Reopirin

Reopirin-Injektionslösung Reopirin – das kombinierte medikamentöse Präparat mit antiphlogistischer, analgetischer und choleretischer Wirkung.

Packungsgröße und Inhalt

Reopirin ist in folgenden Darreichungsformen erhältlich:

  • Tabletten (je 10 Tabletten pro Blister; im Karton befinden sich zwei Blister)
  • Injektionslösung (je 5 ml pro Ampulle; im Karton befinden sich fünf Ampullen)

Wirkstoff pro Tablette:

  • Natriumphenylobutazon – 125 mg
  • Aminophenylbutazon – 125 mg

Wirkstoffe pro 1 ml der Lösung:

  • Natriumphenylobutazon – 150 mg
  • Phenylobutazon – 150 mg

Anwendungshinweise

  • Indikationen: Polyneuropathien, Neuralgien und Neuritiden;
  • Netzhautentzündung, Bindehautentzündung, Iriskammerentzündung
  • Eileiterentzündung
  • Lendenkrampf
  • Eileiterentzündung
  • Mehrfachentzündung der serösen Hauthüllen, insbesondere bei starken Schmerzen die Herzbeutelentzündung
  • Erkrankungen des Bindegewebes und der Wirbelsäule mit Schmerzen sowie entzündlichen Prozessen
  • Nichtinfektiöse Gelenkentzündungen unterschiedlicher Ursachen (einschließlich Gicht- und Rheumagelenkentzündung)

Gegenanzeigen

  • Langanhaltende Kardiomyopathien
  • Herzrhythmusstörungen
  • Nephritisches Syndrom (auch in der Vorgeschichte)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Geschwüre im Magen und Zwölffingerdarm
  • Erkrankungen der blutbildenden Organe
  • Nieren- und Lebererkrankungen
  • Kindesalter bis zum siebten Lebensjahr
  • Überempfindlichkeit gegen das Präparat

Anwendungsart und Dosierung

Bei rheumatischen Erkrankungen wird Reopirin in einer Tagesdosis von 4–6 Tabletten oder tief intramuskulär mit 5 ml pro Tag (die Lösung wird langsam über 1–2 Minuten in den Gesäßmuskel mit Hilfe einer langen Nadel injiziert) verabreicht.

Bei Parametritis und Adnexitis wird das Präparat intramuskulär alle 4–5 Tage bis zum Verschwinden der Symptome mit 5 ml injiziert.

Für Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren beträgt die empfohlene Tagesdosis von Reopirin 0,5 bis 1 Tablette oder 0,5 bis 1 ml Lösung zu drei Verabreichungen pro Tag.

Nebenwirkungen.

  • Verdauungssystem: mögliches Erbrechen, Übelkeit, beschleunigter Stuhlgang sowie erosiv-ulzerative Infektionen des Gastrointestinaltraktes und Epigastralgie;
  • Kardiovaskuläres System: Tachykardie;
  • Zentralnervensystem: Schläfrigkeit und Schwindel;
  • Ausscheidungssystem: Hämaturie, Glykosurie sowie renale Tubulusnekrose (bei Langzeitbehandlung in hohen Dosen);
  • Stoffwechsel: Hemmung der Natrium- und Wasser-Ausscheidung;
  • Hämatologisches System: selten Anämie, Thrombozytopenie oder Felty-Syndrom; bei Langzeittherapie mit hohen Dosen Agranulozytose.
  • Allergische Reaktionen: Urtikaria, Juckreiz oder Hautausschlag.
  • Lokale Reaktionen: Injektionsortsschmerz oder steriler Abszess am Einstichort.

Besondere Hinweise

Kindern Reopirin nur in Ausnahmefällen unter stationären Bedingungen und ausschließlich unter ärztlicher Kontrolle sowie bei regelmäßiger Überwachung der peripheren Blutwerte, Leberfunktion und Nierenfunktion verabreichen.

Im Verdacht auf Epilepsie wird die Gabe von Reopirin nicht empfohlen.

Bei Langzeittherapie ist wöchentlich eine Kontrolle der Leukozytenzahl erforderlich.

Arzneimittelwechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Anwendung kann das Präparat die Wirkung von Phenytoin, Cephalosporinen, Imipramin und Griseofulvin schwächen.

Reopirin verstärkt die Wirkung von Antikoagulanzien, Barbituraten, Sulfonamiden sowie oral wirksamen hypoglykämischen Mitteln.

Lagerung und Haltbarkeit.

Lagern Sie bei Temperaturen zwischen 15 und 25 °C. Bewahren Sie das Arzneimittel vor Kindern auf. Die Haltbarkeitsdauer beträgt drei Jahre.

Ob Dies sollten Sie wissen:

Die Leber ist das wichtigste Organ des menschlichen Körpers. Ihr durchschnittliches Gewicht beträgt 1,5 kg.


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