Wesentliche Aspekte > Erstversorgung bei Banddehnung > Erstversorgung bei Banddehnungen

Erstversorgung bei Banddehnungen

Bänder sind Bündel von Fasern, die Knochen und Gelenke miteinander verbinden; ihre Aufgabe ist durch ihren Namen klar ersichtlich. Es handelt sich um einen sehr festen und elastischen Mechanismus, der jedoch bei unangemessener Belastung beschädigt werden kann.

Ein Trauma kann nicht nur zu einer Banddehnung führen, sondern auch zu Teil- oder Vollrissen. Während eine Banddehnung oft mit häuslichen Mitteln behandelt werden kann, ist bei einem Riss ärztliche Hilfe unerlässlich. Da es unmittelbar nach dem Unfall schwierig ist, die Schwere des Traumas selbstständig einzuschätzen, empfiehlt sich für den Betroffenen eine sofortige Vorstellung in einer Traumazentrale oder orthopädischen Abteilung zur Röntgenaufnahme.

Ursachen und Merkmale eines Banddehnens

Am häufigsten tritt ein Dehnen der Bänder an den Gelenken der Beine – Sprunggelenk und Kniegelenk – auf, gefolgt von den Ellenbogengelenken. Das Trauma ereignet sich meist während körperlicher Aktivität wie Laufen oder Springen. Zu den häufigsten Ursachen gehören heftige Bewegungen im nicht aufgeheizten Zustand bei Sportlern sowie ungeeignete Schuhe, insbesondere hohe und instabile Absätze bei Frauen.

Eine Banddehnung ist durch einen intensiven, unmittelbar nach dem Ereignis auftretenden Schmerz gekennzeichnet. Zudem zeigen sich Muskelschwäche im betroffenen Gelenk sowie Schwellungen; in manchen Fällen bildet sich ein Hämatom (subkutane Blutung oder Bluterguss). Der Schmerz verstärkt sich bei Bewegung.

Erstversorgung bei Banddehnungen

Das Hauptziel der Erstversorgung besteht darin, dem verletzten Glied Ruhe zu gewährleisten und den Schmerz zu lindern.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es erforderlich, Bewegungen im betroffenen Glied auszuschließen, um die Verletzung nicht zu verschlimmern und einen übermäßigen Schmerzanstieg zu verhindern.

  1. Zusätzlich sollten Eispackungen zur Kühlung des Bereichs sowie eine leichte Immobilisierung mittels Schiene oder Verband erfolgen.
  2. An der Dehnungsstelle ist Kälte anzuwenden. Geeignet hierfür sind Eisblasen, Flaschenwasser aus dem Kühlschrank oder jeder kalte Gegenstand. Solche Maßnahmen helfen, starke Wasserschwellungen und die Bildung von Hämatomen zu verhindern.
  3. Die verletzte Extremität am Ort der Beschädigung ist zu immobilisieren. Am besten kommt hierfür eine spezielle Schlingenschiene zum Einsatz. Alternativ kann man eine gewöhnliche Bandage verwenden, die mit einer Kompressionsrolle fixiert wird.
  4. Dem Betroffenen Schmerzmittel verabreichen. Dazu kommen alle in der Apotheke rezeptfrei erhältlichen Analgetika infrage.

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Bandverletzungen

Fixierung der verletzten Extremität bei Bandverletzungen

In der Regel reichen diese Maßnahmen aus. Als Indikator dafür, dass alles korrekt durchgeführt wurde, gilt die Verringerung des Schmerzes.

Die Weiterbehandlung umfasst die Ruhigstellung der betroffenen Extremität für zwei Tage. In dieser Zeit nehmen Schmerz und Wasserschwellung in der Regel ab. Später ist es notwendig, die Bewegung schrittweise wiederherzustellen; dabei muss jedoch vermieden werden, die Gliedmaße vorzeitig mit voller Kraft zu belasten. Die vollständige Wiederherstellung aller Funktionen erfolgt im Laufe von zwei bis drei Wochen.

Situationen, in denen ärztliche Hilfe erforderlich ist.

Das Dehnen von Bändern stellt kein besonders schwerwiegendes Trauma dar. Wenn die Erstversorgung korrekt durchgeführt und die Empfehlungen befolgt wurden, treten in der Regel keine Folgeschäden auf.

Eine ärztliche Hilfe ist jedoch unverzichtbar unter folgenden Umständen: Das Opfer hat sich nicht umgehend einer medizinischen Betreuung zugewandt oder die Schwere des Verletzungsgrades unterschätzt. Dies kann durch Nichtbeachtung der Therapieempfehlungen oder eine vorzeitige sowie übermäßige Belastung der verletzten Extremität verursacht werden.

Die Erstversorgung und die häusliche Behandlung bei Banddehnungen gelten als unzureichend, wenn im Verlauf der ersten Tage nach dem Trauma Folgendes beobachtet wird:

  1. Es kommt zu einer Erhöhung der Körpertemperatur.
  2. Der Schmerz in der verletzten Gliedmaße nimmt zu oder bleibt bestehen, wobei die Bewegungseinschränkung ebenfalls erhalten bleibt oder zunimmt.
  3. Neben dem Schmerz treten weitere Zeichen einer lokalen Entzündung auf: eine Wassergeschwulst (Ödem), eine Rötung der Haut an der Verletzungsstelle sowie eine lokale Temperaturerhöhung.
  4. Eine Besserung ist nach zwei Tagen seit dem Trauma nicht eingetreten.

Bei allen oben genannten Fällen muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Ob Dazu gehören:

Unsere Nieren können innerhalb von einer Minute drei Liter Blut filtern.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt