Die Marone

Man unterscheidet zwei völlig verschiedene Arten von Mandeln: die wilde (als Scheludnik bezeichnet) und die edle (die auch als „Gegenwart" bekannt ist). Gerade die Früchte der letzteren gelten als essbar. Bei den Franzosen wird dieses Produkt, wie das gegenwärtige Naschwerk, so geschätzt, dass daraus sogar ein nationaler Feiertag veranstaltet wurde.

Maronen

Die edle Mandel gehört zur Buchenbaum-Familie und wird in Europa, Nordamerika und Asien kultiviert. Das günstigste Klima für diese Pflanzen ist warm-subtropisch. Diese Art des Baumes unterscheidet sich vom Scheludnik durch die Form der Früchte und Blätter. In einer runden Schale der edlen Mandel befinden sich neben 2–4 Nüssen. Diese Pflanzensorte wird in Russland nicht angebaut, lässt sich jedoch ganz einfach in vielen Geschäften kaufen.

Die weltweit bekannte Pferdemandelsorte ist eine Baumart mit breiter Krone, die bis zu 30 Meter hoch werden kann. Sie zeichnet sich durch ihre rundlichen Zwetschenblätter im Umriss aus und ähnelt einem Handgelenk mit einer ausreichenden Anzahl großer 'Finger'. Die Früchte des Baumes sind in Trauben angeordnet; sie bilden aufrechte, pyramidenförmige Blütenstände, deren Länge bis zu 30 Zentimeter erreichen kann. Die Früchte der Pflanze sehen aus wie kleine, stachelige Schalen, die sich bei Reifung durch drei Flügel öffnen. In einem Scheludnik befindet sich gewöhnlich nur ein einziges glänzendes, dunkelbraunes und großes Nussstück.

Die nützlichen Eigenschaften der Mandelsorte

Eine Besonderheit der Marone ist ihr hoher Fettgehalt; im Vergleich zu Mandeln, griechischen Nüssen, Erdnüssen und Haselnüssen liegt dieser jedoch nur geringfügig niedriger. Neben etwa 60 % Stärke enthalten die Maronen rund 6 % Eiweiß, 15 % Zucker sowie ca. 2 % Fette. Zur Zusammensetzung der Kastanien-Nuss gehören Vitamine der Gruppe B (Inosit, Uridin, Methylthiochinon), mineralische Substanzen und Zellstoff.

Aufgrund des hohen Gerbstoffgehalts in der Marone ist die Aufnahme frischer Nüsse in die Ernährung nicht empfehlenswert.

Alle Pflanzenteile enthalten unterschiedliche Mengen an wertvollen Substanzen. So finden sich in den Maronenfrüchten bioaktive Verbindungen wie Pektin, Flavonoide, Stärke, Gerbstoffe und Öle; in Zweigen und Rinde hingegen sind vor allem Glykoside, Mastixsäure und Gerbstoffe enthalten.

Alkoholische Tinkturen von Maronen sowie Suds und Aufgüsse werden zur Behandlung verschiedener Erkrankungen wie Atherosklerose, Bluthochdruck, Angiopathien und Herzleiden eingesetzt. Zudem eignen sie sich für die Prophylaxe und Therapie von Embolien und Thrombosen.

In der Volksmedizin wird die Marone zur Behandlung von Lebererkrankungen, Rheuma, Varikose, Thrombophlebitis sowie gynäkologischen Störungen mit Blutstau im kleinen Becken eingesetzt.

Auch die nicht essbare Pferdemarone besitzt heilsame Eigenschaften; verwendet werden dabei sämtliche Pflanzenteile: Blätter, Rinde, grüne Hülle und Früchte. Hinsichtlich der Farben verfügen diese ebenfalls über nützliche Eigenschaften, da sie sich bereits nach 1–2 Blüteperioden zeigen.

Der Verzehr von Maronen

Meist werden Maronen in pürierter Form als Nahrungsmittel verwendet; besonders beliebt ist diese Zubereitungsvariante in Frankreich, wo die Herbststraßen buchstäblich im Aroma der Maronenpürees versinken. Auch gekochte oder pürierte Maronen können verzehrt werden. Trockene Maronen dienen zudem als Zusatzstoff zu Weizenmehl.

Gebratene Maronen

Der Kaloriengehalt von Maronen ist im Vergleich zu anderen Nüssen moderat und beträgt etwa 170 Kilokalorien.

In der Volksmedizin werden die Samen der Marone genutzt; ihr Nutzen bei der Linderung verschiedener Geschlechtsbeschwerden sowie Entzündungen ist erheblich. Die Blüten des Scheludnikas sind ausgesprochen aromatisch. Hinsichtlich ihres Nährwerts stehen die Samen den Getreidekörnern nach, weshalb daraus Mehl hergestellt wird.

Zudem ist belegt, dass in der Pferdemarone eine heilsame Energie enthalten ist, die vielen Unwohlsein vorbeugt und Krankheiten lindert; dies wurde insbesondere bei Mastitis, Mastopathie sowie Laktostase während des Stillens von Kleinkindern nachgewiesen.

Maronentinkture werden zur Behandlung von Radikulitis, Gicht, Rheuma und Ischias eingesetzt. Hierbei erfolgt eine Einreibung in die betroffenen Körperabschnitte über einen Zeitraum von etwa 6 bis 8 Wochen.

Einreibungen mit der Maronentinkture wirken positiv auf Muskelbänder ein, fördern die Resorption von Hämatomen und Geschwülsten sowie verbessern die Blutversorgung an Stellen von Luxationen und Verletzungen; in der Volksmedizin wird diese Pflanze als wirksames Mittel bei Rheuma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck angesehen.

Der Schaden der Marone

Neben den positiven Effekten kann die Marone dem menschlichen Organismus schaden; daher ist eine obligatorische ärztliche Konsultation vor der Anwendung erforderlich.

Da die Marone die Blutviskosität verringert, wird ihre eigenständige Anwendung in therapeutischen Zielen nicht empfohlen. Es ist streng verboten, Präparate mit dieser Pflanze bei Hypotonie, Nierenerkrankungen und Leberleiden sowie während der Stillzeit und Schwangerschaft einzusetzen.

Ob Das sollten Sie wissen:

Arbeit, die einem nicht gefällt, schädigt die Psyche weniger als vollständige Arbeitslosigkeit.


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