Die Pfifferlinge

Die Pfifferlinge – die Waldpilze in heller-gelber Farbe. Der Stiel dieser Pilze ist fest mit dem Hut verbunden. Der Hut an der Form erinnert an einen herausgezogenen Regenschirm oder den Trichter. Der Umfang des Hutes übersteigt meistens nicht acht Zentimeter. Das Fruchtfleisch beim Pilz ist elastisch, dicht und hat den Geruch getrockneter Früchte.

Lachsseitige Pilze

Im Jahr versammelt sich in der Welt neben zweihunderttausend Tonnen Pfifferlinge. Die Pfifferlinge wachsen in Familien. Die Haupternte der Pilze fällt auf das Ende des Augustes und die erste Hälfte des Septembers.

Es werden folgende Abarten der Pfifferlingen gewöhnlich unterschieden: samtig, granat und grau. Der graue Pfifferling ist in den Tropen und im gemäßigten Gürtel der Nordhalbkugel weit verbreitet. Der granate Pfifferling – in den Wäldern Nordamerikas. In Deutschland gilt der graue Pfifferling fälschlicherweise als giftig.

Der Nahrungswert und der Kaloriengehalt der Pfifferlinge

Der Kaloriengehalt der Pfifferlinge ist gering (20 Kilokalorien). Beim Kochen sinkt der Kaloriengehalt der Pfifferlinge etwas ab.

Diese Pilzspezies enthalten eine Masse nützlicher Komponenten und Vitamine. In hundert Gramm feuchten Pilzen sind 89,85 g Wasser, 1,49 g Eiweiß, 0,53 g Fett, 3,06 g Kohlenhydrate, 1,26 g Asche und 3,8 g Nahrungsfasern (Zellstoff) enthalten.

Außerdem sind in ihnen 0,015 Milligramm Aneurin, 0,215 g Vitamin B2, 4,085 g PP-Faktor, 1,075 g Pantothensäure, 0,044 g Eluatfaktor und 2 µg Blattsäure sowie 5,3 µg Vitamin D enthalten.

100 g der Pilze enthalten 506 mg Kalium, 15 mg Calcium, 13 mg Magnesium, 9 mg Natrium, 57 mg Phosphor, 3,47 mg Eisen, 0,286 mg Mangan, 353 µg Kupfer, 0,71 mg Zink und 2,2 µg Selen.

Nach dem Gehalt an Carotin übertrifft der Pilz einige Gemüsesorten und alle bekannten essbaren Pilze.

Die nützlichen Eigenschaften der Pfifferlinge

Die nützlichen Eigenschaften der Pfifferlinge sind vielfach bekannt. In ihren Stielen und im Fruchtfleisch ist eine große Menge des natürlichen Polysaccharids Chitinomanose enthalten. Chitomanose wird rein zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet; sie tötet Gliederfüßer und Würmer aller bekannten Arten. Gerade deshalb kommen diese Pilze niemals wurmig vor.

Chitomanose zerstört die Nervenzentren der Parasiten und löst deren Eier auf, wodurch sie den Darmkanal des Menschen und der Tiere von Helminthenbefall befreit. Diese Substanz ist für den menschlichen Organismus absolut sicher.

Jedoch wird die Struktur dieses natürlichen Polysaccharids bei hohen Temperaturen sowie durch das Kochen mit Salz geschädigt. Deshalb sollten Pfifferlinge am besten in getrocknetem Zustand oder als Tinktur verwendet werden.

Aufgüsse aus Pfifferlingen wurden seit langem zur Behandlung von Angina, Geschwüren und Furunkeln eingesetzt.

Da die Pfifferlinge eine Quelle für Carotin sind, beeinflussen sie den Zustand der Schleimhäute, der Augen sowie die Sehkraft insgesamt. Der regelmäßige Verzehr dieser Pilze hilft, der „Hühnerblindheit" vorzubeugen, und ermöglicht es dem Organismus, radioaktive Nuklide sowie Schwermetallsalze auszuschleusen. Das Wachstumsvitamin im Bestand der Pilze trägt zur Stärkung des Immunsystems und zur Verbesserung von Haar- und Hautzustand bei.

Das Trametonolin-Säure im Bestand der Pilze mildert die Hepatitis-Virus-Wirkung, während Ergosterol (eine vitaminähnliche Substanz) die Lebersauberung fördert. Die Kombination dieser nützlichen Eigenschaften verbessert die Leberfunktion wesentlich.

Bei vielen infektiösen und entzündlichen Erkrankungen können Pfifferlinge als natürliches Antibiotikum eingesetzt werden. Diese Pilze sind fähig, das Wachstum des tuberkulösen Stäbchens zu verzögern.

Gebratene Lachsseitige Pilze

Die Zubereitungsmethoden für Pfifferlinge

Bereiten Sie die Pilze auf verschiedene Arten vor: braten, kochen, trocknen, marinieren oder salzen. Für die Leckersten gelten die gebratenen Pfifferlinge. Nach der kulinarischen Verarbeitung geht der säuerliche Beigeschmack des Fruchtfleisches verloren. Die Pfifferlinge halten schlechter als Champignons oder Steinpilze.

Vor der Zubereitung müssen die Pilze vorläufig in Wasser gewaschen und abgekocht werden. Das Abkochen sollte nicht weniger als zwanzig Minuten dauern.

Es ist kontraindiziert, Pfifferlinge bei individueller Unverträglichkeit ihrer Bestandteile sowie im Kindesalter (bis zu drei Jahren) anzuwenden.

Pilze im Rohzustand sollten nicht länger als einen Tag aufbewahrt werden. Die Lagertemperatur darf +10°C nicht überschreiten.

Ob Das wissen Sie:

Arbeit, die dem Menschen missfällt, ist für seine Psyche weniger schädlich als die Abwesenheit von Arbeit überhaupt.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt