Sulpirid

Sulpirid – ein neuroleptisches Antidepressivum. Sulpirid in Form einer Lösung

Zusammensetzung und Darreichungsform von Sulpirid

Das Präparat ist in zwei galenischen Formen erhältlich:

  • Die Tabletten sind weiß gefärbt, enthalten den Wirkstoff Sulpirid in einer Dosierung von 50 oder 200 Milligramm pro Tablette und werden zu je 10 Tabletten in Packungen oder zu 30 Tabletten in Blisterpackungen abgegeben. Hilfsstoffe: Kartoffelstärke, Laktose, Magnesiumstearat, Talkum, Gelatine sowie Mikrokristalline Zellulose (MKZ).
  • Die Lösung zur intramuskulären Anwendung ist durchsichtig und farblos, enthält 100 Milligramm Sulpirid pro Ampulle (2 ml) und wird zu je 10 Ampullen in Packungen abgegeben. Hilfsstoffe: Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke sowie Schwefelsäure als pH-Wert-Regulator.

Zu den Sulpirid-Analoga gehören die Arzneimittel Betamaks, Prossulpin, Eglek und Eglonil.

Pharmakologischer Wirkmechanismus

Laut Packungsbeilage wirkt Sulpirid neuroleptisch, antiparkinson und antidepressiv.

Nach klinischen Studien ist Sulpirid in niedrigen Dosierungen ein wirksames Hilfsmittel bei psychosomatischen Erkrankungen, insbesondere zur Linderung negativer psychiatrischer Symptome beim Zwölffingerdarm- und Magengeschwür. Beim Reizdarmsyndrom reduziert Sulpirid die Intensität der abdominalen Schmerzen und verbessert den klinischen Zustand des Patienten.

Auch in niedrigen Dosierungen ist das Präparat bei Schwindel verschiedener Ursachen wirksam. Sulpirid wirkt zentral antiemetisch und fördert die Prolaktinsekretion.

Die Aussagen zur Anwendung von Sulpirid

Nach der Packungsbeilage für Sulpirid wird das Medikament als Monotherapie oder in Kombination mit anderen psychoaktiv wirkenden Arzneimitteln bei den folgenden Zuständen und Erkrankungen empfohlen:

  • Akute delirante Zustände;
  • Schizophrenie
  • Depressionen unterschiedlicher Ätiologie

Kontraindikationen

Die Packungsbeilage von Sulpirid listet folgende Kontraindikationen auf:

  • Manische Psychose
  • Aggressionszustände
  • Überempfindlichkeit gegen einen oder mehrere Wirkstoffe des Arzneimittels
  • Krampfanfälle
  • Phäochromozytom
  • Hyperprolaktinämie
  • Prolaktinabhängige Tumoren (Mammakarzinome, Prolaktinom der Hypophyse)
  • Affektstörungen
  • Das Kindesalter bis zum 14. Lebensjahr
  • Akute Vergiftungen durch Schmerzmittel, Sedativa oder Alkohol
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Mit Ausnahme von Sulpirid ist es nicht empfehlenswert, das Präparat oder Sulpirid-Analoga in Kombination mit Dopaminagonisten (Apomorphin, Entakapon, Ropinirol, Pramipeksol, Amantadin, Chinagolid, Kabergolin, Lissurid, Bromokriptin, Pergolid) einzusetzen. Die Exklusion bilden Patienten mit Parkinson-Krankheit.

Sulpirid-Tabletten sind gemäß der Packungsbeilage zusätzlich kontraindiziert bei:

  • Laktaseinsuffizienz und Galaktose-/Glukose-Malabsorptionssyndrom;
  • Galaktosämie.

Basierend auf den Bewertungen sollte Sulpirid im hohen Lebensalter sowie bei den nachfolgend genannten Erkrankungen mit Vorsicht eingesetzt werden:

  • Arterielle Hypertonie.
  • Epilepsie.
  • Schwere Herzerkrankungen.
  • Dysmenorrhöe.
  • Glaukom.
  • Harnretention.
  • Angina pectoris.
  • Prostatahyperplasie.
  • Niereninsuffizienz oder akutes Nierenversagen.
  • Bösartiges neuroleptisches Syndrom (NLS) in der Anamnese.

Darreichungsform und Dosierung von Sulpirid.

Einnahme der Sulpirid-Tabletten entsprechend der Packungsbeilage.

Bei akuter delirioser Psychose sowie bei langdauernder und akuter Schizophrenie beträgt die Anfangsdosierung 600 bis 1200 Milligramm pro Tag, aufgeteilt in mehrere Einzeldosen.

Bei Depressionen liegt die Dosierung des Präparats oder Sulpirid-Analogons zwischen 150 und 600 Milligramm pro Tag; diese wird auf mehrere Einzeldosen verteilt, um die Wirkung zu optimieren.

Bei Schwindel ist Sulpirid nach klinischen Erfahrungen in einer Dosis von 150 bis 200 Milligramm pro Tag wirksam; die Therapiedauer beträgt zwei Wochen.

Bei langdauernden und schweren Psychosen wird Sulpirid gemäß der Instruktion als Lösung für die intramuskuläre Verabreichung eingesetzt. Die Therapie beginnt mit einer Dosierung von 400–800 mg pro Tag. Idealerweise dauert die Behandlung zwei Wochen, um die wirksamste Dosierung zu erreichen. Ist der Zustand des Patienten kaum verträglich, ist ein Übergang auf Sulpirid oder Analoga in Form von Tabletten erforderlich. Sulpirid in Form von Tabletten

Nebenwirkungen von Sulpirid

Laut klinischen Bewertungen treten bei der Einnahme von Sulpirid folgende unerwünschte Wirkungen auf:

  • Verdauungssystem: Übelkeit, Verstopfung, Sodbrennen, Mundtrockenheit, Erbrechen sowie eine Erhöhung der Lebertransaminasen und der alkalischen Phosphatase im Blutserum.
  • Endokrines System: Gynäkomastie, Libidoverlust und Impotenz, Gewichtszunahme, verstärkte Schweißabsonderung, reversibler Hyperprolaktinismus sowie Störungen des Menstruationszyklus.
  • Kardiovaskuläres System: Senkung oder Erhöhung des arteriellen Blutdrucks, Tachykardie sowie Verlängerung des QT-Intervalls.
  • Zentrales Nervensystem (ZNS): Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Aphasie sowie extrapyramidale Symptome und orale Automatismen. Je nach Dosierung können kleine Sulpirid-Mengen Reizbarkeit, Verwirrtheit im Traum, Unruhe und Sehstörungen verursachen.
  • Allergische Reaktionen: Ekzeme, Exantheme und Juckreiz.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Gleichzeitige Anwendung des Präparats oder eines Sulpirid-Analogons mit:

  • Levodopa: Verringerung der Wirkung von Sulpirid.
  • Drucksenkende Mittel: Sie verstärken die blutdrucksenkende Wirkung und erhöhen das Risiko einer orthostatischen Hypotonie.
  • ZNS-Depressiva, Anticholinergika sowie Clonidin: Sie verstärken ihre depressorische Wirkung auf das Zentralnervensystem.

Lagerungsbedingungen

Bei sachgerechter Lagerung an einem kühlen, trockenen und lichtgeschützten Ort ist das Präparat bis zu drei Jahren haltbar.

Ob Wichtige Hinweise

Während der Arbeitszeit verbraucht das menschliche Gehirn eine Energiemenge, die etwa 10 Watt entspricht. Daher ist die Beleuchtung direkt über dem Kopf zum Zeitpunkt des Entstehens interessanter Gedanken nicht weit von der Wahrheit entfernt.


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