Spirometrie

Spirometrie-Verfahren Mit dem Spirometrie-Test wird die Lungenfunktion diagnostiziert. Das Verfahren ermöglicht die Messung des Atemvolumens, der Luftstromstärke und deren Verhältnis, sowie der Vitalkapazität (das Fassungsvermögen) und der maximalen Lüftung.

Die Spirometrie dient zur Aufdeckung von Lungenerkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Pathologien. Sie erlaubt eine Einschätzung ihrer Schwere und die Bewertung der Behandlungseffektivität. Zudem hilft das Training mit dem Gerät, das Atmen richtig zu lernen.

Es wird empfohlen, dass Raucher jährlich eine Lungenfunktionstest durchführen. Diese Untersuchung hilft, Lungenfunktionsstörungen im frühen Stadium aufzudecken und ermöglicht die Differentialdiagnose von Bronchialasthma sowie obstruktiven chronischen Lungenerkrankungen (COPD) und Sarkoidose.

Für dieses diagnostische Verfahren gibt es keine Kontraindikationen, einschließlich altersbedingter Einschränkungen: Die Lungenfunktionstest kann sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen durchgeführt werden.

Ablauf der Spirometrie-Untersuchung

Die Spirometrie erfolgt mit Hilfe einer speziellen Vorrichtung zur kontinuierlichen grafischen Registrierung des Volumens der ausgeatmeten und eingeatmeten Luft – dem Spirographen. Für jeden Patienten wird am Gerät ein neues, einmaliges Mundstück angelegt.

Die Testperson wird gebeten, einen sehr tiefen Atemzug zu machen, die Atmung anzuhalten und den Mund dicht an das Mundstück heranzuführen (mit diesem Moment beginnt die Registrierung auf dem Gerät). Die Ausatmung soll gleichmäßig und ruhig erfolgen; dabei sollte die gesamte eingeatmete Luft abgegeben werden. Bei Patienten mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen kann dieser Vorgang bis zu 15 Sekunden dauern. Nach der ruhigen Ausatmung muss der Patient zwar wieder einatmen, jedoch unter maximaler Anstrengung.

Der Patient wiederholt das Verfahren noch zweimal, und der Arzt verwendet die drei erhaltenen Werte zur Interpretation der Spirometrie.

Spirometrie-Kennzahlen

Der Spirometer – Gerät zur Durchführung der Spirometrie Die meisten Spirometrie-Werte werden als Prozentsätze der mittleren physiologischen Referenzwerte angegeben. Die Norm liegt im Bereich von 80–120 %. Beim Auswerten der Spirogramme können folgende Kennziffern auftreten:

  • Atemvolumen: Die Menge an Luft, die bei ruhiger Ausatmung aus den Lungen entweicht. Die Norm liegt zwischen 500 und 800 ml.
  • Vitalkapazität (VK): Das Lungenvolumen, das nach vollständiger Einatmung wieder ausgeatmet wird. Diese Kennzahl ist bei restriktiven Lungenerkrankungen deutlich vermindert.
  • FEV1 (forcierte Vitalkapazität): Diese Spirometrie-Kennzahl ähnelt der vorherigen; jedoch muss der Patient die Ausatmung mit maximaler Geschwindigkeit und Anstrengung durchführen.
  • EV1s (Erzwungene Vitalkapazität in 1 Sekunde): Das Volumen an Luft, das innerhalb der ersten Sekunde nach forciertem Einatmen aus den Lungen entweicht. Diese Spirometrie-Befunde bei Kindern und Erwachsenen spiegeln den Zustand der großen Atemwege wider und werden als Prozentsatz der Vitalkapazität angegeben. Die Norm für die erzwungene Vitalkapazität liegt bei 75 %.
  • Tiffene-Index: Das Verhältnis von FEV1 zu VEG in Prozent; die Norm liegt bei mindestens 70 %.
  • Mittlere Flussrate im Bereich des 25.–75 %-Intervalls (MMEF): Wird prozentual gemessen und zeigt den Zustand der kleinen Atemwege an. Der Fluss ist nützlich zur Früherkennung obstruktiver Störungen.
  • PEF (Peak-Expiratory Flow Rate): Die maximale Ausatmungsflussrate, die ein Mensch bei forciertem Ausatmen erreichen kann.
  • Atemwegspassibilität: Sie hängt von der Muskelspannung ab und zeigt den Zustand der Atemwege im Bereich der großen Bronchien sowie der Luftröhre an.

Da diese Kennzahlen dreimal pro Patient erhoben werden, wählt der Arzt bei der Auswertung das beste Ergebnis und vergleicht es mit den Normwerten für die jeweilige Alters- und Geschlechtsgruppe unter Berücksichtigung von Größe, Geschlecht und Alter.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Während des Niesens kommt es zu einer vollständigen Sistierung der Körperfunktionen; selbst das Herz bleibt kurzzeitig stehen.


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