Masern sind eine hochansteckende Viruserkrankung, die durch schwere Symptome gekennzeichnet ist: Temperaturen bis zu 40,5 Grad, Entzündungen der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum sowie in den oberen Atemwegen, allgemeine Intoxikation des Körpers und das Auftreten eines Hautausschlags. Erste Erwähnungen dieser Krankheit reichen ins tiefe Altertum zurück; eine detaillierte Beschreibung der klinischen Symptome erfolgte jedoch erst im 17. Jahrhundert. Im Jahr 1954 wurde der Infektionserreger isoliert, und der Lebendimpfstoff, der dem Menschen verabreicht wird, wenn er gegen Masern geimpft wird, wurde sechs Jahre später – im Jahr 1960 – entwickelt.
Eine Ansteckungsquelle ist stets der kranke Mensch. Die Übertragung erfolgt über den Lufttröpfchenweg; nicht geimpfte Menschen können sich im beliebigen Alter anstecken, da die spezifische Immunität erst nach der Vakzinierung oder nach einer durchgemachten Erkrankung entsteht.
Eine Ansteckungsquelle ist stets der kranke Mensch. Die Übertragung erfolgt über den Lufttröpfchenweg; nicht geimpfte Menschen können sich im beliebigen Alter anstecken, da die spezifische Immunität erst nach der Vakzinierung oder nach einer durchgemachten Erkrankung entsteht.
Was geschieht während des Maserninfekts?
Wenn die präventiven Maßnahmen verzögert wurden, beginnt eine zweite Welle der Virusverbreitung im Körper; dieser Prozess wird begleitet von der Manifestation der bestehenden Masernsymptome und des Exanthems. Am fünften Tag nach Auftreten des Exanthems fällt die maximale Viruskonzentration im Blut infolge des Beginns der Produktion neutralisierender Abwehrstoffe stark ab; ab diesem Zeitpunkt stellen die Masern bei Erwachsenen und Kindern keine tatsächliche Gefahr für die Umgebung mehr dar.
Die Symptome der Masern treten neun bis elf Tage nach dem Infektionsbeginn auf. Zu diesem Zeitpunkt zeigen die Patientinnen:
Nach einigen Tagen treten bei den Patientinnen mit Masern ein Exanthem auf dem Körper auf. In der Regel erscheinen die ersten Symptome an den Schleimhäuten des Mundes als hellrosa, über die Hautoberfläche erhabene Flecken. Anschließend breitet sich das Ausschlagsgeschehen auf die äußeren Hautdecken aus. Gleichzeitig verschlimmert sich die allgemeine Intoxikation sowie die Infektion der oberen Atemwege. Die Elemente des Ausschlags liegen chaotisch verteilt vor und neigen zur Bildung von komplizierten Strukturen sowie einem schnellen Verlauf. Dennoch weisen selbst bei schweren Fällen die Patientinnen noch große Bereiche intakter Haut auf.
Der Ausschlag dauert drei bis vier Tage an; an seiner Stelle bleiben kleine Pigmentflecken und eine deutliche Abschuppung zurück. Über den gesamten Verlauf der Masern können bei einigen Patientinnen Bauchschmerzen, flüssiger Stuhl sowie eine ausgeprägte Konjunktivitis mit eitrigem Inhalt beobachtet werden.
Es werden keine spezifischen Medikamente gegen Masern eingesetzt; jedoch kann die Gabe von Immunglobulinen in der Inkubationsphase bis zum Auftreten der ersten Symptome helfen, während sie nach dem Stadium der klinischen Manifestationen unwirksam sind.
Die Patientinnen werden meist häuslich behandelt. Eine stationäre Aufnahme ist indiziert bei komplizierten Verläufen sowie bei Kindern aus geschlossenen Kollektiven. Zu den Hauptprinzipien der Masernbehandlung gehören:
Die sicherste prophylaktische Maßnahme ist die Impfung gegen Masern; sie ist bei Schwangeren, bei Tuberkulose und Leukämie kontraindiziert. Für alle übrigen Fälle stellt die Vakzine eine hervorragende Hilfe im Kampf gegen Masern dar. Die erste Impfung erfolgt mit einem Alter von 1 Jahr, die zweite zwischen dem 15. und 18. Lebensmonat.
Es existieren spezifische medizinische Syndrome; so beispielsweise das Syndrom des aufdringlichen Sagens von Gegenständen. In den Magen einer Patientin mit dieser Manie wurden 2500 fremde Gegenstände gefunden.
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