Natriumnitrat

Natriumnitrat ist auch unter den Namen Chilisalpeter oder Natriumsalpeter bekannt; seine chemische Formel lautet NaNO₃. NaNO3 In gereinigter Form kristallisiert es als weißes, graues oder leicht gelbliches Pulver. Äußerlich und geschmacklich ähnelt Natriumnitrat dem gewöhnlichen Kochsalz und ist gut wasserlöslich. Natürlich kommt dieses Mineral vor allem in Chile vor. Natriumnitrat – Lebensmittelzusatzstoff E251

Natriumnitrat: bedrohlich oder nützlich?

Die Herstellung von Natriumnitrat basiert meist auf der Synthese kristalliner Substanzen aus Luftstickstoff oder Ammoniak. Weitere Verfahren umfassen die Zersetzung oder Reaktionen verschiedener Substanzen. Beispielsweise ist die Gewinnung durch Auslaugen natürlicher Vorkommen mit heißem Wasser, Kristallisation, Absorption von Stickstoffoxiden aus Natronlauge sowie durch Zerlegung von ammoniakalischem oder Kalisalpeter und nachfolgenden Austausch mit Natriumkarbonat, -sulfat oder -chlorid möglich.

Chilisalpeter wird in der industriellen Produktion bei der Herstellung rostfreier Stähle, Gläser, Kühlmittel sowie Raketentreibstoffe breit eingesetzt; zudem findet er erfolgreiche Anwendung in Landwirtschaft, Medizin und Lebensmittelindustrie. Arzneimittel, die Natriumnitrat enthalten, werden als Broncholytika, Abführmittel, Mittel gegen Darmkrämpfe und Gegengifte bei Zyanidvergiftungen verschrieben.

In der Lebensmittelproduktion wirkt Chilisalpeter häufiger als Farbstoff und Konservierungsmittel; er behindert die Vermehrung des Botulismus-Erregers. Als Nahrungszusatzstoff wird er mit der Kennzeichnung E251 bezeichnet. In großen Dosen ist das Salz für Säugetiere hochgiftig, und beim Erwärmen von Lebensmitteln zeigt es nachgewiesene krebserzeugende Aktivität.

Für den Menschen beträgt die höchste zulässige Tagesdosis 3,7 mg Natriumnitrat pro kg Körpergewicht; dabei wird nur der Stickstoffanteil berücksichtigt (nicht das gesamte Salz). Bei einem Körpergewicht von 70 kg entspricht dies einer Aufnahme von 259 mg E251. NO3 Dies entspricht ungefähr 350 Milligramm, womit die zulässige Norm überschritten wird.

Im menschlichen Organismus kann Natriumnitrat infolge des Metabolismus Hypoxie in Organen und Geweben sowie bei hohen Dosen schwere Vergiftungen mit Lungenödem, akuter Herzinsuffizienz und sogar Tod verursachen; zudem fördert es unter Einwirkung von Eichhörnchen im Verlauf der Verdauung die Bildung karzinogener Substanzen.

Symptome einer Vergiftung durch Chilisalpeter sind Bauchschmerzen, Hautausschläge (besonders im Bereich des Nasolabialdreiecks und an den Nägeln), Kopfschmerzen, Krämpfe, Atemnot, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Bei der Herstellung von Käse und Wurst dient Natriumnitrat als Farb- und Konservierungsstoff

Die Dosis von Natriumnitrat entscheidet über alles.

In der modernen Realität lässt sich die Hoffnung auf ein Leben ohne Farbstoffe und Konservierungsstoffe als Illusion betrachten; die Kontrolle über konsumierte Lebensmittel und deren Nitratgehalte ist heute lebensnotwendig, wobei eine Konzentration von 8 bis 15 Milligramm pro Liter Trockensubstanz tödlich für den Menschen sein kann. Zusammenfassend dürfen folgende Nitrate nicht überschritten werden:

  • 45 Milligramm pro Liter im Trinkwasser.
  • 130 Milligramm pro Kilogramm in Pflanzengrün.
  • 60 Milligramm pro Kilogramm in Wassermelonen, Birnen und Äpfeln.
  • 400 Milligramm pro Kilogramm in Melonenkürbissen.
  • 500 Milligramm pro Kilogramm im weißen Spät Kohl.
  • 250 Milligramm Natriumnitrat pro Kilogramm Kartoffeln;
  • 80 Milligramm Natriumnitrat pro Kilogramm Hauszwiebel;
  • 250 Milligramm Natriumnitrat pro Kilogramm spätere Möhre;
  • 1400 Milligramm Natriumnitrat pro Kilogramm Rübe.

Bei der Ernte ist das Einatmen von Dämpfen organischer Nitrate sowie deren Aufnahme über die Haut und den Verdauungstrakt zu vermeiden.

Ob Sie sollten Folgendes wissen:

Der menschliche Magen kommt auch mit nebensächlichen Gegenständen ohne ärztliche Intervention befriedigend zurecht; es ist bekannt, dass der Magensaft sogar Münzen auflösen kann.


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