Mebendazol

Tabletten Mebendazol Mebendazol – Das Präparat wirkt gegen eine breite Palette von Würmern und ist insbesondere bei einer Infektion mit Hakenwürmern (Enterobiose) besonders wirksam.

Zubereitungsform und Inhalt

Darreichungsform: Tablette (6 Tabletten pro Blisterpackung, 1 Packung in der Kartonverpackung).

Wirkstoff: Mebendazol (je Tablette 100 mg)

Anwendungshinweise

Anwendungsgebiete: Therapie gemischter Wurminfektionen sowie von Enterobiose, Ankylostomiasis, Spulwurmbefall, Strongyloidose, Trichinose, Trichocephalose, Teniase, Alveokokkose, Kapillariasis und Echinokokkose.

Kontraindikationen

  • Schwere Leberfunktionsstörungen
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Alter bis zum zweiten Lebensjahr
  • Individuelle Verträglichkeit von Mebendazol

Anwendungsform und Dosierung

Die Tabletten werden oral eingenommen

Empfohlene Dosierung

  • Bei Enterobiose (eine gleichzeitige Einnahme durch alle Familienmitglieder ist notwendig): bei Patienten über 10 Jahren – 100 mg, bei Kindern zwischen 2 und 10 Jahren – einmalig 25–50 mg; zur Verhinderung einer erneuten Invasion wird empfohlen, die Einnahme in derselben Dosis nach 2–4 Wochen wiederholt durchzuführen.
  • Bei gemischten Wurminfektionen sowie bei Spulwurmbefall, Ankylostomiasis, Trichozephalose, Strongyloidose und Teniose: 100 mg zweimal täglich (morgens und abends) für eine Kur über drei Tage.
  • Bei Trichinose: 200–400 mg dreimal täglich während der ersten drei Tage, gefolgt von einer Dosis von 400–500 mg dreimal täglich in den darauffolgenden sieben Tagen.
  • Bei Echinokokkose: 500 mg initial mit einer Mehrfachgabe an den ersten drei Behandlungstagen (zweimal täglich), gefolgt von einer Dosierung von dreimal täglich in den darauffolgenden drei Tagen. Die Therapie wird fortgesetzt mit einer Tagesdosis, die sich auf 25–30 mg pro Kilogramm Körpergewicht des Patienten berechnet und in 3 bis 4 Einzeldosen verteilt ist.

Nebenwirkungen

  • Nervensystem: Bei hohen Dosen im Rahmen einer Langzeittherapie können Kopfschmerzen auftreten; selten treten Schwindel auf.
  • Verdauungssystem: Selten kommen Bauchschmerzen und Übelkeit vor. Bei hohen Dosen im Rahmen einer Langzeittherapie sind Durchfall, Erbrechen sowie eine vorübergehende Aktivitätssteigerung der Leberenzyme im Blutserum möglich.
  • Urogenitalsystem: Bei hohen Dosen im Rahmen einer Langzeittherapie können Hämaturie und Zylinderurie auftreten.
  • Blutsystem: Bei hohen Dosen im Rahmen einer Langzeittherapie ist die Entwicklung einer Anämie, des Felty-Syndroms oder einer Eosinophilie möglich.
  • Übrige Nebenwirkungen: Bei hohen Dosen im Rahmen einer Langzeittherapie können Haarausfall und allergische Reaktionen auftreten.

Besondere Hinweise

Die Langzeitanwendung von Mebendazol erfordert eine sorgfältige Kontrolle der Nierenfunktion, der Leber sowie des peripheren Blutes.

Der Alkoholkonsum im Zeitraum von 24 Stunden nach der Einnahme ist kontraindiziert.

Abführmittel dürfen nicht in Kombination mit Mebendazol angewendet werden.

Nach Abschluss der Behandlung wird die regelmäßige Durchführung labormedizinischer Untersuchungen von Stuhl und Abstrichen aus dem Rektalbereich gefordert. Die Wirksamkeit der Therapie lässt sich durch das Fehlen von Würmern und deren Eiern beim Patienten im Zeitraum einer Woche nach Therapieende beurteilen.

Arzneimittelwechselwirkungen

Die Einnahme von Mebendazol kann bei Patienten mit Diabetes mellitus eine Reduktion der Insulindosis erforderlich machen.

Die gleichzeitige Anwendung mit lipophilen Arzneimitteln wird nicht empfohlen.

Der Plasmaspiegel von Mebendazol kann unter begleitender Therapie durch induzierende Metabolismusmittel wie Carbamazepin sinken oder steigen.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen

An einem für Kinder unzugänglichen Ort bei einer Temperatur von bis zu 25 °C lagern.

Haltbarkeit: 4 Jahre

Ob Das sollten Sie wissen:

Studien zeigen, dass Frauen, die wöchentlich mehr als ein Glas Bier oder Wein konsumieren, ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben.


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