Haarausfall

Alopezie (lateinisch: alopecia, griechisch: alopekia; Synonyme: Kahlköpfigkeit, erbliche Haarlosigkeit, Atrichie, Pelade, Haarausfall) – vorübergehende oder dauerhafte, partielle oder totale Abwesenheit des Haares.

Formen der Alopezie:

  • Angeboren (lateinisch: congenita) – dauerhaft, entwickelt sich seit der Geburt;
  • Angeborene Generalisierung (lateinisch: congenita totalis) – vollständige Abwesenheit von Haaren auf der gesamten Hautdecke;
  • Angeborene Begrenzung (lateinisch: congenita circumscripta; Synonym: fleckige Atrichie) – Abwesenheit von Haaren in begrenzten Bereichen der Hautdecke;
  • Areata (lateinisch: areata; Synonyme: kreisförmig, herdförmig) – Haarausfall auf einem oder mehreren stark begrenzten rundlichen Hautbereichen;
  • Areata marginalis (Wilson-Kreishaarschwund, Ofias) – Areata mit Lokalisation an den peripheren Bereichen der behaarten Kopfhaut, häufiger am Nackenbereich.
  • Geschnittene Areata (areata tonsurans) – eine atypische Form des Kreishaarschwundes, die durch das Abbrechen der Haare charakterisiert wird;
  • Diffuse Areata (diffusa) – gleichmäßige Haardichte.
  • Leprosa (leprosa) – eine symptomatische, beharrliche Alopecia, die aufgrund trophischer Störungen bei Patientinnen entstanden ist;
  • Lineare Narben-Alopecia (cicatricialis linearis; Synonym: Lewenthal-Lyrische lineare Narben-Alopecia) – eine familiäre Erkrankung unbekannter Ätiologie, gekennzeichnet durch gelegte lineare Herde des beharrlichen Haarausfalls mit Bildung von Narben;
  • Kleinstherdige Alopecia (parvimaculata) – der Kreishaarschwund, der durch kleine Umfangsgrößen der Herde des Haarausfalls charakterisiert wird; tritt bei Kindern in Form von Epidemieausbrüchen auf;
  • Neurotische Alopecia (neurotica; Synonym: Michelson-Alopecia neurotica) – eine symptomatische Haarausfallerkrankung, die im Rahmen von Erkrankungen des Nervensystems entsteht;
  • Okzipitaler Neugeborenen-Haarverlust (occipitalis neonatorum) – ein traumatisch bedingter und temporärer Haarausfall, der sich im okzipitalen Bereich bei Neugeborenen durch das ständige Liegen auf dem Rücken entwickelt;
  • Allgemeine Alopezie (universalis; Synonyme: generalisiert, universell) – vollständige Abwesenheit von Haaren auf der gesamten Hautdecke;
  • Vorzeitige Alopezie (praematura; Synonym: präsenil) – bei unklarer Ätiologie entwickelt sie sich bei Personen mittleren und jüngeren Alters, beginnend mit einer temporalen oder lokalen Ausdehnung des betroffenen Gebiets;
  • Röntgenalozie (roentgenica) – entsteht durch Röntgenbestrahlung und kann total sein, wenn die Bestrahlungsdosis hoch ist;
  • Narbenalozie – wird standhaft durch Hautveränderungen infolge von Traumata oder entzündlichen Prozessen bedingt;
  • Seborrhoische Alopezie – tritt diffus bei Seborrhoe auf;
  • Symptomatische Alopezie – entwickelt sich als Komplikation oder Symptom verschiedener Erkrankungen, die Hautschäden oder Intoxikationen verursachen;
  • Syphilitische Alopezie – tritt vorübergehend in der Rezidivphase der Syphilis infolge einer allgemeinen Intoxikation oder einer Infektion der Haarfollikel auf;
  • Diffuse syphilitische Alopezie – eine Form der syphilitischen Alopezie mit diffusem Haarausfall, vorzugsweise an den Schläfenbereichen;
  • Areoläre Syphilis-Alopezie (Synonym: Syphilitische Alopezie mit kleinen runden Ausfällen) – eine Form der Syphilis-Alopezie, die sich durch zahlreiche kleine rundliche Haarausfälle auszeichnet; diese treten hauptsächlich im Nacken- und Schläfenbereich sowie an Wimpern und Augenbrauen auf.
  • Gemischte Syphilis-Alopezie – eine Form der Syphilis-Alopezie, die Merkmale sowohl der areolären als auch der diffusen Syphilis-Alopezie aufweist.
  • Senile Alopezie – entwickelt sich infolge der senilen Atrophie der Haarfollikel;
  • Tallialopecia (Synonym: Tallia) – entsteht temporär durch die Anwendung von Talla-Pflastern bei der Behandlung von Dermatomykosen;
  • Toxische Alopezie – entwickelt sich symptomatisch infolge einer Intoxikation;
  • Totalis (Synonym: bösartige Alopecia) – verursacht die generalisierte Form des Kreishaarschwundes mit vollständigem Haarausfall auf dem gesamten Kopf und manchmal auch auf anderen Hautbereichen;
  • Traumatische Alopezie (Synonym: Grönlander) – entsteht durch wiederholte Verletzung der betroffenen Bereiche der Haardecke;
  • Dreieckige Alopezie frontoparietalis – weist die Form einer angeborenen Alopezie auf, charakterisiert als einseitiger Herd dreieckiger Form im lobär-temporalen Gebiet;
  • Epilationsalopezie – tritt vorübergehend auf und entsteht durch die Anwendung eines Epilationspflasters bei der Behandlung einer Dermatomykose;
Ob Hinweis:

Bei regelmäßigem Solarium-Besuch steigt das Hautkrebsrisiko auf 60 % an.


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