Die Zuckerkrankheit zählt zu den weltweit am häufigsten verbreiteten Erkrankungen. Jährlich werden mehr Menschen mit dieser Krankheit diagnostiziert als mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder onkologischen Pathologien. Nach Schätzungen leiden derzeit etwa 3 % der Weltbevölkerung an Diabetes. Prognosen der Ärzte zufolge wird für die nächsten 15 bis 20 Jahre eine Verdopplung der Fallzahlen erwartet.
Die Hauptursache dieser Erkrankung ist eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels im Organismus. Dieser Zustand wird durch zwei Faktoren bedingt: entweder ist der Organismus nicht in der Lage, Insulin aufzunehmen, oder die Insulinspiegel decken den Bedarf des Menschen nicht aus.
Es gibt verschiedene Theorien zu den Ursachen der Zuckerkrankheit. Eine davon ist die erbliche Ätiologie der Krankheit. Die familiäre Veranlagung zur Pathologie tritt beim Typ-I-Diabetes auf und wird durch Virusinfektionen (wie Influenza, Masern oder Röteln) ausgelöst, was die Zerstörung insulinproduzierender Zellen im Organismus aktiviert.
Auch beim Typ-II-Diabetes kann eine erbliche Ursache vorliegen. In diesem Fall ist die Krankheit jedoch auf eine angeborene Insulinresistenz der Gewebe zurückzuführen. Bei Verwandten des Typ-I-Diabetes tritt die Erkrankung bei 7 bis 10 % auf, während die Wahrscheinlichkeit für den Typ-II-Diabetes bereits bei 80 bis 100 % liegt.
Zu den Ursachen der Zuckerkrankheit zählen auch Übergewicht sowie Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, wie bösartige Neubildungen oder eine Pankreatitis.
Als mögliche Ursache für die Zuckerkrankheit kann auch ein Trauma dienen, das das Pankreasgewebe und seine Funktionen schädigt. Zudem zählen Stress und fortgeschrittenes Alter zu den Risikofaktoren. Die Wahrscheinlichkeit, an der Krankheit zu erkranken, verdoppelt sich mit jedem Lebensjahrzehnt.
Der übermäßige Konsum von Süßigkeiten, einer der möglichen Ursachen für die Zuckerkrankheit, wird von Ärzten oft nicht ernsthaft beachtet; doch führt diese Begeisterung für Zucker bei Menschen häufig zu Fettleibigkeit oder Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse.
Der erste Typ der Zuckerkrankheit entwickelt sich infolge der Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen. Diese Erkrankung ist charakteristisch für Personen im jungen Alter.
Zu den ersten Symptomen des ersten Typs der Zuckerkrankheit gehört das beschleunigte Wasserlassen. Der menschliche Organismus versucht dabei, den Glukoseüberschuss auszuschleusen. Die Polyurie führt zu intensiver Durstempfindung und einem hohen Flüssigkeitsverbrauch.
Beim ersten Typ der Zuckerkrankheit leidet die Patientin unter einer erhöhten Belastung für die Nieren, Dehydrierung des Organismus sowie Ansammlung von Ketonkörpern. Eine Ketoazidose, eine Komplikation der Zuckerkrankheit, kann den Kranken in einen Zustand diabetischer Präkomas oder eines Diabetikuskomas überführen.
Der zweite Typ der Zuckerkrankheit tritt wesentlich häufiger auf als die erste Form dieser Erkrankung. Zur Risikogruppe gehören Patienten mit Übergewicht sowie Personen im Alter von über 40 Jahren.
Beim zweiten Typ wird im menschlichen Organismus eine normale Insulinmenge produziert. Dennoch ist im Blut des Kranken trotz dessen eine erhöhte Glukosekonzentration enthalten. Beim zweiten Typ weist der kranke Organismus eine geringe Insulinsensitivität auf, d.h. eine schlechte Aufnahmefähigkeit für die Wirkung von Insulin.
Das Ausmaß der Symptome beim zweiten Typ der Zuckerkrankheit hängt vom Grad der Unempfindlichkeit des Gewebes gegenüber Insulin ab. Je nach Schweregrad des Krankheitsverlaufs unterscheidet man üblicherweise zwischen leichter, mittelschwerer und schwerer Form der Zuckerkrankheit.
Der pankreatische Typ des Diabetes mellitus entwickelt sich infolge von Infektionen des Pankreasgewebes bei einer Pankreatitis, durch Tumore sowie als Folge misslungener operativer Eingriffe, Traumata oder Alkoholmissbrauchs.
Zu den Hauptsymptomen des Diabetes mellitus (beider Typen) gehören:
Trockenheit und Juckreiz der Haut.
Im Anfangsstadium sind die Symptome der Zuckerkrankheit meist nicht ausgeprägt. Im weiteren Verlauf, mit dem Fortschreiten der Hyperglykämie, besteht das Risiko für schwere Zustände bei starkem Anstieg des Blutzuckerspiegels, die eine dringende ärztliche Betreuung erfordern.
Die Diagnose der Erkrankung erfolgt auf Basis der klassischen Symptome der Zuckerkrankheit sowie der durchgeführten Laboruntersuchungen. Im Rahmen der Diagnostik wird der Blutzuckerspiegel des Patienten geprüft; bei strittigen Fällen wird die Durchführung eines Nüchternblutzucker-Tests empfohlen.
Nach den Normen für gesunde Menschen liegen die Grenzwerte für den Blutzucker bei 6,6 mmol/l nüchtern und 11,1 mmol/l nach der Nahrungsaufnahme nicht vor. Das Vorhandensein von Zucker im Urin des Patienten stellt ein weiteres diagnostisches Symptom der Zuckerkrankheit dar.
Die symptomatische Therapie umfasst die Diättherapie, die medikamentöse Behandlung sowie den Heilsport. Das Hauptziel besteht darin, die Stoffwechselprozesse im Organismus zu normalisieren und die Arbeitsfähigkeit des Patienten zu erhalten.
Der Typ-II-Diabetes mellitus wird als insulinunabhängiger Diabetes bezeichnet. Bei dieser Form spielen in der Behandlung vorrangig die Diät und körperliche Aktivität zur Normalisierung des Gewichts eine Rolle.
In den Anfangsstadien der Erkrankung kann ein gestörter Kohlenhydratstoffwechsel durch Gewichtsreduktion wiederhergestellt werden. Die empfohlene Ernährung für übergewichtige Patienten sieht eine Reduktion leicht verdaubarer und hochkalorischer Lebensmittel sowie das Vermeiden von Konserven, geräucherten Produkten, fettem Fleisch, Mayonnaise, saurer Sahne, Nüssen, Eis, Konfitüren und Bonbons vor.
Körperliche Belastungen stellen eine wichtige Hilfsmethode in der Behandlung des Diabetes mellitus dar. Sie tragen dazu bei, den Blutzuckerspiegel zu senken sowie die Insulinsekretion und die Gewebsempfindlichkeit gegenüber Insulin zu verbessern.
In späteren Stadien der Erkrankung werden beim Typ-II-Diabetes Medikamente eingesetzt, die die Gewebsempfindlichkeit gegenüber Insulin erhöhen und die Funktion des Verdauungstrakts bei der Glukoseverdauung modulieren: Biguanide, Sulfonylharnstoffe sowie α-Glucosidasehemmer.
Bei der Behandlung des Typ-I-Diabetes wird Insulin eingesetzt. Es gibt Insulinpräparate mit unterschiedlicher Wirkdauer: kurz-, mittelfristig und langwirksam. Die Injektionsfrequenz richtet sich nach der Dauer der Arzneiwirkung, um die Funktion der Bauchspeicheldrüse bei fehlender eigener Insulinproduktion zu ersetzen.
Die Behandlung des Typ-I-Diabetes ist lebenslang erforderlich. Ein wesentlicher Bereich der Therapie bildet die Schulung des Patienten in der Fähigkeit zur Selbstkontrolle des Blutzuckerspiegels sowie zur eigenständigen Insulinspritze.
Das Behandlungsschema der Zuckerkrankheit wird individuell für jeden Patienten unter Berücksichtigung seines Zustands, des Gewichts und des Alters festgelegt. Eine eigenständige unkontrollierte Insulintherapie ist äußerst gefährlich für die Gesundheit.
Als ergänzende Methoden zur Haupttherapie haben sich folgende Rezepte der Volksmedizin bewährt:
Zusätzlich werden in der Volksmedizin Wurzeln von Solodka, Heidelbeerblätter sowie Wacholderfrüchte in gleichen Anteilen verwendet.
Zu den erfolgreichen Therapiemethoden zählen Mischungen aus Holunderblättern, Wermutkraut, Hirtentäschelblättern, Schachtelhalm, Sophorfrüchten, Weißdorn und Heckenrose im gleichen Verhältnis.
Alle oben genannten Bestandteile normalisieren den Wasserhaushalt des Körpers und beugen nephrologischen sowie oftalmologischen Komplikationen vor.
Ein Lächeln zweimal täglich kann den arteriellen Blutdruck senken und das Risiko für Herzinfarkt sowie Schlaganfall verringern.
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