Die Malaria ist auch als «Sumpffieber» bekannt. Es handelt sich um eine schwere Infektionskrankheit, die durch den Stich von Anopheles-Mücken übertragen wird. Die Krankheit ist in Gebieten mit warmem Regenwaldklima weit verbreitet, sofern die durchschnittliche Jahrestemperatur nicht unter 16 Grad sinkt. In gemäßigten Klimazonen kommt Malaria äußerst selten vor, und in polaren Regionen ist eine Infektion praktisch ausgeschlossen.
Bei der Diagnose deuten die Symptome auf eine ZNS-Infektion hin. Bei den Patientinnen werden Attacken von Schüttelfrost, reichlicher Schwitzerei sowie hohe Körpertemperaturen beobachtet. Ohne Behandlung schreitet die Krankheit schnell fort; nicht selten führt dies zum Tod. Über das Ausmaß der Gefahr dieser Infektion lässt sich selbst dann sprechen, wenn bekannt ist, dass sie eine Hauptursache für Sterblichkeit in der arbeitsfähigen Bevölkerung in Ländern mit tropischem und subtropischem Klima darstellt.
Zurzeit werden Malariafälle regelmäßig in Mexiko, im Amazonas-Tal, in vielen afrikanischen Regionen, an den Küsten des Mittel- und Roten Meeres sowie in Indien und Südostasien beobachtet. Auf dem Territorium Osteuropas wurde der Malariaerreger in der Ukraine und auf dem Balkan nachgewiesen.
Malaria entsteht durch die Aktivität winziger Mikroorganismen, der Plasmodien. Auf den meisten Kontinenten kommen drei Arten dieser Parasiten vor: *P. vivax*, *P. falciparum* und *P. malariae*. Die vierte Art, *P. ovale*, wurde bisher ausschließlich in Afrika nachgewiesen und dort weit verbreitet in allen Regionen. Der Malariaerreger befällt nicht nur den Menschen, sondern auch Affen, Reptilien und Vögel. Eine Übertragung von Tieren auf den Menschen erfolgt jedoch nicht; es wurden jedoch vereinzelte Fälle dokumentiert, bei denen sich eine Infektion beim Kontakt mit kranken Affen im Organismus gesunder Menschen ausbreitete.
Die Malaria gelangt über den Biss des Überträgers – der Anopheles-Mücke – in den Organismus. Sie durchbricht die Hautbarriere und injiziert Plasmodien ins Blut. Anschließend wandern die Parasiten in die Leber, befallen rote Blutkörperchen sowie lebenswichtige Organsysteme. Werden verseuchte Personen erneut von der Mücke gestochen, wechseln die Plasmodien ihren Standort im Körper des neuen Wirts. Auf diese Weise wird der komplexe Lebenszyklus dieser Organismen fortlaufend wiederholt.
Zu den charakteristischen Symptomen der Malaria gehören scharfe Fieberattacken. Diese werden über mehrere Tage beobachtet und anschließend durch eine symptomfreie Phase ersetzt. Wird die Behandlung nicht durchgeführt oder ist sie unzureichend, kann das Fieber in den folgenden zwei bis drei Monaten erneut auftreten.
Die ersten Symptome der Malaria treten 2 bis 6 Wochen nach der Infektion auf. Zu den Beschwerden zählen:
Für die Symptome der Malaria ist die zyklische Abfolge der Attacken charakteristisch. Der Schüttelfrost wird von Hitze gefolgt, danach folgt das Stadium des Schweßens (Schwitzen), welches wiederum durch den Schüttelfrost ersetzt wird. Das Kältegefühl dauert bei Patientinnen 10 Minuten bis zu 2–3 Stunden. In dieser Phase erblasst die Haut, wird rau und verfärbt sich zyanotisch. Manchmal wird die Malaria von starkem Erbrechen und Wahn begleitet. Während der Hitze ist die Haut trocken und heiß. Zudem werden bei den Patienten Tachykardie und eine hohe Körpertemperatur (bis zu 40 Grad und mehr) beobachtet. Nach einigen Stunden der Hitze folgt das Stadium des Schweßens mit dem Temperaturabfall auf normale Werte. Das Befinden des Menschen stabilisiert sich, jedoch bleibt die allgemeine Schwäche bestehen, bis zur nächsten Attacke-Welle.
In der modernen Medizin werden verschiedene Präparate eingesetzt, um die Schwere der Symptome zu verringern oder den Malariaerreger zu zerstören. Erfolgt die richtige Behandlung, ist die besondere Gefahr gebannt. Das Risiko besteht vor allem in Entwicklungsländern, wo eine qualifizierte ärztliche Betreuung schwer zugänglich ist; Patienten sind oft regelmäßigen Fieberattacken ausgesetzt, die zum qualvollen Tod führen können.
Für Personen, die in endemische Regionen reisen, wird empfohlen, regelmäßig antimalarische Medikamente einzunehmen: Chinin, Mefloquin, Chloroquin, Akrichin oder Atabrin. Ist die Krankheit in den Organismus eingedrungen, müssen die akuten Erscheinungsformen mit Hilfe von Hämatoziden bekämpft werden. Nach Abschluss der Kur wird dem Patienten Primachin – ein Gewebeschistosomizid – verschrieben. In Fällen eines nicht schweren Verlaufs kommen als Präparate Galofantrin, Fansidar und Mefloquin zur Anwendung.
Alle Personen, die in Länder Lateinamerikas, Südostasiens oder Afrikas reisen, müssen zwingend eine Chemoprophylaxe gegen Malaria durchführen. Als wirksame Präparate kommen dabei Delagil, Proguanil und Mefloquin zum Einsatz. Von großer Bedeutung ist zudem die persönliche nicht-spezifische Prophylaxe, die Folgendes umfasst:
In endemischen Gebieten ist es ratsam, eine maximal geschlossene Kleidung in hellen Tönen zu tragen. Auf freiliegende Körperabschnitte sind Abschreckungsmittel aufzutragen. Zur Verhinderung der Infektionsverbreitung und solcher komplexer Maßnahmen gehören: die Bekämpfung der Überträger, die termingemäße Erfassung von Parasitenträgern sowie die Chemoprophylaxe.
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