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Kinderenuresis: In welchem Alter sollte Alarm geschlagen werden?

Sind alle Eltern damit überfordert, dass Grundnitschok oft und viel ist? Seit der Zeit, als Windeln in den Gebrauch fest etabliert sind, stellt die Feuchtigkeit im Kleinen keine Probleme dar. Wenn das heranwachsende Kind jedoch weiterhin Harnverlust in die Hose aufweist, beginnen die Eltern zu prüfen: Ist dies normal oder liegt eine Harninkontinenz vor? Wir werden versuchen, uns zurechtzufinden: Was bedeutet Enuresis, wie entsteht sie bei Kindern und ab welchem Alter muss sie behandelt werden?

Kinderenuresis: Was ist das und warum entsteht sie?

Die ärztliche Meinung besagt: Eine Diagnose von Enuresis liegt vor, wenn das nächtliche Harninkontinenz-Syndrom beim Kind nach dem fünften Lebensjahr persistiert. Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort «enureo» (sich benetzen) ab. Man unterscheidet zwischen taglicher und nächtlicher Enuresis: Im ersten Fall kann das Kind das Wasserlassen im Tagesverlauf nicht kontrollieren, im zweiten Fall nicht nachts. Das tägliche Harninkontinenz-Syndrom ist ein relativ seltenes Phänomen; nächtliches Inkontinenz tritt bei 14 % der fünfjährigen Kinder auf, bei 7 % der siebenjährigen und bei 2 % der Teenager im Alter von 14 Jahren. Bis zum fünften Lebensjahr stoßen etwa jede vierte Familie auf das Problem nasser Laken während des Schlafes des Kindes. Diese Statistik ist beunruhigend.

Ursachen der Enuresis

Die Ursachen können Entwicklungsstörungen, Erkrankungen des Urogenitalsystems sowie verschiedene Infektionen sein, die das Kind übertragen hat. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle liegt die Enuresis jedoch an der Unreife des Zentralnervensystems und der Harnblase des Kindes. Dies bedeutet, dass das Signal über die Füllung der Harnblase und den Bedarf zur Entleerung ins Gehirn einfach nicht gelangt.

Die Diagnose wird nach dem 5. Lebensjahr gestellt, da gerade zu diesem Alter die Ausbildung des Reflexes des Wasserlassens abgeschlossen ist. Unterscheiden Sie einige Formen der Enuresis:

  • Die einfache Form: Unwillkürliches Urinieren während des tiefen Schlafs.
  • Die neurotische Form: Die Erscheinungsformen hängen vom psychischen Zustand des Kindes ab.
  • Die epileptische Form: Harnabgang während epileptischer Anfälle.
  • Die endokrinologische Form: Sie entsteht bei Erkrankungen des endokrinen Systems, beispielsweise Diabetes oder Adipositas.
  • Die dysplastische Form: Sie ist eine Untersuchung organischer Störungen des Ausscheidungssystems und kann mit Stuhlgang einhergehen.

Jede Form weist spezifische Besonderheiten und Erscheinungsformen auf. Entsprechend wird die Behandlung unter Berücksichtigung der Entstehungsgründe der Enuresis verordnet. Die einfache Form der Enuresis tritt erblich häufiger auf; das Kind lässt sich im psychologischen Sinne leichter beruhigen, wenn seine Eltern es nicht schelten.

Enuresis nocturna: Ab wann gilt es, alarmiert zu sein?

Bis zum fünften Lebensjahr sollte gewartet werden, bevor das Kind ärztliche Hilfe in Anspruch nimmt.

Das Problem des Harnverlusts ist zwar ernst, doch besuchen nur wenige Kinder bis zum Alter von fünf Jahren den Kindergarten. Wenn Eltern das Kind bei Fahrten oder Spaziergängen dazu anleiten, den Stuhl zu halten, können im Kindergarten Spott und Bemerkungen durch Altersgenossen sowie Erzieher entstehen. Stress stellt einen Faktor dar, der die Enuresis provoziert.

Eltern sollten sich unverzüglich an einen Arzt wenden, sobald sie feststellen, dass das Kind häufig mit nassen Betten aufwacht. Bei Kindern im Alter von drei bis vier Jahren dürfen solche Episoden nicht öfter als einmal pro drei Wochen auftreten. Eine ärztliche Untersuchung ist zwingend erforderlich, wenn ein Kind im Alter von anderthalb bis zwei Jahren ein Toilettentraining absolviert hat und plötzlich wieder Harnverlust in die Hose oder ins Bett aufweist. Ziel der Untersuchung ist es, Pathologien sowie Infektionen des Urogenitalsystems auszuschließen.

Ob es

Welche Verbindung besteht zwischen dem Anlernen zum Topf und der Enuresis?

Viele Mütter stoßen auf die Meinung ihrer Umgebung, dass man dem Kind den Topf möglichst früh beibringen sollte. Leider zeigen moderne Forschungen, dass dies nicht nur ineffektiv ist, sondern auch für die unreife Psyche des Kindes gefährlich sein kann. Jedes Kind entwickelt sich individuell, und ein gewaltsames Anlernen zum Topf schädigt das Kind lediglich.

Amerikanische Experten haben aufgrund von Beobachtungen an Kindern im Alter zwischen 3 und 10 Jahren folgende Ergebnisse ermittelt: Das optimale Alter für die Toilettenerziehung liegt in der Periode von 2 bis zu 3 Jahren. Ein viel zu frühes oder umgekehrt ein späteres Anlernen erhöht die Risiken einer Enuresis-Entwicklung. Beispielsweise wurde eine Tagesenuresis bei 60 % der "früh" angelehrten und bei 70 % der "spät" angelehrten Kinder festgestellt. Die Ergebnisse sind offensichtlich.

Methoden zur Behandlung der Enuresis

Wohin muss man sich wenden? Der Prozess beginnt mit einem Besuch beim Kinderarzt, der das Kind an eine Beratungsstelle überweist. Dort wird je nach Ursache entweder ein Urologe oder ggf. ein Neurologe hinzugezogen. Das weitere Vorgehen hängt von den spezifischen Ursachen ab. Es existieren zahlreiche Behandlungsverfahren, einschließlich medikamentöser Therapien. Häufig werden antidiuretische Hormone, Psychostimulanzien und Antidepressiva eingesetzt. Wichtig: Alle Maßnahmen sollten ausschließlich vom Arzt durchgeführt werden!

Behandlungsmethoden der kindlichen Enuresis

Neben der Pharmakotherapie kommen Physiotherapie, Igelreflexotherapie und die Phytopharmakotherapie breit zum Einsatz. Von großer Bedeutung ist die psychologische Einstellung des Kindes sowie der Eltern und die Beachtung unkomplizierter Regeln:

  1. Vor allem darf das Kind für ein zugelassenes Versehen niemals gescholten werden. Wie seltsamerweise ist, erfüllen viele Eltern diese Forderung nicht; dies verstärkt lediglich das psychische Unwohlsein des Kindes. Das Kind sollte wissen, dass dieses Problem nicht nur bei ihm auftritt; andernfalls kann es beginnen, das Geschehene zu verbergen.
  2. Um die Enuresis zu behandeln, ist es notwendig, einen klaren Tagesplan einzuhalten und das Kind zur gleichen Zeit ins Bett zu bringen, damit es vor dem Einschlafen in die Toilette geht. Der Flüssigkeitskonsum sollte zwei bis drei Stunden vor dem Schlaf eingeschränkt werden. Zudem müssen erhöhte emotionale Belastungen, wie aufregende Spiele, vor dem Einschlafen vermieden werden. Fürchtet das Kind die Dunkelheit, so ist es ratsam, ihm eine Nachtlampe bereitzustellen.
  3. Sollte man das Kind in der Nacht nicht wecken? Die Meinungen der Ärzte hierzu sind unterschiedlich: Wenn Eltern jedoch darauf abzielen, nächtliche Unfälle zu vermeiden, muss das Kind nicht im Halbschlaf auf den Topf gesetzt werden, sondern es sollte vollständig geweckt werden.
  4. Erst wenn Kinder drei Jahre alt sind, sollte man nachts keine Windeln anziehen – selbst wenn dies den Eltern nur ruhiger macht –, da dies die Ausbildung des richtigen Harnreflexes verzögert.
  5. Kinder im vorschulischen und jüngeren Schulalter können sich mit dem Autotraining beschäftigen sowie eine Übung durchführen, um die Verschlussfunktion der Harnröhre zu festigen: Während des Urinierens sollte das Kind versuchen, den Fluss kurzzeitig zu unterbrechen. Sollte das Kind während dieser Übung Schmerzen spüren, muss dies unbedingt dem Arzt mitgeteilt werden.

Die Behandlung der kindlichen Enuresis ist heute erfolgreich. Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind Gesundheit und Geduld!

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

In vier Stück dunkler Schokolade sind etwa zweihundert Kalorien enthalten. Wenn Sie nicht genesen wollen, ist es besser, wenn Sie pro Tag nicht mehr als zwei Tabletten einnehmen.


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