Die Anästhesie I

Die Anästhesie (anaesthesia; an – neg. Vorsilbe + griech. aisthesis – das Gefühl, die Empfindung) – Abwesenheit von Schmerz-, Temperatur-, Tast- und anderer Sensibilität.

Unterteilen Sie folgende Arten der Anästhesie:

  • Dissoziiert (dissociata) – gekennzeichnet durch Abwesenheit von Temperatur- und Schmerzwahrnehmung bei Erhaltung der Propriozeption oder im Gegenteil;
  • Hysterisch (hysterica) – tritt bei Patientinnen mit Hysterie auf, wird durch Abwesenheit organischer Infektionen der Rezeptoren, der leitenden Bahnen und der Zentren des Nervensystems charakterisiert; betrifft in der Regel Körperbereiche, deren Grenzen den Innervationszonen bestimmter Nerven oder Reflexbögen nicht entsprechen;
  • Radikuläre (radicularis) – totale Anästhesie im Bereich der Innervation einer bestimmten Dorsalwurzel;
  • Leprose (leprosa) – tritt bei Patientinnen mit Lepra auf, entsteht durch spezifische Infektion der Hautrezeptoren; gekennzeichnet durch konsequente Abschwächung und den Verlust zunächst der Temperatur-, dann der Schmerz- und schließlich der Tastempfindlichkeit bei langwieriger Erhaltung der Propriozeption;
  • Partielle (partialis) – gekennzeichnet durch Abwesenheit einer oder mehrerer Arten der Sensibilität bei Erhaltung der übrigen;
  • Segmental (segmentalis) – totale oder dissoziierte Anästhesie in der Innervationszone eines bestimmten Rückenmarkssegments;
  • Totalis – wird durch das Fehlen aller Spezies der Empfindlichkeit charakterisiert;
  • Traumatisch (traumatica) – entsteht infolge einer Schädigung der Zentren des Nervensystems und/oder der Sinnesnerven.
Ob Sie wissen:

Das allgemein bekannte Präparat „Viagra" wurde ursprünglich zur Behandlung von Bluthochdruck entwickelt.


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