Schlafkrankheit

Allgemeine Informationen zur Infektion

Überträger der afrikanischen Schlafkrankheit, die Zeze-Mücke

Die Schlafkrankheit (afrikanische Trypanosomose oder afrikanische Schlafkrankheit) ist eine Infektionskrankheit, die viele Leser bereits aus Abenteuerromanen ihrer Kindheit kennen; auch Jules Verne und Louis Buisson beschrieben die Symptome der Schlafkrankheit sowie ihre schrecklichen Folgen farbenreich. Diese Beschreibungen dürfen keinesfalls als Übertreibungen bezeichnet werden, doch kamen die meisten Betroffenen tatsächlich ums Leben. Der Erreger der Schlafkrankheit dringt nach den Stichen der Zecken-Fliege (das Geschlecht Glossina) in den menschlichen Organismus ein; diese Fliegen werden von Tieren und Menschen infiziert, die Träger der pathogenen Parasiten aus dem Geschlecht Trypanosoma sind. Die Schlafkrankheit ist auf dem afrikanischen Kontinent verbreitet. Jedes Jahr werden bei 50–70.000 Menschen Fälle diagnostiziert; jedoch verringert sich die Anzahl der Infektionen ständig, was mit der Verstädterung und der Verbesserung der Lebensqualität in den Entwicklungsländern zusammenhängt.

Experten haben verschiedene Formen der afrikanischen Schlafkrankheit unterschieden. Die gambische Form ist neben den großen Seen und entlang der Flüsse verbreitet; die Rhodesische Form hingegen ist für die Savannen typisch und tritt häufig an Stellen des Abholzens tropischer Wälder auf.

Symptome der Schlafkrankheit und Krankheitsbild

Die Tsetsefliege injiziert während der Blutmahlzeit Parasiten in den subkutanen Raum. Ein Teil der Trypanosomen gelangt sofort ins Blut, doch ein größerer Anteil bleibt an der Bissstelle zurück, wo eine floride Vermehrung der Erreger und die Bildung des charakteristischen krankhaften Knotens – des Schankers – stattfindet. Anschließend breiten sich die Parasiten durch das Bindegewebe und die Lymphgefäße im Körper aus. Bemerkenswert ist, dass die Schlafkrankheit ständig mutiert: Die erste Welle der Trypanosomen wird durch Abwehrstoffe eliminiert; im Verlauf dieses unsichtbaren Kampfes entsteht jedoch eine neue Antigenform der Infektion. Ein Stamm der Schlafkrankheit bildet dabei etwa hundert neue Parasitenvarianten. Nicht verwunderlich ist daher, dass der Mensch bei fehlender adäquater Behandlung vor der afrikanischen Schlafkrankheit absolut wehrlos ist. Dies ruft Unruhe hervor und verdeutlicht, dass Experten bisher nicht genau wissen, wie sich die Infektion in den Geweben ausbreitet.

Hinsichtlich der Symptome: Die rhodesische Schlafkrankheit verläuft schärfer und schwerer als die gambische Form; insgesamt sind die klinischen Merkmale beider Formen jedoch tatsächlich identisch.

  • Das Vorhandensein des Eingangsschankers – also des krankhaften Knotens an der Inokulationsstelle der Trypanosomen. Dieser tritt etwa fünf bis sieben Tage nach dem Eindringen des Erregers in den Organismus auf. Der Schanker kann sich an beliebigen Körperabschnitten manifestieren; er erscheint manchmal deutlich ausgeprägt, heilt jedoch fast immer spontan ab.
  • Das remittierende Fieber;
  • Schlaflosigkeit
  • Starke Kopfschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • Tachykardie
  • Fieber
  • Lymphadenopathie im okzipitalen Dreieck
  • subkutane Ödeme
  • Das annuläre Erythem tritt bei Europäern neben den Hauptsymptomen hinzu.

Bei Diagnose der gambischen afrikanischen Schlafkrankheit werden Verschlimmerungen durch latente Ruhephasen ersetzt. Die Infektion kann lange Zeit unentdeckt bleiben, bis die Merkmale einer schweren Zentralnervensystem-Infektion zutage treten. Die rhodesische Schlafkrankheit zeigt sich schneller; ihre Symptome sind stärker ausgeprägt. Bei dieser Form tritt bei Patienten sofort eine Abmagerung ein, jedoch sind Lymphknoteninfektionen weniger auffällig. Patientinnen ohne Behandlung sterben gewöhnlich an interkurrenten Infektionen und Myokarditis, solange das typische Syndrom der Schlafkrankheit noch nicht entwickelt ist.

Je nach Verlauf werden die Symptome zunehmend ausgeprägter: Bei Patientinnen fehlt oft das Lächeln, die untere Lippe wird unempfindlich und die Lider hängen herab. Die Patienten geraten in einen Stupor; je weiter fortgeschritten der Zustand, desto schwieriger wird es, sie zu reizen oder einfache Befehle auszuführen. Sie nehmen Nahrung nicht ein, bitten zudem nicht, treten aber dennoch selten Kontakt mit der Umgebung auf. In den letzten Stadien führt die Schlafkrankheit zu Krampfanfällen, Lähmungen im Verlauf, Koma, Epilepsie und schließlich zum unvermeidlichen Tod.

Behandlung und Prophylaxe der afrikanischen Schlafkrankheit.

Prävention der Schlafkrankheit

Für die Behandlung der Schlafkrankheit kommen traditionell Suramin, organische Arsenverbindungen sowie Pentamidin zum Einsatz; häufig wird Eflornithin verwendet, das insbesondere bei der gambischen Form eine hohe Wirksamkeit zeigt. Die konkreten Therapiemethoden hängen vom Stadium der Infektion, von der Resistenz des Erregers gegenüber den Medikamenten und vom allgemeinen Zustand des Patienten ab. Aufgrund ihrer hohen Toxizität weisen alle oben genannten Mittel schwere Nebenwirkungen auf; daher müssen sie ausschließlich in Kliniken unter ständiger Beobachtung durch Fachpersonal verabreicht werden.

Die Prophylaxe der Schlafkrankheit basiert auf einfachen, jedoch wirksamen Maßnahmen:

  • Besuche in Herden mit Erkrankten sollten vermieden werden.
  • Das Tragen heller Kleidung, insbesondere von Hemden mit langen Ärmeln.
  • Insektenschutzmittel beim Gehen auf die Straße mitnehmen.
  • Zur Vorbeugung wird Pentamidin einmal pro sechs Monaten intramuskulär injiziert.
Datum: Oktober 2014, Uhrzeit: 17:35 Uhr.
Interesnenko)) haben Danke, für den Vortrag von der Biologie sehr geholfen;)
Antworten.
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