Keimbekämpfung

Keimbekämpfung – ein Komplex von Heilschutzmaßnahmen zur Vernichtung von Mikroben in Wunden, anderen pathologischen Bildungen oder dem gesamten Organismus (etymologisch: griechisch *anti* „gegen" + *septikos* „faul"; Synonym: fäulnishindernde Methode).

Unterteilen Sie die folgenden Arten der Keimbekämpfung:

  • Biologische – erfolgt durch mikrobiostatische oder bakterizide Mittel biologischen Ursprungs (Pflanzenschutzmittel, Bakteriophagen, Antibiotika usw.);
  • Tief – basiert auf der Infiltration von Geweben mit einer antimikrobiellen Lösung (meistens biologisch), die mittels Injektion verabreicht wird;
  • Lokal – erfolgt durch das Einbringen eines antimikrobiellen Mittels in eine Abszeshöhle, eine Wunde oder eine infizierte Körperhöhle;
  • Mechanische – basiert auf der Entfernung von Exsudat, Gewebe und Fremdkörpern aus der Wunde, die sich mit Infektionserregern befinden (dazu gehören Methoden wie Drainage, Durchtrennung oder Wundexzision usw.);
  • Allgemein (Synonym: „sterilisierende Therapie") – erfolgt durch die orale, intravenöse oder intramuskuläre Verabreichung von Substanzen mit geringer Organotropie und hoher Bakteriotropie in Gewebe und Blut (Sulfonamide, Antibiotika).
  • Oberflächlich – erfolgt durch das Auftragen von antimikrobiellen Mitteln in Form von Lösungen, Salben und Pulvern auf Schleimhäute oder die Haut;
  • Physikalisch – basiert auf der Anwendung physikalischer Faktoren wie Ultraschall, hypertoner Lösungen, hygroskopischer Binden, UV-Bestrahlung und trockener Wärme u.a.;
  • Chemisch – erfolgt durch chemische Substanzen mit mikrobiostatischer oder bakterizider Wirkung;
Ob Sie sollten wissen:

Jeder Mensch besitzt nicht nur einzigartige Fingerabdrücke, sondern auch auf der Zunge.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt