Kombispasmus

Kombispasmus: Das kombinierte Präparat wirkt entzündungshemmend (NSAR), schmerzstillend, krampflösend, muskelentspannend und cholinolytisch.

Anwendungsform und Inhalt

Galenische Form: Tabletten in Packungen à 10 bzw. 100 Stücken.

Wirkstoffgehalt pro Tablette:

  • Paracetamol 0,5 g;
  • Dicyclominhydrochlorid 0,02 g

Anwendungshinweise

Indikation:

  • Kombispazm wird zur Linderung oder Unterbrechung von Schmerzsyndromen unterschiedlicher Ätiologie eingesetzt.
  • Nierenkoliken
  • Zahnschmerzen
  • Radikulopathie, Neuralgie und Myalgie
  • Reizschmerz
  • Dysmenorrhö

Kontraindikationen

  • Glaukom
  • Myasthenia
  • Störung der Ableitung
  • Herzrasen
  • Störung der Ausscheidungsfunktion von Nieren und/oder Leber
  • Stillzeit
  • Patientenalter bis zum siebten Lebensjahr
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen des Präparats

Kombispazm ist mit besonderer Vorsicht bei kardiovaskulären Insuffizienz, Ileus, Pylorusstenose, ulceröser Kolitis, Funktionsstörungen der Nieren und/oder Leber sowie gutartiger Hyperbilirubinämie anzuwenden; zudem bei vergrößerter Prostata

Anwendungsform und Dosierung

Die Tabletten sind mit ausreichend Wasser einzunehmen.

Dosis und Einnahmefrequenz werden vom Arzt individuell an das klinische Bild angepasst.

Das empfohlene Dosierungsschema ist altersabhängig.

  • Für Patienten über 15 Jahre beträgt die Dosierung 1 bis 4 Tabletten pro Tag. Die Behandlung wird initial mit 4 Tabletten täglich begonnen und bei klinischer Wirksamkeit sowie unter Ausschluss von Nebenwirkungen auf maximal 8 Tabletten erhöht.
  • Für Kinder zwischen dem 7. und 13. Lebensjahr: ½ Tablette 1–2-mal täglich.
  • Für Kinder zwischen dem 13. und 15. Lebensjahr: 1 Tablette 1–3-mal täglich.

Die maximale Tagesdosis an Paracetamol beträgt für Kinder 0,15 g pro Kilogramm Körpergewicht; bei Erwachsenen liegt das Limit bei maximal 12 Tabletten bzw. 6 g und darf nicht überschritten werden.

Das Präparat darf nicht häufiger als einmal alle 4 Stunden eingenommen werden.

Nebenwirkungen

Die Anwendung von Kombispazm kann folgende Nebenwirkungen verursachen:

  • Allergische Reaktionen wie Nesselsucht, Hautausschläge oder Erytheme
  • Kardiovaskuläre Symptome wie Tachykardie, Arrhythmien oder Bradykardie
  • Zu den weiteren Nebenwirkungen zählen Schluckbeschwerden, Mundtrockenheit und Durst, Verstopfung, Akkommodationsstörungen, erhöhter Augeninnendruck, erweiterte Pupillen, Hyperämie sowie Hauttrockenheit. Selten treten Fieber, Bewusstseinsstörungen, das Felty-Syndrom, Agranulozytose, Thrombozytopenie oder Neutropenie auf.

Die Einnahme hoher Dosen über einen längeren Zeitraum kann eine Überdosierung des Präparats hervorrufen, die zu einer toxischen Leberschädigung führt. Die klinischen Merkmale der Überdosierung sind Übelkeit, Erbrechen, Hautblässe, Bauchschmerzen und Anorexie. Es kommt zu Veränderungen der laborchemischen Kennzahlen der Leberfunktion: eine Erhöhung der Bilirubin-Konzentration und der Aktivität der Leberenzyme sowie ein Rückgang des Prothrombinwerts.

Bei Auftreten von Hautausschlägen ist das Präparat unverzüglich abzusetzen.

Besondere Hinweise

Die Anwendung des Präparats kann einen gastroösophagealen Reflux verschärfen.

Bei Auftreten unerwünschter Wirkungen im Verlauf der Einnahme niedriger Dosen von Kombispasmo oder bei Fehlen eines therapeutischen Effekts ist das Präparat nach zwei Wochen der Anwendung abzusetzen.

Während der Anwendung des Präparats ist Vorsicht bei der Ausführung von Tätigkeiten geboten, die von psychomotorischer Reaktionsfähigkeit und erhöhter Aufmerksamkeit abhängen, einschließlich beim Führen von Kraftfahrzeugen und dem Bedienen von Maschinen.

Arzneimittelwechselwirkungen

Kombispasmo kann den Rückstoßeffekt von Mitteln hervorrufen, die zur Behandlung des Glaukoms und der Motilität des Verdauungstrakts eingesetzt werden (z. B. Metoclopramid).

Eine Verstärkung anticholinergischer Effekte des Präparats kann eintreten bei gleichzeitiger Einnahme von Benzodiazepinen, Antihistaminika, Antipsychotika (Meperidin), Monoaminoxidasehemmern, Sympathomimetika, Amantadin, antiarrhythmischen Mitteln der Klasse I, narcotisch-analgetischen Substanzen, Trizykliken sowie Nitriten und Nitraten.

Die Verstärkung hepatotoxischer Effekte von Paracetamol wird durch die Kombination mit Alkohol, Antikonvulsiva, Barbituraten und Rifampicin hervorgerufen.

Das Risiko einer gleichzeitigen Anwendung von Kombispasum mit Glukokortikoiden besteht aufgrund des erhöhten Augeninnendrucks.

Antazida verschlechtern die Resorption anticholinergischer Mittel; diese Kombination sollte vermieden werden.

Das Präparat unterdrückt die Salzsäuresekretion im Magen; dies muss bei der Behandlung von Achlorhydrie oder bei laborchemischen Untersuchungen der Magensekretion berücksichtigt werden.

Lagerungsdauer und Lagerungsbedingungen.

Bei einer Temperatur von 15 bis 25 °C lagern. Vor Kindern aufbewahren.

Die Haltbarkeitsdauer beträgt zwei Jahre.

Ob Dies sollten Sie wissen:

Die seltenste Erkrankung ist die Kura. Nur Angehörige des Stammes der Fore in Neuguinea sind davon betroffen. Die Patientin stirbt vor Lachen. Es wird angenommen, dass die Ursache für das Entstehen dieser Krankheit eine Verletzung des menschlichen Gehirns ist.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt