Sarkom

Tumorwachstum – ein typisches Symptom für Sarkome

Das Sarkom ist eine Gruppe maligner Tumoren, die sich aus primären Bindegewebsstrukturen – den Ableitungen des Mesoderms – entwickeln. Diese Strukturen umfassen Sehnen, Bänder, Knochen, Gefäße, Muskeln und Hirnhäute. Eine charakteristische Besonderheit des Sarkoms ist seine nichtepitheliale Herkunft.

Sarkome treten in der Regel im Erwachsenenalter auf; die Mehrheit der Patienten liegt zwischen 20 und 50 Jahren. Unter allen Formen von Geschwülsten machen Sarkome mehr als 15 Prozent der bösartigen Neubildungen aus.

Ursachen des Sarkoms

Als Auslöser für die Entstehung eines Sarkoms gelten onkogene Substanzen sowie intensive ionisierende Strahlung. Diese Faktoren führen zu einer schnellen Vergrößerung von Gewebestrukturen, die Experten als niedrig differenziert oder atypisch bezeichnen.

Zudem haben moderne Forscher pathogene Einflüsse bestimmter Viren und chemischer Substanzen nachgewiesen. Belegt ist beispielsweise, dass langjähriger Kontakt mit Chemikalien wie Vinylchlorid zur Entstehung eines Angiosarkoms der Leber führt, während onkogene Viren die Entwicklung von Tumoren des Bindegewebes begünstigen.

Arten des Sarkoms

Alle bestehenden Sarkom-Arten (für heute werden knapp hundert nosologische Einheiten als eigenständige Entitäten gezählt) werden nach der Zellzugehörigkeit und ihrer feingeweblichen Struktur klassifiziert.

Die große Erkrankungsgruppe, die den allgemeinen Namen „Knochen-Sarkom" trägt, vereinigt folgende Unterarten:

Chondrosarkom

Knochensarkome

Fibrosarkom

Rundzellsarkome (Neurosarkome), Jünglings-Sarkom sowie Lymphomsarkome der Knochen und weitere Formen

Sarkome des Bindegewebes lassen sich nach klinisch-morphologischen Kriterien wie folgt einteilen:

Angiosarkome

Synovialsarkome

Liposarkome

Neurosarkome

Myogene Sarkome und andere

Eine weitere Gruppe umfasst Sarkome aus komplexen Zellverbänden, die aufgrund des geringen Differenzierungsgrads der Zellen keiner eindeutigen Zuordnung zu einer bestimmten Spezies unterliegen.

Symptome des Sarkoms

Die klinischen Erscheinungsformen und der Verlauf des Sarkoms hängen vom Tumortyp sowie von der Lokalisation ab. Für die meisten Sarkome ist das rasche Wachstum eines Tumors ein typisches Symptom.

Beim Knochensarkom manifestiert sich die Erkrankung zunächst durch nächtliche Knochen Schmerzen unerklärlichen Ursprungs. In der Regel lassen sich diese Schmerzen nicht durch schmerzstillende Medikamente stoppen; sie persistieren und steigern sich im Verlauf in dem betroffenen Bereich. Die weitere pathologische Tumorerweiterung beginnt, umgebendes Gewebe und Organe zu infiltrieren, wodurch Symptome entstehen, die denen einer Infektion ähneln.

Sarkome werden nach ihrer Wachstumsrate klassifiziert. So schreiten parostale Knochensarkome sehr langsam voran; dieser Tumortyp kann über einen langen Zeitraum ohne äußere Symptome bestehen. Im Gegensatz dazu neigen andere Tumorarten (zum Beispiel Rhabdomyosarkome) zu einem floriden Wachstum und einer ausgedehnten Metastasierung. Abgesonderte Sarkomtypen, wie Liposarkome, zeichnen sich durch einen multifokalen Charakter der primären Tumorbildung aus, was die Diagnostik sowie die fristgerechte Behandlung des Sarkoms erheblich erschwert.

Therapie des Sarkoms

Chirurgische Tumorentfernung – eine der Behandlungsmethoden bei Sarkomen

Die obligatorischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie jedes Sarkomtyps sind die frühzeitige Diagnosestellung sowie das komplexe therapeutische Vorgehen.

Bis vor Kurzem war die einzige Behandlungsform des Sarkoms die operative Methode, also die chirurgische Exstirpation der Tumormassen. Heute werden jedoch für die Behandlung dieser schweren Erkrankung neue Verfahren – die Strahlentherapie und moderne onkologische Medikamente – erfolgreich eingesetzt.

Die Prognose der Sarkomberarbeitung lässt sich unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Faktoren beurteilen, wobei das Krankheitsstadium entscheidend ist. Bei frühzeitiger Diagnosestellung zeigen die meisten Sarkomtypen mit den modernen medizinischen Verfahren gute Behandlungserfolge.

Ob Das wissen Sie bereits.

Studien zeigen, dass Frauen, die wöchentlich mehr als ein Glas Bier oder Wein konsumieren, ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt