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Erste Hilfe bei hypertensiver Krise

Hypertensive Krise – ein akuter Zustand, der durch einen starken Anstieg des arteriellen Blutdrucks gekennzeichnet ist. Dies stellt eine unmittelbare Lebensgefahr dar. Daher ist es wichtig, die Merkmale dieses Zustands zu kennen und die Erste Hilfe bei hypertensiver Krise zu leisten.

Die Werte des arteriellen Blutdrucks in der Norm und während einer Krise

Obwohl ein Anstieg des arteriellen Blutdrucks die Hauptursache einer hypertensiven Krise darstellt, gibt es keine eindeutige qualitative Schwelle für den Blutdruck, die eine solche Krise von anderen Zuständen unterscheidet. Aus diesem Grund empfehlen Ärzte Patienten mit kardiovaskulären und renalen Erkrankungen (die somit zur Risikogruppe gehören), sich primär auf den sogenannten Arbeitsblutdruck zu orientieren – also die Blutdruckwerte, die dem normalen Befinden des Patienten bei Abwesenheit von emotionaler oder körperlicher Belastung entsprechen.

Dieser Parameter lässt sich beim Menschen differenzieren: Die Norm des arteriellen Blutdrucks bewegt sich in erheblichen Grenzen zwischen 110 und 140 mmHg systolisch (oberer Wert) sowie zwischen 60 und 90 mmHg diastolisch (unterer Wert). Für die Mehrheit der Hypertonie-Patienten gilt ein systolischer Wert von 110 mmHg als Norm; eine Erhöhung des Blutdrucks auf bis zu 120 mmHg kann daher noch als Normalwert betrachtet werden, während für Menschen mit einer Hypertonieprädisposition bereits ein Wert von 140 mmHg pathologisch sein kann.

Wenn der Patient seinen Arbeitsblutdruck kennt und sich dieser von dem aktuellen Wert unterscheidet, lässt sich der Zustand bestimmen, bei dem eine hypertensive Krise eintritt oder droht. Beispielsweise: Wenn das normale Befinden des Menschen einem Blutdruck von 110/70 mmHg entspricht, deutet ein Anstieg auf 120/80 mmHg bereits auf Hypertonie hin.

Man muss jedoch bedenken, dass nicht jeder Patient mit einer hypertensiven Krise seinen Arbeitsblutdruck kennt; manchmal kann der Betroffene aufgrund des schlechten Befindens während der akuten Phase keine korrekte Angabe machen, und zudem ist ein Blutdruckmessgerät oft nicht verfügbar. Daher müssen für die Erste Hilfe weitere Merkmale der hypertensiven Krise bekannt sein.

Merkmale einer hypertensiven Krise

Zu den Merkmalen einer hypertensiven Krise gehören:

  • Heftige oder sich steigende Kopfschmerzen treten vor allem im Okzipitalbereich auf.
  • Das Gefühl eines Kopfzusammenpressens.
  • Das Pulsieren der Arterien in den Schläfen.
  • Eine Rötung oder im Gegenzug eine Blässe der Haut.
  • Klingende Geräusche in den Ohren.
  • Augenbeschwerden wie verschwommene Sicht oder Flimmern sowie eine Verschlechterung der Sehfähigkeit.
  • Atemnot, Brustschmerzen und Tachykardie (Herzklopfen) sind möglich.
  • Übelkeit mit möglichem Erbrechen.
  • Erhöhte Reizbarkeit sowie heftige Reaktion auf helles Licht, laute Klänge und andere Reize sind möglich.

Die hypertensive Krise kann plötzlich oder schleichend einsetzen. Beim hyperkinetischen Typ – der bei Patienten in frühen Stadien der Hypertonie vorkommt – ist ein scharfer Beginn sowie nicht allzu hohe Blutdruckwerte charakteristisch. Der hypokinetische Typ tritt vor allem bei langjährig Erkrankten auf; hier steigt der Blutdruck deutlich an, und die Krisensymptome können einige Stunden bis zu mehreren Tagen anhalten. Beide Typen können außerordentlich gefährliche Folgen bis hin zum Tod haben.

Erste Hilfe bei hypertensiver Krise

Bei Verdacht auf eine hypertensive Krise ist der sofortige Alarm eines Rettungsdienstes unerlässlich. Je früher qualifizierte Hilfe eintrifft, desto schneller lässt sich der Anfall stoppen und das Risiko schwerer Komplikationen minimieren.

Diese Regel kennt jedoch Ausnahmen: Viele Patienten mit einer langjährigen Hypertonie können die Krise selbstständig behandeln, indem sie nach Auftreten der ersten Symptome vorgehen und die vom behandelnden Arzt festgelegten Medikamente gemäß dem Algorithmus einnehmen. In diesem Fall sollte der Patient auch nach Einnahme der notwendigen Präparate weiterhin beobachtet werden; erst wenn sichergestellt ist, dass die Medikamente gewirkt haben und sich der Zustand verbessert hat, kann auf den Aufruf des dringend benötigten Rettungsdienstes verzichtet werden. Dennoch muss in aller Kürze über die Vorgehensweise des behandelnden Arztes informiert werden.

Für alle weiteren Fälle bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sind folgende Maßnahmen erforderlich:

  1. Den Patienten mit erhöhtem Kopf lagern; sollten die Kopfschmerzen im Liegen zunehmen, kann eine bequeme Sitzposition eingenommen werden.
  2. Dem Patienten volle Ruhe sowohl physisch als auch emotional zu gewährleisten.
  3. Die Zufuhr frischer Luft sicherstellen: Fenster öffnen und enge Kleidung lockern.
  4. Führen Sie bei günstigen Umständen Maßnahmen zur Blutdrucksenkung durch: Kälte auf das Haupt anwenden, Senfpflaster im Bereich des Kreuzbeins (unter dem Gesäß) platzieren oder einen Gastroknemiusverband anlegen. Alternativ kann ein warmes Fußbad durchgeführt werden.

Erste Hilfe bei hypertensiver Krise – Patient in halbsitzende Position bringen Bei der Erstversorgung einer hypertensiven Krise ist es wichtig zu beachten: Ungeachtet intensiver Kopfschmerzen dürfen dem Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes keine Medikamente 'vom Kopf' oder 'vom Herzen' verabreicht werden, da deren Verfügbarkeit und Wirksamkeit oft ungewiss sind. Schmerzmittel sind unerwünscht, da sie die anschließende Diagnostik erschweren und die Ursache der Krise verschleiern können. Selbst wenn ein antihypertensives (blutdrucksenkendes) Präparat zufällig griffbereit ist, sollte eine medikamentöse Therapie in dieser Situation vom behandelnden Arzt angeordnet und kontrolliert werden, da eine zu starke Blutdrucksenkung bei hypertensiver Krisen schwerwiegende Folgen nach sich ziehen kann.

Ob Beachten Sie Folgendes:

Wenn Sie täglich mindestens zweimal lächeln, können Sie den arteriellen Blutdruck senken und das Risiko für Herzinfarkte sowie Schlaganfälle verringern.


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