Die Brustaorta

Die Brustaorta – das größte Blutgefäß im Körper, das das Blut aus dem Herzen transportiert.

Sie liegt im Brustraum und wird daher als Brustbauchschlagader bezeichnet. Schema der Brustaorta beim Menschen

Aufbau der Brustbauchschlagader

Die Aorta thoracalis liegt hinter dem Mediastinum und grenzt an die Wirbelsäule. Sie gliedert sich in zwei Kategorien von Ästen: parietale und viszeralen.

Zu den visceralen Ästen der Aorta thoracalis gehören:

  • Die Ösophagusäste liegen auf Höhe der Segmente 3 bis 6 und münden in die Wand der Speiseröhre. Sie verzweigen sich von den ascendierenden Ästen, die mit dem linken Herzohr anastomosieren, sowie von den descendierenden Ästen, die mit der unteren Hohlvene anastomosieren.
  • Die Bronchialäste liegen auf Höhe des Segmentes 2 und darüber und münden in die Bronchien. Sie versorgen das Lungengewebe mit Blut. Ihre Endäste reichen bis zu den bronchialen Lymphknoten, zur Speiseröhre, zum Herzbeutel sowie zur Pleura.
  • Perikardialäste (perikardiale Zweige), die für die Blutversorgung der Rückseite des Herzens verantwortlich sind.
  • Mediastinaläste (mediastinale Zweige), kleine und zahlreich, die das Mediastinum, Lymphknoten sowie das Bindegewebe versorgen.

Die Gruppe der parasternalen Äste der Brustaorta umfasst:

  • die hinteren Interkostalvenolen in Höhe von zehn Paaren; neun dieser Venolen verlaufen zwischen den Zwischenrippenräumen vom dritten bis zum elften, während die unteren Venolen unter dem zwölften Rand liegen und als subcostale Venolen bezeichnet werden. Jede dieser Venolen verzweigt sich in einen ventralen und einen dorsalen Ast. Jeder Interkostalvenol verzweigt an den Rippenköpfen in einen Vorderast, der die geraden und breiten Bauchmuskulatur sowie die Zwischenrippenmuskeln, die Brustdrüse und das Hautgewebe der Brust versorgt, und einen Hinterast, der die Rückenmuskulatur mit Blut versorgt sowie das Rückenmark.
  • Die oberen Zwerchfellvenolen der Brustbauchaorta auf Höhe zweier Segmente, welche das obere Zwerchfell mit Blut versorgen.

Die Venen des Brustraums.

  • Der Aortenbogen
  • Die Wirbelarterie
  • Die linke und rechte allgemeine Halsarterie
  • Die oberste Zwischenrippenvene
  • Die Nierenarterie
  • Die Aorta
  • Die allgemeine Leberarterie
  • Die linke Lungenarterie
  • Die interkostalen Arterien
  • Die obere Magenarterie
  • Die rechte Lungenarterie
  • Die unteren Zwerchfellarterien
  • Die linke Magenarterie

Die häufigsten Erkrankungen der Brustaorta

Zu den häufigsten Erkrankungen der Brustaorta zählen das Aortenaneurysma und die Aortenatherosklerose. Typische Formen von Aortenaneurysmen in der Brust

Die Aortenatherosklerose entwickelt sich in der Regel früher als andere Formen der Arteriosklerose, bleibt jedoch lange Zeit symptomfrei. Oft tritt sie gleichzeitig mit der Koronarsklerose oder der Zerebralarteriosklerose auf.

Die ersten Symptome der Aortenatherosklerose treten meist im Alter von 60 bis 70 Jahren auf, wenn sich die Aortenwand bereits erheblich geschädigt hat. Die Patienten beklagen periodisch heftige Schmerzen im Brustkorb (Aortalgien), eine Erhöhung des systolischen Blutdrucks sowie Schluckbeschwerden und Schwindel.

Zu den oft weniger spezifischen Merkmalen der Brustaorten-Atherosklerose gehören ein vorzeitiges Altern, das Erscheinen grauer Haare, die Bildung von Fettflecken auf der Haut, hellgraue Striemen am äußeren Rand der Augenlinse (Katarakt) sowie verstärktes Haarwachstum in den Ohren.

Eine der gefährlichsten Komplikationen der Atherosklerose ist das Aortenaneurysma.

Ein Aneurysma der Brustaorta bezeichnet einen Zustand, bei dem ein schwacher Bereich der Aorta vorgewölbt oder ausgedehnt wird; diese Ausdehnung wird durch den Blutdruck des Blutes verursacht, das durch die Aorta fließt.

Aneurysmen stellen eine ernste Gefahr nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für das Leben des Patienten dar, da sie zum Riss der Aorta führen können, was innere Blutungen und den Tod zur Folge hat. Etwa 30 % der Patienten mit einem gerissenen Aneurysma überleben, wenn sie sich rechtzeitig einer Operation unterziehen. Aus diesem Grund muss ein Brustaortenaneurysma behandelt werden, um einen Riss zu verhindern.

Bei etwa der Hälfte der Patienten mit einem Aneurysma fehlen jegliche Symptome der Erkrankung. Hauptsächlich äußern die Betroffenen Beschwerden wie Rückenschmerzen und Brustschmerzen sowie Schmerzen im Halsbereich und im Gebiss. Zudem können Atemnot, Husten und Heiserkeit auftreten.

Bei großen Aortenaneurysmen kann die Aortenklappe in Mitleidenschaft gezogen werden, was zu einer Herzinsuffizienz führt.

Die häufigsten Ursachen für das Entstehen eines Brustaortenaneurysmas sind:

  • Angeborene Bindegewebserkrankungen des kardiovaskulären Systems wie das Marfan-Syndrom oder das Ehlers-Danlos-Syndrom (mit Manifestationen wie Aortenisthmusstenose, Herzfehlern oder Aortendissektion).
  • Erworbene Erkrankungen der Brustaorta, beispielsweise Atherosklerose oder postoperative Komplikationen nach Stentimplantation sowie Naht-Anastomosen von Prothesen.
  • Entzündliche Erkrankungen wie eine Infektion der Aortenprothese oder nichtinfektiöse sowie infektiöse Aortitiden.
Ob Das sollten Sie wissen:

Ein durchschnittlicher Mensch bildet im Laufe seines Lebens weder besonders viel noch besonders wenig Speichel in den beiden großen Speicheldrüsen.


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