Echinokokkose

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Die Echinokokkose ist eine chronische Helminthiose, die vom Bandwurm Echinococcus ausgeht und nicht nur Menschen, sondern auch Tiere befällt. Meist erfolgt die Ansteckung durch Kontakt mit Hunden oder während des Scherens von Schafen. Die Besonderheiten des Infektionsmechanismus bestimmen die allgemeine Verbreitung der Infektion. In Deutschland tritt sie in allen Regionen auf; doch die höchste Anzahl an Erkrankten zeigt sich in Gebieten mit intensiver Viehzucht.

Infektionserreger und Mechanismen der Krankheitsentwicklung

Echinokokkose des rechten Lungenflügels bei einem Kind

Bandwürmer parasitieren im Darm von Schafen, Hunden und Nagetieren. Dort legen sie Eier ab, die sich mit den Fäkalien in die Umwelt verbreiten. Bei Nichtbeachtung hygienischer Regeln sowie bei mangelnder Desinfektion können diese Eier in den menschlichen Organismus eindringen; dabei manifestieren sich Symptome der Echinokokkose in unterschiedlichsten Organen. Die Hauptgefahr besteht darin, dass die Bandwürmer über das Blut in alle lebenswichtigen Organsysteme gelangen und sich dort zu Zysten entwickeln, in denen sich der Parasit endgültig ausbildet. Je nach Erregerart wachsen diese Zysten an Umfang und komprimieren das angrenzende Gewebe, wodurch die normale Funktion der Organe beeinträchtigt wird. Meist lokalisiert sich die Erkrankung in der Leber (Leberechinokokkose) oder den Lungen; gelegentlich befallen sie auch das Gehirn.

Verlauf und Symptome der Echinokokkose

In der Regel verläuft die Echinokokkose asymptomatisch. Häufig werden Infektionen bei Kindern und Erwachsenen erst zufällig durch prophylaktische radiologische oder sonographische Untersuchungen entdeckt. Sobald sich die Larven in Zysten umwandeln, üben sie Druck auf benachbarte Organe und Gewebe aus; in dieser Phase treten klinische Symptome deutlich hervor. Die Symptomatik hängt dabei von der Lokalisation der Zyste ab. So manifestiert sich beispielsweise eine Leberechinokokkose durch:

  • Schmerzen im rechten Oberbauch
  • Gefühl von Schwere im rechten Oberkörper
  • Erhöhte Leberwerte
  • Müdigkeit
  • Anhaltendes Unwohlsein
  • Rasche Ermüdung auch bei geringer körperlicher Belastung
  • Verminderte Bewegungsaktivität
  • Allergische Reaktionen (nicht immer)
  • Hautveränderungen

Die pulmonale Form der Echinokokkose führt zu Thorakodynien, Husten und Atemnot. Bei einer zerebralen Echinokokkose entwickeln sich neurologische Symptome: Meistens leiden die Patienten an Lähmungen, Paresen, Krampfanfällen sowie psychischen Störungen.

Diagnostik der Echinokokkose

Das Vorhandensein von Parasiten im menschlichen Organismus wird durch laboratorische Untersuchungsmethoden bestätigt. In der Regel setzen Ärzte Röntgen, MRT, CT und Ultraschall ein. Früher wurde neben diesen Verfahren auch eine Punktion des Zystens durchgeführt; dies gilt heute jedoch als gefährlich, da es zum Austrag von Parasiten in das umgebende Gewebe kommen kann. Für die Diagnostik der Echinokokkose werden Immunmethoden nicht eingesetzt, was auf ihre geringe Aussagekraft zurückzuführen ist.

Behandlung der Echinokokkose beim Patienten

Therapie der Echinokokkose

Die Wahl des Therapieverfahrens hängt vom Lokisationsort des Parasiten, dem allgemeinen Zustand des Patienten sowie dem klinischen Bild der Infektion ab. In der Regel wird ein chirurgischer Eingriff nur dann durchgeführt, wenn keine unmittelbare Lebensgefahr besteht. Während der Operation erfolgt die Entfernung der Zyste mit anschließender Vernarbung der zurückbleibenden Höhle.

Prophylaxe der Echinokokkose

Bei der Prophylaxe der Echinokokkose sind folgende Maßnahmen zu beachten:

  • Kleinkindern das Spielen mit Hunden untersagen;
  • Die Hände nach der Arbeit im Gemüsegarten, vor dem Essen sowie nach dem Schälen von Schafen und dem Entfernen von Tierhäuten waschen;
  • Haushunde regelmäßig prophylaktisch untersuchen und in tierärztlichen Einrichtungen registrieren lassen;
  • Lebensmittel vor dem Verzehr hygienisch aufbereiten.
  • Nicht gekochtes Wasser aus offenen Gewässern sowie aus dem städtischen Wasserversorgungssystem nicht konsumieren.
  • Die Schlachtung des großen Hornviehs an den dafür speziell vorgesehenen Stellen durchführen.
  • Wenn Ihre Tätigkeit mit Tieren verbunden ist, müssen Sie regelmäßig Untersuchungen auf Echinokokkose durchführen lassen.

Wie Sie sehen, sind die Regeln tatsächlich einfach; ihre Beachtung ermöglicht es jedoch nicht nur, die Echinokokkose zu verhindern, sondern auch andere Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts.

Ob Daran ist zu denken:

Ein Lächeln zweimal täglich kann den arteriellen Blutdruck senken und das Risiko für Herzinfarkt sowie Schlaganfall verringern.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt