Parainfluenzitis

Was ist Parainfluenzitis und wie entsteht sie?

Ein Kind mit Parainfluenza

Die Parainfluenzitis ist eine Infektionskrankheit, die die Schleimhäute der oberen Atemwege befällt. Sie wird von einer mäßigen Intoxikation des Organismus begleitet und kann zum Ausbruch von Epidemien führen. Der Erreger ist das Parainfluenzavirus; die Quelle der Ansteckung ist der kranke Mensch.

Menschen, die an Parainfluenzitis erkrankt sind, stellen für das Umfeld eine Gefahr dar. Diese besteht während der gesamten Inkubationszeit sowie in der akuten Krankheitsphase. Der Virus wird über den Tröpfcheninfektionsweg übertragen: Daher beginnt die Parainfluenzitis bei Kindern durch direkten Kontakt mit dem kranken Menschen, entwickelt sich aber auch beim Einatmen von Luft, die Erreger enthält.

Der Mechanismus der Infektionsentwicklung

Das Parainfluenzavirus gelangt über Tröpfchen oder Staubpartikel auf die Schleimhäute der oberen Atemwege. Dort haftet es an den Epithelien der oberen Nasen- und Rachenräume sowie dringt unmittelbar in die Lungenbläschen ein. Das Virus besitzt die Fähigkeit, die Epithelien vollständig zu zerstören; dies führt zur weiteren Entwicklung des entzündlichen Prozesses und zum Auftreten von Allgemeinsymptomen wie Erschöpfung, Kopfschmerzen, Fiebersteigerung und Appetitverlust.

Je nach Verlauf der Parainfluenzitis wird das Immunsystem des Menschen geschwächt. Dies führt zur Aktivierung der eigenen pathogenen Mikroflora und zum Auftreten von Sekundärinfektionen. Eine korrekt durchgeführte Behandlung erzeugt eine Immunität, die jedoch nur kurzfristig ist. Die Abwehrstoffe verlieren rasch ihre Schutzfunktion, weshalb ein Kind im Jahr zwei- oder mehrmals an Parainfluenzitis erkranken kann. Zudem beugt selbst eine geringe Immunität dem Auftreten schwerer Krankheitsformen vor, was insbesondere für Kinder von großer Bedeutung ist, deren Organismus einen ausreichenden Widerstand gegen verschiedene Erkrankungen nicht leisten kann.

Symptome der Parainfluenzitis

Die Inkubationszeit des Krankheitsverlaufs beträgt etwa eine Woche; daraufhin treten beim Patienten die charakteristischen Symptome der Parainfluenz auf.

  • Ein Anstieg der Körpertemperatur (das Maximum wird nach 2 bis 3 Tagen der Erkrankung erreicht)
  • Eine Nasenverstopfung
  • Allgemeines Unwohlsein und Schwächegefühl
  • Kopfschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Schnelle Ermüdbarkeit

Der Allgemeinzustand der Patientinnen ist befriedigend. Bei den Symptomen der Parainfluenz sind die Intoxikationszeichen meist schwach ausgeprägt; im Vordergrund stehen daher die Infektionen des Epithels der oberen Atemwege, was für eine korrekte Diagnostik von Bedeutung ist. Die Patienten beunruhigen: trockener, nässender Husten, das Gefühl von Nasenschleimhaut-Verstopfung, Halsschmerzen sowie Heiserkeit der Stimme. Zudem verursacht Parainfluenz bei Kindern Schwellungen der Mandeln und eine Rötung der Schleimhäute des Rachens.

Man unterscheidet leichte, mittelschwere und schwere Formen der Parainfluenz. Die schwerste Form tritt äußerst selten auf, führt jedoch zu zahlreichen Komplikationen wie Lungenentzündung, Angina pectoris, Sinusitis, Thorakodynie, Infektionen des Zentralnervensystems, Stenose sowie dem Syndrom der Grütze (Grübelkrampf). Das Kind wird unruhig; bei ihm werden Zyanose der Fingerspitzen und eine ausgeprägte Tachykardie beobachtet. Die schwere Parainfluenz, deren Behandlung zu spät eingeleitet wurde, kann in die gefährlichste Phase übergehen – die Asphyxie –, bei der die Haut erblasst, die Körpertemperatur stark sinkt und ernsthafte Atemprobleme auftreten. In dieser Phase sind zügige Reanimationsmaßnahmen notwendig; andernfalls kann der Patient sterben.

Die Parainfluenz bei Kindern bis zum ersten Lebensjahr weist einen symptomarmen Verlauf auf. Bis zum sechsten Monat verfügt das Kind über eine angeborene Immunität, die mütterlichen Ursprungs ist; daher verläuft die Erkrankung selten und komplikationsfrei. Nach dem halben Jahr wird das Kind empfänglich für Parainfluenz sowie deren Komplikationen, einschließlich des Syndroms der Grütze.

Die Behandlung der Parainfluenza

Tabletten für eine rationale Behandlung von Parainfluenza bei Kindern

Bei der Behandlung der Parainfluenza sind Bettruhe, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie eine ständige Kontrolle des Allgemeinzustands erforderlich. Zur Verringerung der Viruslast kommen virustatische Mittel wie Zikloferon, Arbidol oder Wiferon zum Einsatz. Zum Fiebersenkungszweck sind fiebersenkende Präparate indiziert. Antibiotika sollten ausschließlich bei Vorliegen einer sekundären bakteriellen Infektion verabreicht werden. Patientinnen mit schweren Komplikationen, beispielsweise dem Syndrom der Laryngotracheobronchitis (Grütze), müssen stationär aufgenommen und spezialisiert ärztlich betreut werden.

Man sollte sich bewusst sein, dass die Selbstheilung bei Parainfluenza gefährlich sein kann. Da die Erkrankung bei Kindern schwerwiegende Folgen nach sich ziehen kann, ist es notwendig, das Kind einem Arzt vorzustellen, der sichere Medikamente auswählt und den Verlauf des Zustands überwacht.

Prophylaxe der Parainfluenza

Es gibt keine spezifischen Maßnahmen zur Prävention der Parainfluenza. Eltern sollten kranke Kinder von gesunden isolieren, regelmäßig lüften und die Nassreinigung durchführen. Bei Kontakten mit Erkrankten ist es ratsam, Masken zu tragen sowie Möbel und andere Haushaltsgegenstände im Zimmer mit Desinfektionsmitteln zu behandeln.

Ob Sie sollten Folgendes wissen:

Im menschlichen Darm leben Millionen von Bakterien, die entstehen und sterben; diese Menge wäre nur bei starker Verdichtung sichtbar, wenn sie in einer gewöhnlichen Kaffeetasse untergebracht würden.


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