuführen; dabei bleibt die Tagesdosis unverändert.

Während der Therapie muss eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sichergestellt werden.

Die unterstützende Anfangstagesdosis von 16 mg wird über mindestens vier Wochen beibehalten. Eine Erhöhung auf bis zu 24 mg ist nach umfassender ärztlicher Einschätzung des Krankheitsbildes, insbesondere unter Berücksichtigung der Verträglichkeit und des therapeutischen Effekts, möglich.

Nach einer abrupten Absetzung der Behandlung verschlimmern sich die Symptome in der Regel nicht. Nach einer Pause von einigen Tagen kann mit der Anfangsdosis fortgefahren werden; danach wird das oben beschriebene Schema schrittweise angewendet.

Bei Leberinfektionen mittlerer und schwerer Schwere beträgt die Anfangstagesdosis 8 mg. Nach einer Woche kann die Einnahmehäufigkeit auf bis zu eine Tablette täglich erhöht werden, wobei der Therapieverlauf mindestens vier Wochen umfasst. Eine Überschreitung der Tagesdosis von 16 mg ist bei diesen Patienten nicht erforderlich.

Bei gleichzeitiger Einnahme mit starken Cytochrom-P450-3A4- oder -2D6-Hemmstoffen ist eine Dosisreduktion erforderlich.

Nebenwirkungen

Tabletten

  • Zentralnervensystem: Häufig Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Schwindel, Schwäche, Kopfschmerzen, plötzlicher Sturz oder Verwirrtheit; selten Ohnmacht und Tremor.
  • Verdauungssystem: Häufig Erbrechen, Appetitverlust, Übelkeit sowie Bauchschmerzen. Bei Frauen wurden Appetitverlust, Übelkeit und Erbrechen häufiger beobachtet.
  • Sonstige: Häufig Infektionen der Atemwege, Gewichtsabnahme, Rhinitis sowie Traumen; selten schwere Bradykardie.

Kapseln
Während der Einnahmezeit von Reminil traten häufig Übelkeit und Erbrechen auf. Diese Störungen entstehen in der Regel bei einer Dosisanpassung. Ihre Dauer betrug mindestens sieben Tage; meist zeigten sie einen periodischen Verlauf. Am effektivsten für solche Fälle ist die Gabe antiemetischer Medikamente sowie die Sicherstellung einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr.

Zusätzlich können im Verlauf der Therapie folgende Nebenwirkungen auftreten (beobachtet > 1/10: sehr häufig; > 1/100 bis < 1/10: häufig; > 1/1.000 bis < 1/100: selten; > 1/10.000 bis < 1/1.000: sehr selten; < 1/10.000: nicht bekannt):

  • Kardiovaskuläres System: Häufig Bradykardie; selten Palpitationen, AV-Block I. Grades sowie Extrasystolien und arterieller Blutdruckabfall.
  • Nervensystem: Häufig Ohnmacht, Schwindel, Hemmung, Tremor und Kopfschmerzen; selten Schlafsucht, Geschmacksveränderungen sowie Kribbeln.
  • Immunsystem: Selten Überempfindlichkeit.
  • Verdauungssystem: Sehr häufig Erbrechen und Übelkeit; häufig Dyspepsie, Durchfall sowie Magen-Darm-Unwohlgefühle und Bauchschmerzen.
  • Skelett-Muskelsystem und Bindegewebe: Häufig Muskelkrämpfe; selten Muskelschwäche.
  • Leber und Gallenwege: Sehr selten Hepatitis.
  • Psyche: Häufig Halluzinationen, Depression (Suizid ist sehr selten); selten akustische oder visuelle Halluzinationen.
  • Stoffwechsel und Ernährung: Häufig Anorexie, Appetitverlust; selten Dehydrierung (in Einzelfällen schwerwiegend, was zu Niereninsuffizienz führen kann).
  • Sehorgan und Gehör: Selten Sehstörungen; sehr selten Ohrensausen.
  • Haut und subkutanes Gewebe: Häufig vermehrtes Schwitzen.
  • Laborwerte: Häufig Gewichtsverlust; sehr selten erhöhte Aktivität der Leberenzyme.
  • Häufige allgemeine Nebenwirkungen: Schwäche und Müdigkeit.

In placebokontrollierten klinischen Studien wurden sehr selten folgende unerwünschte Ereignisse beobachtet: Rhinitis, Hämaturie, Anämie sowie Infektionen der Atemwege. Eine kausale Verbindung zur Therapie konnte nicht nachgewiesen werden.

Besondere Hinweise

Während der Therapie ist auf Veränderungen des Körpergewichts zu achten, da eine Gewichtsabnahme sowohl ein Symptom der Alzheimer-Krankheit sein kann als auch Folge der Einnahme von Reminyl.

Die meisten Nebenwirkungen treten im Verlauf einer schleichenden Dosissteigerung von Reminyl auf.

Das Präparat ist für Patientinnen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen indiziert, d.h. für Patienten mit isolierten Gedächtnisstörungen, die den erwarteten Wert für Bildung und Alter überschreiten, jedoch nicht eindeutig als Alzheimer-Krankheit klassifiziert sind.

Bei der Anwendung von Reminil ist zu beachten, dass die Einnahme des Arzneimittels die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr sowie zum Umgang mit Maschinen beeinträchtigen kann.

Arzneimittelwechselwirkungen

Bei der Kombination von Reminil mit bestimmten Arzneimitteln können folgende Effekte beobachtet werden:

  • Hemmstoffe des Isoenzym CYP2D6 (Fluvoxamin, Amitriptylin, Fluoxetin, Chinidin, Paroxetin): Verringerung der Clearance von Galantamin
  • Anticholinergika: Verstärkung der antagonistischen Wirkung
  • Weitere Cholinomimetika: Verstärkung ihrer Wirkung (Kombination wird nicht empfohlen)
  • Periphere Depolarisationsmyorelaxantien (bei Narkose): Verstärkung des nervösen Muskelblocks
  • Präparate, die die Herzfrequenz senken (z. B. Beta-Adrenoblocker und Digoxin): Verstärkung ihrer Wirkung
  • Starke Hemmstoffe der Isoenzyme CYP2D6 und CYP3A4: Erhöhung der Häufigkeit unerwünschter Reaktionen (hauptsächlich Übelkeit und Erbrechen); ggf. ist eine Reduktion der Reminil-Dosis erforderlich.

Lagerfristen und -bedingungen

Lagern Sie das Arzneimittel an einem für Kinder unzugänglichen Ort bei einer Temperatur von 15 bis 30 °C.

Die Haltbarkeitsdauer beträgt 2 Jahre.

Preise in Online-Apotheken

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Reminil-Kapseln, 8 mg, 7 Stück

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Reminil-Kapseln mit verlängerter Wirkdauer, 8 mg, 7 Stück, Janssen-Silag S.p.A.

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Reminil-Kapseln, 16 mg, 28 Stück

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Reminil-Kapseln, 16 mg, 28 Stück, Janssen-Silag S.p.A.

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Reminil-Kapseln, 24 mg, 28 Stück

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Ob Sie wissen das:

Das menschliche Gehirn macht neben 2 % der gesamten Körpermasse aus und verbraucht daneben 20 % des Sauerstoffs, der ins Blut gelangt. Diese Tatsache macht ein menschliches Gehirn außerordentlich empfindlich für Beschädigungen, die durch den Sauerstoffmangel verursacht werden.


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