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Die häufigsten gynäkologischen Erkrankungen und deren Symptome

Die Mehrzahl der gynäkologischen Erkrankungen manifestiert sich durch drei charakteristische Symptome.

  • Störungen der menstruellen Funktion (einschließlich Amenorrhö, unregelmäßiger Zyklen, verlängerter Blutungsphasen sowie pathologischer Menstruationstypen wie dysfunktionale Uterusblutungen) stellen ein häufiges Problem bei Frauen dar.
  • Pathologische vaginale Absonderungen
  • Unterleibsschmerzen.

Jedes dieser Merkmale – insbesondere in Kombination – deutet darauf hin, dass ein gynäkologischer Besuch erforderlich ist. Eine genaue Diagnose kann nur durch eine Untersuchung gestellt werden; dennoch lassen bestimmte Symptome bereits auf das Vorliegen spezifischer Erkrankungen schließen. Im Folgenden werden die häufigsten weiblichen Krankheiten und ihre Symptome betrachtet.

Наиболее распространенные женские болезни

Myom der Gebärmutter

Ein Myom (Uterusmyom) ist eine gutartige Geschwulst, die aus Muskelfasern besteht. Ihr Durchmesser variiert je nach Erscheinungsform von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern. Das Hauptsymptom, das Frauen dazu veranlasst, einen Gynäkologen aufzusuchen, sind ungewöhnlich starke und langanhaltende Menstruationsblutungen. Je größer die Geschwulst ist, desto häufiger können menstruationsartige Blutungen auftreten – bis zu zwei- oder mehrmals im Monat. Die starken Blutverluste führen oft zur Entwicklung einer Anämie; deren Symptome machen sich schrittweise bemerkbar: erhöhte Müdigkeit, Schwächegefühl und Blässe.

Adnexitis

Die Adnexitis (Adnexentzündung) bezeichnet eine entzündliche Erkrankung der Eierstöcke und Eileiter. Sie ist eine häufige gynäkologische Infektion, die bei Frauen oft erhebliche Ängste auslöst. Die Entstehung wird häufig durch unangemessene Kleidung in kalter Jahreszeit begünstigt, doch handelt es sich primär um eine sexuell übertragbare Infektion (STI), die keineswegs harmlos ist.

Die vaginale Candida-Infektion (Candidiasis) ist eine häufige Pilzinfektion der Scheide, die durch das Überwachsen von Hefepilzen verursacht wird. Typische Symptome sind Juckreiz, Brennen und ein weißlicher Ausfluss. Die Infektion kann durch Antibiotika-Einnahme, Diabetes oder Schwangerschaft begünstigt werden.

Die 'Milchfrau' ist keine tödliche Erkrankung, doch sie beeinträchtigt das Wohlbefinden einer Frau ähnlich wie wenige andere harmlose Krankheiten empfindlich. Charakteristische Symptome der Milchfrau sind Juckreiz in der Scheide sowie reichhaltige, flüssig-wässrige Sekrete mit einem typischen milchigen Geruch und weißlicher Farbe; gelegentlich kann Schaum auftreten. Ein weiteres Symptom ist Brennen und Schmerz in der Scheide nach dem Geschlechtsverkehr, was Frauen dazu veranlasst, sexuelle Beziehungen zu vermeiden. Die vaginale Candida-Infektion kann langwierig sein und sich entweder verschlimmern oder abklingen. Es ist wichtig zu betonen, dass die Milchfrau nicht allein durch Medikamente effektiv behandelt werden kann; ihre Entstehung gründet in einer Schwächung der lokalen Immunität, weshalb eine Therapie zwingend allgemeine kräftigende Maßnahmen einschließen sollte.

Die **multifollikulären** Eierstöcke (Polyzysten)

Diese Diagnose wird wohl jeder vierten Patientin des gynäkologischen Kabinetts im postsowjetischen Raum gestellt. Das Haupt- und einzige Symptom ist ein unregelmäßiger Menstruationszyklus, zwischen den Menstruationen können Monate vergehen. Die Gynäkologen der westlichen Schule betrachten diesen Zustand nicht als Erkrankung und halten es nicht für notwendig, den Menstruationszyklus um jeden Preis zu regulieren. Immer häufiger kommt die Meinung auf, dass dies eine Variante der Norm ist. Klinische Versuche zeigen jedoch, dass multifollikuläre Eierstöcke kein eindeutiges Merkmal von Unfruchtbarkeit sind, wie lange angenommen wurde. Daher stimmen auch die Ärzte in den postsowjetischen Ländern zunehmend mit ihren westlichen Kollegen überein.

Allerdings muss beachtet werden, dass eine Störung des Menstruationszyklus häufig auf andere Erkrankungen hinweist und daher nicht ignoriert werden sollte. In einem solchen Fall ist es ratsam, eine Untersuchung durchzuführen.

Endometriose

Die Gebärmutterhöhle wird von einer Schicht spezieller Zellverbände gebildet, den Endometriumzellen. Der Unterschied dieser Zellen zu anderen besteht darin, dass sie auf zyklische hormonelle Veränderungen reagieren: Das Endometrium wächst und erneuert sich reichlich durch Blutgefäße – so bereitet sich die Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Wenn keine Schwangerschaft eintritt, wird in bestimmten Zyklusphasen ein großer Teil des Endometriums abgestoßen und es kommt zur Menstruation. Dies ist normalerweise der Fall.

Die genitale Endometriose äußert sich häufig durch starke menstruelle Blutungen, bei denen zähflüssige Absonderungen mehrere Tage vor der eigentlichen Menstruation beginnen und bis dahin anhalten können. Das zweite häufige Symptom ist Beckenschmerz, der konstant sein kann, vor allem vor der Menstruation auftritt und während des Geschlechtsverkehrs oder ohne ersichtlichen Grund auftreten kann.

Die extragenitale Endometriose ist schwierig zu diagnostizieren, da sie keine charakteristischen Symptome aufweist und sich je nach Lokalisation der pathologischen Endometriumareale unter anderen Erkrankungen maskieren kann. Die Erkrankung wird häufig durch Schmerzen vermutet, die mit zyklischen hormonellen Veränderungen korrelieren.

 
 
Ob Das wissen Sie.

Das Risiko eines Nackenbruchs beim Sturz vom Esel ist höher als beim Fallen vom Pferd. Versuchen Sie jedoch nicht, diese Aussage zu widerlegen.