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Die Traubenhautentzündung

Die allgemeine Charakteristik der Erkrankung

Symptome einer Augenentzündung (Uveitis)

Die Traubenhautentzündung ist ein entzündlicher Prozess im Bereich der vaskulären Hülle des Auges. Je nach Lokalisation der Entzündung unterscheidet man verschiedene Spezies der Traubenhautentzündung.

Die Vordertraubenhautentzündung entwickelt sich bei Entzündung des Ziliarkörpers und der Augenwurzel. Dieser Typ der Erkrankung wird auch als Iridozyklitis bezeichnet.

Die periphere Traubenhautentzündung betrifft nicht nur den vorderen (zylischen) Teil, sondern auch das Glaskörpergewebe sowie die Netzhaut und die Chorioidea – also die hintere Abteilung der vaskulären Hülle des Auges.

Bei Chorioiditis oder Chorioretinitis, Abarten der posterioren Uveitis, leiden Chorioidea, Netzhaut und Sehnerv.

Die Traubenhautentzündung kann akut oder chronisch sein. In das chronische Stadium geht die Erkrankung über, wenn die Symptome der Traubenhautentzündung beim Patienten sechs oder mehr Wochen anhalten.

Ohne fristgemäße Behandlung kann die Traubenhautentzündung zur Einlagerung des Kristallins in den Augapfel (Katarakt), zum erneuten Glaukom, zu einer Wassergeschwulst oder Ablösung der Netzhaut sowie zur Trübung des Glaskörpers führen.

Ursachen der Uveitis

Bei rezidivierenden Formen der Uveitis handelt es sich häufig um allergische Entzündungen; bei der Vorderuveitis zeigt das Allergen meist Streptokokken als kausale Pathogenese, während entzündliche Prozesse im Bereich der hinteren Augenhülle gewöhnlich Toxoplasmose verursachen.

Ein Grund für die tuberkulöse Ätiologie der Uveitis ist eine Infektion des Auges mit dem Mykobakterium Mycobacterium tuberculosis; zudem sind syphilitische, zytomegalie- und herpesviral bedingte Uveitismöglichkeiten gegeben.

Bei Kindern treten als Ursache der Uveitis häufig Traumata der vaskulären Augenhülle unterschiedlichen Geschlechts auf; zu den weiteren möglichen Ursachen zählen systemische Entzündungsprozesse wie rheumatoide Arthritis, Spondylarthropathien, Sarkoidose sowie das Reiter-Syndrom.

Symptome der Uveitis

Die Symptome der Uveitis variieren je nach Erkrankungstyp; für die typischen Symptome einer Vorderuveitis gelten:

  • Lichtscheu (Photophobie),
  • Rötung und Schwäche des Auges,
  • Deutliche Verschlechterung der Sehschärfe,
  • Langdauernde Sehstörungen.
  • Die Miosis,
  • Die Erhöhung des Augeninnendruckes.

Unter den charakteristischen Symptomen der Traubenhautentzündung des peripheren Typs nennen:

  • Die symmetrische Infektion beider Augen,
  • Das Erscheinen der Flecke (die Schönheitspflästerchen) vor den Augen,
  • Die Senkung der Sehkraft.

Die Symptome der Traubenhautentzündung des hinteren Typs treten meist spät auf. Für diese Abart der Aderhautentzündung sind Schmerz oder Rötung nicht charakteristisch. Meistens wird die Uveitis posterior von der allmählichen Verschlechterung der Sehkraft, der Entstellung der Gegenstände und der Bildung eines Schleiers vor den Augen gezeigt.

Die Diagnostik der Traubenhautentzündung der Augen

In der Diagnostik der Traubenhautentzündung spielen die Anamnese des Patienten und die Angabe über seinen Immunstatus eine wichtige Rolle. Mit Hilfe einer oftalmologischen Untersuchung wird die Lokalisation der Entzündung in der vaskulären Hülle des Auges festgestellt.

Die Ätiologie der Traubenhautentzündung der Augen kann durch Hauttests auf bakterielle Allergene (Streptokokken, Staphylokokken oder Toxoplasmose) geklärt werden. Bei Erkrankungen tuberkulöser Ätiologie ist ein entscheidendes Symptom der Traubenhautentzündung die kombinierte Entzündung der Augapfelbindehaut sowie das Auftreten spezifischer Pickel (Flikten) auf der Haut des Patienten.

Entzündliche Systemprozesse im Organismus sowie das Vorhandensein von Infektionen werden bei der Diagnostik einer Augenentzündung durch Blutserumanalysen bestätigt.

Behandlung der Augenentzündung.

Augentropfen zur Behandlung der Uveitis Das Behandlungsschema der Traubenhautentzündung hängt von der Ätiologie und der Spezies der Erkrankung ab. Jedoch vermutet bei einer beliebigen Entzündungsform die symptomatische Behandlung der Traubenhautentzündung die Prophylaxe der Zerstörung der Glaskörperstruktur des Auges und der Kristallinse. Zu diesem Ziel dem Kranken werden die Lösungen des Atropins, zu Skopolamina, des Adrenalins usw. ernannt

In der Pharmakotherapie dieser Entzündung kommen Antibiotika des breiten Spektrums, Kortikosteroide und Vitamintherapie zum Einsatz; das Erlöschen des entzündlichen Prozesses erfolgt etwa am 3.–5. Tag der Behandlung.

Bei einer Entzündung im Hintergrund einer Toxoplasmose wird die Therapie mit Sulfadiazin und Chloräthylamin durchgeführt; die Behandlung dieser Form dauert mindestens zwei Wochen unter ständiger Kontrolle von Nieren- und Blutwerten des Patienten.

Eine tuberkulöse Augenentzündung wird durch eine antituberkulöse Chemotherapie gestillt; bei besonders schweren Fällen mit erheblichen Gewebeschäden kann manchmal eine chirurgische Behandlung erforderlich sein.

Ob Sie sollten wissen:

In Großbritannien gibt es ein Gesetz, wonach Chirurgen einem Patienten die Operation verweigern können, wenn dieser raucht oder Übergewicht hat; der Mensch soll auch dann auf schädliche Gewohnheiten verzichten, ihm wird die operative Intervention nicht auferlegt.


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